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Isernhagen Polizei soll Einbrecher mithilfe von Tablets jagen
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Polizei soll Einbrecher mithilfe von Tablets jagen
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00:42 22.04.2018
Referent Alexander Gluba stellt den Zuhörern das Programm "Premap" vor. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
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Altwarmbüchen

Laut der Polizeistatistik sinkt zwar die Zahl der Wohnungseinbrüche in der Gemeinde Isernhagen. Gleichwohl sind es nach Meinung von Günter Heller, Leiter des Kommissariats in Großburgwedel, immer noch zu viele – und der Schwerpunkt liege in Altwarmbüchen. Deshalb forderte er die Besucher der Informationsveranstaltung des CDU-Gemeindeverbandes zum Thema „Predictive Policing“ in Altwarmbüchen auf, stets wachsam zu sein und ungewöhnliche Beobachtungen gleich der Polizei zu melden. „Wir sind darauf angewiesen“, sagte der Kommissariatsleiter. „Rufen Sie lieber einmal mehr an als gar nicht“.

Heller wies die interessierten Gäste auch darauf hin, dass Wohnungseinbrüche oft zu psychischen Problemen bei den Menschen, bei denen eingebrochen wurde, führten. Den Grund dafür liegt laut des Kommissariatsleiter darin, dass fremde Leute die eigenen Schränke durchwühlten und zudem individuelle Schmuckstücke von Eltern oder Oma entwendeten, die sich nicht mehr beschaffen ließen. „Das schürt Angst und bereitet den Geschädigten große Sorgen“.

Und wie können in Zukunft Wohnungseinbrüche verhindert werden? Dazu hatte Malte Neubert, Organisator der Diskussionsveranstaltung und Vizechef des CDU-Gemeindeverbandes, einen Experten des Landeskriminalamtes eingeladen. Soziologe Alexander Gluba von der Kriminologischen Forschungstelle stellte das niedersächsische Pilotprojekt „Predictive Policing“ vor – zu deutsch: vorausschauende oder vorhersagende Polizeiarbeit. „Predictive Policing“ sei eine Form der Rasterfahndung, mit der beliebige Daten durchsucht werden, um vermeintliche Täter zu identifizieren, erläuterte der Experte. 

 Hierfür verwendet die niedersächsische Polizei seit November eine Software, die bis Ende März in Salzgitter, Peine, Wolfenbüttel, Wolfsburg und bei der Polizeiinspektion Ost in Hannover getestet wurde. Das Programm heißt „Premap“. Damit werden Vorhersagen möglich, wo Wohnungseinbrecher wahrscheinlich zuschlagen. „Dabei erhalten Beamte des Einsatz- und Streifendienstes Informationen auf Tabletcomputern zu Einbrüchen in den vergangenen 14 Tagen und leiten daraus Risikogebiete künftiger Einbrüche ab“, erklärte Gluba das Prinzip.

„Das große Ziel ist, dass die Polizei den Tätern zuvorkommt“, sagte Gluba, der im Mai die Auswertungen der Probephase präsentieren will. Sollte sich „Premap“ bewähren, könnte künftig auch die Isernhagener Polizei mit dem Programm arbeiten, so Gluba –„und möglicherweise weitere Wohnungseinbrüche speziell in Altwarmbüchen verhindern“. 

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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