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Isernhagen Region lässt Kreisel für K.B. prüfen
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Region lässt Kreisel für K.B. prüfen
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17:41 06.02.2019
Die Region prüft, ob die T-Kreuzung in Isernhagen K.B. zu einem Kreisel umgebaut werden sollte. Quelle: Archiv (Thomas Oberdorfer)
Isernhagen K.B

 Soll die T-Kreuzung an der Heinrich-Könecke-Straße bei der anstehenden Sanierung der K113 zu einem Kreisverkehr umgebaut werden? Würde das einen besseren Verkehrsfluss und mehr Sicherheit ermöglichen? Oder würde es im Gegenteil für Fußgänger neue Gefahren mit sich bringen? Im Bauausschuss des Isernhagener Rates wurde der Wunsch des K.B.er Ortsrates, den Kreiselbau prüfen zu lassen, kontrovers diskutiert. Am Ende stand am Dienstagabend ein knappes Votum gegen den Ortsrat-Antrag. Unterm Strich ist das aber ziemlich egal, wie eine Nachfrage bei der Region Hannover als zuständiger Straßenbaulastträgerin ergab.

Der Wunsch, die Einmündung der K114/Heinrich-Könecke-Straße in die K114/Hauptstraße möglicherweise zu einem Kreisel umbauen zu lassen, war auch im Ortsrat nicht unumstritten: Der stellvertretende Ortsbürgermeister Christian Schröder (CDU) hatte dem Prüfauftrag seine Zustimmung verweigert. Seine Mutter war 2004 auf dem damals noch vorhandenen Zebrastreifen von einem Auto angefahren und getötet worden. Der Ortsrat hatte daraufhin eine Ampelanlage gefordert, die zwei Jahre später auch in Betrieb ging. Sollte statt der Ampelanlage nun ein Kreisel gebaut werden, so seien vor allem die vielen Schulkinder gefährdet, die dort von einer Bushaltestelle zur nächsten streben, befürchtet Schröder.

Dusche: Die Ampel hat sich bewährt

Mit dieser Sorge steht er nicht allein da: „Die Ampel hat sich bewährt“, äußerte sich K.B.s langjähriger Ortsbürgermeister Friedrich Dusche als Zuhörer im Bauausschuss. Am wichtigsten sei es doch, die Fußgänger zu schützen, und dies könne ein Kreisel nicht leisten. Zudem sei die vorhandene Fläche dafür nicht groß genug, erinnerte er die Diskussion nach dem Unfall.

Passen würde der Kreisverkehr wohl schon, wie eine Skizze zeigt. Ein Mitarbeiter der Bauverwaltung hatte dafür den Kreisel an der Steller Straße in Kirchhorst in ein Luftbild von K.B. montiert. Die Region müsste jedoch rund 800 Quadratmeter privaten Grund erwerben. Die Gemeindeverwaltung spricht sich aber vor allem aus Sicherheitsgründen gegen den Kreisel aus. Ein nicht signalisierter Kreisverkehr birgt auch aus ihrer Sicht ein erhöhtes Gefährdungspotenzial für Fußgänger.

„Verschwendung von Steuergeld“

Als Kritiker eines Kreisverkehrs outete sich auch Reinhard Lensch (SPD): Selbst im Berufsverkehr müssten Autofahrer höchstens zwei bis drei Grünphasen warten, „das reicht für einen Umbau nicht aus“. Fabian Peters (Grüne) sprach von einer Verschwendung von Steuergeld, auch Fritz Küke (AfD) argumentierte so.

K.B.s Ortsbürgermeister Matthias Kenzler hingegen warb für die Idee, den Kreisel-Bau prüfen zu lassen. Viele Anlieger seien davon begeistert, und auch bei einer Ampel berge das Abbiegen Konfliktpotenzial. Weitere Redner schlossen sich an. Ulrich von Rautenkranz (FDP) sprach beispielsweise die „riesigen Summen“ an, die Wartungsverträge für Ampeln verschlängen. Kirchhorsts Ortsbürgermeister Herbert Löffler (SPD) berichtete von einem verbesserten Verkehrsfluss seit dem Kreisel-Bau an der Steller Straße.

Region: Ingenieurbüro prüft

Unterm Strich stand dennoch ein knappes Nein des Bauausschusses – die Gemeinde soll die Region demnach nicht auffordern, den Umbau zum Kreisel zu prüfen. Dass diese Bitte ohnehin zu spät gekommen wäre, machte am Mittwoch ein Anruf bei der Region deutlich. An diese hatte sich Ortsbürgermeister Kenzler mit der Idee schon direkt gewandt, ohne den Weg durch die Ratsgremien abzuwarten – und Gehör gefunden: „Die Region hat ein Ingenieurbüro mit der Prüfung beauftragt“, teilte Behördensprecherin Carmen Pörtner mit. Diese werde die Varianten mit der Ampelkreuzung und dem Kreisel bewerten. Wann das Ergebnis vorliege, sei noch nicht absehbar.

Von Frank Walter

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