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Isernhagen Schleichverkehr nervt die Anwohner
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Schleichverkehr nervt die Anwohner
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00:16 12.11.2018
Herrscht gerade kein Schleichverkehr wegen der Staus vor Großburgwedel, wird die Straße Auf der Heide meist nur von Anliegern genutzt. Quelle: Frank Walter
Isernhagen F.B./H.B

Der zunehmende Schleichverkehr durch das „Isernhagen-„U“ –dieses bildet die Ortsdurchfahrt der vier Bauerschaften – verärgert die Anlieger. Zur Sprache kam die Kritik am Donnerstagabend im Ortsrat Isernhagen H.B., betroffen ist aber auch die Farster Bauerschaft.

Gleich mehrere Anwohner der Straße Auf der Heide waren zur Sitzung ins TSV-Klubhaus gekommen, um ihrem Ärger Luft zu machen. Da war von „immer mehr Durchgangsverkehr“ die Rede, „das ist katastrophal geworden“. Die Wohnqualität leide darunter, „die Heide ist nichts mehr wert“. Eine Frau kritisierte, dass man als Radfahrerin sehr aufpassen müsse, wenn die Autos viel zu schnell „angebrettert kommen“. Ein Mann kritisierte, dass die geschotterten Seitenstreifen im Bereich des Wirtschaftsweges – die im Begegnungsverkehr genutzt werden müssen – mittlerweile völlig kaputt gefahren seien.

Ist die A7 in Richtung Norden dicht, staut sich der Verkehr aus Richtung H.B. schon weit vor Großburgwedel. Quelle: Frank Walter

Tatsächlich scheint sich die Situation verschärft zu haben. Oftmals verstopfen Autofahrer, die bei Stau in Fahrtrichtung Hamburg die A7 in Großburgwedel verlassen, um weiter in Richtung Fuhrberg oder den Landkreis Celle zu fahren, die Kreuzung vor Ikea. Dadurch staut sich dann auch der Verkehr auf der L381 aus Richtung H.B. vor dem Ortseingang von Großburgwedel – mit der Folge, dass Autofahrer ihrer Ortskenntnis oder dem Navi folgen und in die Straße Auf der Heide abbiegen. Durch die 30er-Zone mit zwei Aufpflasterungen geht es dann am TSV vorbei über den ramponierten asphaltierten Wirtschaftsweg zur Tiefen Trift nach F.B.

„Das ist wirklich heftig geworden. Da fährt oft eine regelrechte Blechkarawane durch“, sagt F.B. Ortsbürgermeisterin Angela Leifers, die selbst an der Tiefen Trift wohnt. Auch ihr Amtskollege Simon Müller aus H.B. weiß um das Problem. Wobei er es legitim findet, dass ortskundige Autofahrer den Schleichweg nutzen: „Damit muss man leben können. Auch wenn ich verstehen kann, dass es die Anlieger stört.“ Kein Verständnis hat Müller hingegen dafür, dass laut Anliegern sogar Lastwagen den Weg als Ausweichstrecke nutzen. Erlaubt ist das ohnehin nicht: Jenseits der Bebauung gilt für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen ein Durchfahrtsverbot. Auf der F.B.er Seite findet sich auch ein Hinweis am Abzweig von der Hauptstraße, dass das Verbot in 390 Metern Entfernung gilt. An der Ecke Burgwedeler Straße/Auf der Heide jedoch fehlt ein solches Schild.

Dass sogar Busse der Linie 650 Großburgwedel-Langenhagen bei längeren Staus den Wirtschaftsweg durch das Isernhagen-„U“ nutzen, ist hingegen erlaubt: Für sie gilt das Durchfahrtsverbot nicht. Die Fahrer würden dies dann jeweils mit den Fahrgästen absprechen, erläutert Regiobus-Sprecher Tolga Otkun.

Die Gemeindeverwaltung hat die Anwohner-Kritik am Donnerstagabend in H.B. aufgenommen. „Wir werden das prüfen“, teilte Gemeindesprecherin Svenja Theunert mit. Ein kleiner Hoffnungsschimmer kommt von Burgwedels Bauamtsleiter Oliver Götze: Zwar seien ihm keine Umbaupläne des Landes für die Ikea-Kreuzung bekannt. Allerdings wollten offenbar das Land und die Region ihre Ampeln an der Ikea-Kreuzung und der benachbarten Kreuzung am Kokenhof besser abstimmen.

Das könnte auch dringend nötig werden: Ortsbürgermeisterin Leifers rechnet mit noch mehr Schleichverkehr, wenn voraussichtlich Ende 2019 die Arbeiten zum Umbau der Ortsdurchfahrt in F.B. beginnen.

Von Frank Walter

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