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Isernhagen Isernhagens Wirtschaftswege reißen
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Isernhagens Wirtschaftswege reißen
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18:08 26.10.2018
Der Verbindungsweg von Isernhagen F.B. nach H.B. hat einen zentimeterhohen Absatz. Quelle: Patricia Chadde
Isernhagen

Was droht Isernhagens Wirtschaftswegen in der kalten Jahreszeit? Nach der langen Trockenperiode tun sich schon jetzt mancherorts kräftige Risse auf – und der winterliche Frost könnte die Schäden weiter verschlimmern, so die Befürchtung.

„Ein solchen extremen Versatz haben wir dort noch nie gehabt“, sagt F.B.s Ortsbürgermeisterin Angela Leifers mit Blick auf den Verbindungsweg, der von der Tiefen Trift hinüber zum TSV Isernhagen nach H.B. führt. Dort ist zusätzlich zu schon längerer vorhandenen Quer- und Längsrillen nun noch ein Teil des Asphalts abgesackt. Das könnte insbesondere Radfahrern zum Verhängnis werden, die dort bei schlechten Lichtverhältnissen unterwegs sind.

Leifers macht für die Schäden einerseits den durchaus starken Verkehr verantwortlich. Nicht nur Landwirte und Radfahrer nutzen den Verbindungsweg, sondern auch viele Autofahrer, die so die häufigen Staus an der Ikea-Kreuzung in Großburgwedel umgehen wollen.

Auf einer Wiese am Waldstück Hahle in H.B. zeigt der tonhaltige Boden tiefe Risse. Quelle: Frank Walter

„Der Untergrund arbeitet aber auch“, nennt Angela Leifers den aus ihrer Sicht zweiten Grund – und das deckt sich durchaus mit der Sicht anderer Beobachter. Denn in den Isernhagener Altdörfern ist tonhaltiger Boden weit verbreitet, wie Landwirt Heinrich Bätke sagt, der die Auswirkungen auch auf seinen eigenen Wiesen beobachtet. Bei der lang anhaltenden Trockenheit habe sich dieser Ton stark zusammengezogen – „man spricht von Schrumpfungsrissen“. Regen sorgt zwar dafür, dass sich die Risse wieder schließen, Ackerflächen regenerieren sich so selbst. Für Straßen hingegen habe es üble Folgen, wenn der Boden derart arbeite. Zu beobachten sei das beispielsweise an der K114 zwischen Isernhagen K.B. und Altwarmbüchen, wo sich trotz eines ordentlichen Straßenunterbaus Risse aufgetan hätten, die zwischenzeitlich repariert werden mussten, so Bätke.

Asphaltierte Wirtschaftswege hingegen hätten oft nur einen Unterbau von acht Zentimetern Dicke, erläutert Stefan-Andrej Vogel, der beim Amt für regionale Landesentwicklung für den Bereich Ländlicher Wegebau zuständig ist. „Wenn der Untergrund austrocknet, reißt der Ton und dann auch der Asphalt.“ Mit den üblichen Reparaturen bekomme man das Problem nicht in den Griff. Dauerhaft lösen ließe sich eine solche Problematik nur mit einem dickeren Unterbau – was wiederum höhere Kosten bedeute. Auch er hält es für möglich, dass der Winter den Isernhagener Wirtschaftswegen angesichts dieser Ausgangslage weiter zusetzen wird.

Den Verbindungsweg F.B.-H.B. zwischen Tiefe Trift und Auf der Heide kennt Vogel dabei aus eigener Betrachtung, allerdings aus dem Frühjahr – als die Schäden noch nicht ganz so heftig waren. Auf Betreiben von Ortsbürgermeisterin Angela Leifers hatte Vogel einige Wirtschaftswege in F.B. in Augenschein genommen. Er sollte prüfen, ob deren Sanierung förderfähig wäre. Für den Verbindungsweg hatte er dies verneint: Zum damaligen Zeitpunkt waren die Schäden für den langsamen landwirtschaftlichen Verkehr aus seiner Sicht „tragbar“ – und dass auch andere Fahrzeuge ihn nutzen, könne nicht durch ein Förderprogramm für landwirtschaftliche Wege kompensiert werden.

Die Gemeindeverwaltung hat mit Blick auf die F.B.er Wirtschaftswege mittlerweile mitgeteilt, keine Förderanträge zu stellen. Der finanzielle Eigenanteil seit mit 57 Prozent relativ hoch, so die Begründung.

Von Frank Walter

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