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Isernhagen Laienspieler bleiben auf Bühnen-Suche
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17:04 02.11.2018
„Gibt es eine Zukunft?“ Hugo Berkelmann hofft, dass die Perücke bald wieder einen Bühneneinsatz haben wird. Quelle: Patricia Chadde
Kirchhorst

Die Klön-Ecke einrichten und Bratwürstchen grillen – das steht am Sonntag, 4. November, bei den Hobbyschauspielern auf dem Programm. Beim Herbstmarkt der Initiativgruppe Begegnungsstätte Alte Schule ab 14 Uhr ist die aktuelle Besetzung der Laienspielgruppe Stelle von 1948 selbstverständlich mit von der Partie.

In den 70 Jahren ihres Bestehens wechselten die Mitglieder und die Theaterstücke. Nur die Bühne, die stand bis zur letzten Vorstellung in der Gaststätte Maikäfer. Seit das Gasthaus samt Saal Ende 2015 schloss, treffen sich die 15 aktiven Darsteller weiter regelmäßig an jedem zweiten Freitag des Monats. „Leider haben wir mangels Bühne keine öffentlichen Vorstellung mehr geben können“, bedauert der Vorsitzende Hugo Berkelmann die unfreiwillige Spielpause.

Den Martinsumzug hatten die Laienspieler in anderen Jahren auf die Beine gestellt, doch dieses Mal passte es nicht. Wegen Pflasterarbeiten am Feuerwehrhaus Kirchhorst und weil das Pferd krank wurde, drohte der Veranstaltung die Absage. Jetzt sind fünf Mitglieder krank, so dass die übrigen diesmal höchstens als Gäste mitmarschieren – der Förderverein für Jugendliche und Kinder von St. Nikolai (JuKi) übernimmt die Organisation des Laternenumzugs.

Im Oktober trafen sich die Laienspieler in den Kaffeestuben, um ihr 70-jähriges Bestehen zu feiern. „Es gab mal fünf Gaststätten im Ort, keine ist mehr da...“, sinniert Berkelmann und lässt das „da“ ein wenig in der Luft hängen.

Requisiten und Mobiliar haben die Hobby-Schauspieler sorgfältig eingelagert. Zu jedem Kleidungsstück hat Berkelmann eine Anekdote parat. Auch bei der Suche nach neuen Aufführungsmöglichkeiten waren die Darsteller wie Meisterdetektive unterwegs, aber weder die Schule noch die Turn- oder eine der Reithallen kommen in Frage. Gefangen im Dornröschenschlaf, hofft die Gruppe auf eine glückliche Fortsetzung ihres Vereinszwecks.

Schließlich konnte sie schon so manchen Verlust erfolgreich kompensieren. Als ein Hausbrand Ende der Sechzigerjahre viele Erinnerungsstücke vernichtete, füllten Gedächtnisprotokolle die Lücken. Die auf diesem Wege entstandene Chronik berichtet von Bühnenerfolgen mit 100 Gästen pro Aufführung, von Ohnsorg-Klassikern wie „Das Hörrohr“ bis zu „Tratsch im Treppenhaus“.

Bei den Übungsmöglichkeiten, ob Partykeller oder Wohnzimmer, waren die Darsteller schon immer flexibel. Aber eine Bühne für drei Tage ist nicht leicht zu finden, wenn das Unterfangen auch finanzierbar sein soll. „Wir bleiben am Ball“, versichert Hugo Berkelmann. Er gehört zu einer von Kirchhorsts Ur-Familien und beweist auch sonst Durchhaltevermögen. Seine eigene Theaterkarriere begann 1959 als stummer Kofferträger im „Weißen Rößl“, da war er 13 Jahre alt.

Einen stummen Abgang wünscht er sich und seiner Truppe nun wirklich nicht. „Mal gucken, was bei unserer Klönschnack-Ecke am Sonntag rumkommt“, bleibt Berkelmann zuversichtlich. Schließlich wurde Dornröschen auch ganz unverhofft wach geküsst. „Prinzen, gerne ohne Schloss, aber mit eigener Bühne, bitte melden“, deklamiert Berkelmann – er will nichts unversucht lassen.

Von Patricia Chadde

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