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Isernhagen Nach Krätze-Fällen: Krippe öffnet wieder
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Nach Krätze-Fällen: Krippe öffnet wieder
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10:52 24.06.2018
Eine Woche lang ist die Krippe Kirchhorst gründlich desinfiziert und gereinigt worden. Quelle: Archiv
Kirchhorst

Eine Woche lang war die Kirchhorster Krippe geschlossen, jetzt darf wieder gemeinsam gebastelt und gespielt werden: „Von Montag an geht die Krippe wieder in den Normalbetrieb“, sagte Andrea Hesse, Sprecherin des Kita-Trägers Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen, auf Nachfrage. Die Gefahr durch die ansteckende und meldepflichtige Hauterkrankung Krätze scheint damit gebannt. Vier von fünf Mitarbeiterinnen waren krank geschrieben worden, auch mehrere Kinder hatten Symptome gezeigt.

Pusteln machen Leiter misstrauisch

Bei einer Dienstbesprechung in der Vorwoche hatte Lars Arneke, pädagogischer Leiter für alle Kindertagesstätten in Trägerschaft des Kirchenkreises, laut der Kirchenkreis-Sprecherin Berichte über Kinder mit Pusteln zu hören bekommen. Die Ärzte hätten Kontaktallergien als Ursache vermutet. Zudem seien auch bei Erzieherinnen erste Symptome aufgetreten. Arneke sei deshalb misstrauisch geworden, die betroffenen Mitarbeiterinnen seien tags darauf selbst zum Arzt gegangen – mit dem Ergebnis, dass es sich tatsächlich um Krätze handelte.

Erst desinfiziert, dann grundgereinigt

In Absprache mit dem Gesundheitsamt der Region und der Gemeinde hatte der Kirchenkreis die Krippe am Kirchhorster Schulweg mit ihren beiden Gruppen daraufhin eine Woche lang geschlossen gehalten. Auch die Maßnahmen, die dann gegen die Krätze-Erreger zum Tragen kamen, waren mit dem Gesundheitsamt abgesprochen. So desinfizierte eine Fachfirma sämtliche Räume der Krippe. Alle Handtücher und anderen Textilien wurden gewaschen. Gegenstände, die nicht gewaschen oder desinfiziert werden können, wurden luftdicht verpackt –ohne den menschlichen Kontakt sterben die Skabiesmilben, die die ansteckende Hautkrankheit Krätze verursachen.

Nach der Desinfektion standen noch zwei Grundreinigungen an – „da wurde gefegt, gesaugt und gewischt“, wie sich Andrea Hesse ausdrückte. So sollten nicht nur Reste der Krankheitserreger, sondern auch der Desinfektionsmittel sicher beseitigt werden.

Allerdings treten die Symptome der Krätze erst nach vier bis sechs Wochen auf, so dass ein Restrisiko bleibt. Angesichts dieser Inkubationszeit könne es keine absolute Sicherheit geben, räumt die Kirchenkreis-Sprecherin ein. „Wir können die Krippe aber auch nicht sechs Wochen lang schließen.“ Als hilfreich erweist sich der Zeitpunkt des Auftretens der Krankheitsfälle: Die Einrichtung geht jetzt in die letzte Woche vor der geplanten sommerlichen Schließzeit, die Kinder kommen anschließend erst wieder am Montag, 16. Juli, zusammen.

Träger bittet: Im Zweifelsfall zum Arzt gehen

Eine grundsätzliche Bitte hat der Kirchenkreis, der sich andere Kita-Träger und auch viele Eltern wohl anschließen werden: Eltern sollten bei Anzeichen für eine Erkrankung ihres Kindes mit ihm einen Arzt aufsuchen – und so auch mit der Gesundheit anderer Kinder verantwortlich umgehen.

Von Frank Walter

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