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Isernhagen Neue Zentrumszufahrt führt durch neues Parkhaus
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Neue Zentrumszufahrt führt durch neues Parkhaus
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00:34 23.04.2018
Auf diesem noch unbebauten Grundstück hinter dem Rathaus soll das Parkhaus entstehen - samt Verbindung von der Hannoverschen zur Stettiner Straße. Quelle: Frank Walter
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Bauausschuss und Ortsrat haben am Donnerstagabend weitere Weichen für die Umgestaltung des Zentrums gestellt. Sie stimmten für Leitziele, die nun die Grundlage für die weitere Planung bilden.

Die nichtöffentlich tagende Zentrums-Arbeitsgemeinschaft (ZAG) hatte die Punkte, über die der Rat bislang nicht entscheiden hatte, in vier Arbeitssitzungen weiter konkretisiert. Die am Donnerstag gefassten Beschlussempfehlungen im Einzelnen:

Neues Parkhaus mit fast 100 Plätzen

Beim lange umstrittenen Thema Parken ist die Richtung endlich klar. Bürger wie Politiker hatten bemängelt, dass die Entwurfsplanung zu wenige Parkplätze im Zentrum vorgesehen hatte. Die Lösung des Problems liegt hinter dem Rathaus: Einerseits sollen die Stellplätze auf dem dortigen Parkplatz neu geordnet werden. Unterm Strich stehen dort 58 je 2,75 Meter breite Plätze zur Verfügung, hinzu kommen 76 in der Parkpalette neben dem Rathaus und acht Privatparkplätze. Doch diese 142 Plätze sind nicht genug: „Laut ZAG kommen wir ohne das Grundstück Hannoversche Straße 74 nicht weiter“, berichtete Stadtplaner Jörg Günther vom beauftragten Büro Argeplan.

Gemeint ist mit der Hannoverschen Straße 74 die als Ausweichparkplatz genutzte Baulücke hinter dem Rathaus, wo sich auch eine Fußwegverbindung zur Hannoverschen Straße befindet. Von der ursprünglichen Idee eines neuen großen Gebäudes hat sich die Planung verabschiedet. In den Plänen angedeutet ist nunmehr ein Gebäude mit zwar fünf Geschossen, aber nur noch 15 Metern Bautiefe. „Wir werden hoffentlich irgendwann einen Investor dafür finden“, so Bauamtsleiterin Heike Uphoff.

Dahinter zur Hannoverschen Straße hin soll eine zweite Parkpalette gebaut werden, die auf sechs Halbgeschossen Platz für knapp 100 Autos bietet – und das auf einer Gesamthöhe wie drei Vollgeschosse. Wäre das Grundstück nur ein bisschen breiter, so Stadtplaner Günther, so ließe sich auch ein Parkhaus mit bedeutend mehr Plätzen realisieren – „leider fehlen 1,27 Meter“.

Dass es so viele Parkplätze in der Ortsmitte braucht, davon sind viele Politiker überzeugt. „Ein Zentrum lebt davon, dass man es auch erreichen kann“, sagte beispielsweise Ulrich von Rautenkranz (FDP). Für Hans-Edgar Ojemann (SPD) ist das neue Parkhaus auch ein Baustein für die Zukunft: Um das Zentrum zu beleben, bedürfe es neben Rewe eines weiteren Kundenmagneten – und dann auch mehr Parkplätze. In der ZAG diskutiert worden war beispielsweise die Notwendigkeit für eine weitere Gastronomie, die in einem Neubau nördlich der Bothfelder Straße angesiedelt werden könnte.

Verkehr: Alle Optionen offenhalten

Das Grundstück Hannoversche Straße 74 soll nicht nur wie bisher Fußgängern und Radfahrern ermöglichen, das Zentrum von der Hannoverschen Straße aus zu erreichen. Künftig soll die Verbindung durch das Erdgeschoss der neuen Parkpalette zur Stettiner Straße und umgekehrt auch für Autofahrer nutzbar sein. Dadurch sollen die beiden Zentrumszufahrten über die Bothfelder Straße entlastet werden. Die Befürworter in Reihen des Bauausschusses und des Ortsrates versprechen sich davon die größte Variabilität, im Nachhinein bei Verkehrsproblemen nachjustieren zu können. 

Gestaltung der Grünräume

Festgelegt wurde auch, welche Baumarten an welchen Stellen gepflanzt werden sollen. Optischer Höhepunkt soll eine Süntelbuche als Solitärbaum  vor der nördlichen Ladenzeile werden, die von Bodenlampen angestrahlt wird. Hochbeete aus Granit mit blühenden Stauden sollen die Plätze zur Bothfelder Straße hin begrenzen.

Materialien, Mobiliar und Lampen

Bänke, Mülleimer, Poller und Fahrradständer sollen optisch aus einem Guss daherkommen. Leuchtstelen im Zentrum sollen die Plätze betonen, Kopflampen den Rest der Sanierungsgebiets erhellen. 

Tiefbauplanung beginnt

Nach viermonatigem Verfahren hat die Gemeinde jetzt den Auftrag für die Tiefbauplanung vergeben, die die Grundlage für die Ausschreibung der Arbeiten bildet. Erst nach einer Abstimmung könnten Aussagen zum weiteren Zeitplan getroffen werden, hieß es aus dem Rathaus. Fest steht: 2018 müssen Teile des von Bund und Land zugesagten Fördergeldes abgerufen werden. Dafür muss allerdings nicht unbedingt ein Bagger anrücken: „Die Vergütung der Planungsleistungen, also die Bezahlung des Ingenieurbüros, fällt auch darunter“, heißt es.

Von Frank Walter

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