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Laatzen 50 Jahre Laatzen: Stadt gibt Festschrift heraus
Aus der Region Region Hannover Laatzen 50 Jahre Laatzen: Stadt gibt Festschrift heraus
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13:41 22.06.2018
Die in einer Auflage von 2000 Exemplaren gedruckte Festschrift ist ab sofort gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro im Rathaus zu haben. Die Ortsteile sind als Wappen auf der Titelseite verewigt mit Laatzen (von oben links im Uhrzeigersinn), Grasdorf, Rethen, Gleidingen, Oesselse und Ingeln. Quelle: Astrid Köhler
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Laatzen

Als Stadt ist Laatzen mit 50 Jahren eher jung. Ihre Ortsteile hingegen sind Hunderte mitunter sogar – wie im Falle Gleidingens – mehr als 1000 Jahre alt. Anlässlich des Stadtjubiläums haben sich der Laatzener Archivar Sören Lindner und zehn weitere Autoren mit verschiedenen geschichtlichen Aspekten der Ortsteile sowie Sonderthemen zur Feuerwehr und Stadtwerdung beschäftigt. Insgesamt neun Beiträge sind in der 169 Seiten umfassenden Festschrift „Einst und jetzt – 50 Jahre Stadtrecht Laatzen“ zu finden.

Stadtarchivar Sören Lindner (rechts) verteilte am Donnerstag die ersten Exemplare der Festschrift "Einst und Jetzt – 50 Jahre Stadtrecht Laatzen". Quelle: Astrid Köhler

Als er sich 1965 als Bauzeichner in der 10.000-Einwohner-Gemeinde Laatzen bewarb, habe er die Vision des damaligen Gemeindedirektors Erich Panitz für eine 60000-Einwohner-Stadt zunächst nicht ernst genommen, schreibt der frühere Stadtplaner und Wirtschaftsförderer Ludwig Wucherpfennig in seinem Beitrag. Wenig später hatte er keinen Zweifel mehr an Panitz’ Tatkraft. Als direkter Beteiligter berichtet Wucherpfennig von den ersten Ideen einer regionalen Entwicklung bis zum Bau von Wohnquartieren, Schulen, dem Leine-Einkaufszentrum und Rathaus auf Flächen, die bis dato nur Acker in „Grasdorf-Ost“ waren. Weder Panitz noch dessen Nachfolger Gottfried Gensch oder die Mitarbeiter hätten genug Erfahrungen für eine städtebauliche Entwicklung in Laatzen-Mitte gehabt, so Wucherpfennig: „Dennoch wurden beachtenswerte Ergebnisse erarbeitet.“

Der Grasdorfer Architekt, Autor und Hobbyhistoriker Helmut Flohr hat zwei Kapitel zur Festschrift beigesteuert: Das eine behandelt die die Entwicklung des 1236 erstmals in einer Bischofsurkunde erwähnten „Gravestorpe“, das zweite Kapitel die der seit dem Mittelalter bestehende Verkehrsader und heutigen Hildesheimer Straße.

Für Rethen hat Hans-Joachim Rauch einen Beitrag über „Flüchtlinge, Vertriebene und Zugezogene nach 1945“ eingereicht, und in Gleidingen hat sich Jörg Dornieden mit der Ortsgeschichte und Persönlichkeiten befasst. Ingeln-Oesselse ist mit einem 16 Seiten langen historischen Abriss samt „Loblied“ vertreten.

Darüberhinaus enthält die Festschrift das Kapitel von Sebastian Osterwald, Gerald Senft und Dirk Kröger zur Feuerwehr – bedeutende Einsätze der letzten Jahrzehnte inklusive – sowie die Seminarabeit „Wie Latzen Stadt wurde“ des Geschichtsstudenten Nils Fischer aus dem Jahr 2010. Der Festschrift vorangestellt ist der Beitrag von Stadtarchivar Lindner „Die erste schriftliche Erwähung. Latzen im Spiegel ausgewählter Urkunden des 13. Jahrhunderts“.

Die ersten Exemplare der in einer Auflage von 2000 gedruckten Festschrift hat die Stadt am Donnerstag kostenlos an Besucher des Festaktes herausgegebene. Ab sofort ist die Festschrift gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro im Rathaus erhältlich.

Von Astrid Köhler

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