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Laatzen Bei Abiturfeier dreht sich alles um’s Fliegen
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00:17 25.06.2018
53 Schüler haben am Laatzener Erich-Kästner-Gymnasium das Abitur bestanden. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

Bei der Abiturentlassungsfeier am Erich-Kästner-Gymnasium (EKG) drehte sich diesmal alles ums Fliegen. Gemäß dem Motto „Abi lieve I can fly“, frei umbenannt nach einem Song von R. Kelly, präsentierte sich die Schulleiterin Hella Kohl unter dem Beifall des Publikums sogar kurz mit Pilotenmütze und Fliegerbrille. Während ihrer Rede stellte Kohl ironisch einen Bezug zu Eichendorffs „Mondnacht“ her, den sie wiederum den Schülern in die Schuhe schob. „Mit dieser linguistischen, philosophischen und literarisch kreativen Leistung haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie heute zu recht das Zeugnis der Reife erhalten werden“, brachte sie das Publikum zum Lachen. „Ihre Ausbildung ist beendet, Sie haben die Lizenz zum Fliegen erworben.“

In der Folge präsentierte sie Bilder aus den vergangenen Schuljahren. Kohl kommentierte sie mit heiteren Worten und setzte sie sowohl in Bezug zur vergangenen Laufbahn – als auch zur möglichen künftigen. „Ein Blick in das Jahrbuch und auf die Rubrik Zukunftspläne lässt vernuten, dass das Terrain hier noch sondiert wird“, sagte die Schulleiterin lachend.

Während ihrer Rede präsentierte Kohl einen in die Jahre gekommenen Flughafentower mit nebenstehenden Containern – stellvertretend für das marode und überfüllte Gebäude des Erich-Kästner-Schulzentrum. „Im nächsten Jahr erwarten wir 157 Aspiranten“, sagte Kohl. „Aber ein Neubau steht an, und ich bin sicher, der Schulträger wird sowohl dem erhöhten Bedarf an Innen- und Außenflächen als auch den Erhalt einer privaten Atmosphäre gern Rechnung tragen,. und weder Kosten noch Mühen scheuen“, sagte Kohl, die damit auf die Meinungsverschiedenheiten zwischen Politik, Verwaltung und dem Lehrerkollegium sowie der Elternschaft anspielte.

Bürgermeister: „Nutzen Sie die Chancen“

Bürgermeister Jürgen Köhne hob hervor, dass den Schülern nicht nur eigene Werte vermittelt wurden, „sondern auch für die Gesellschaft.“ Es ginge im späteren Leben nicht darum, maximal erfolgreich zu sein, sondern Strategien für die Zukunft der Welt zu entwickeln. „Nutzen Sie die Chancen, die dieser Schulabschluss bietet.“ In seiner Rede nahm Köhne auch Bezug auf die aktuellen politischen Entwicklungen. „Ich bin überzeugt davon, dass Nationalismus, Separatismus und Protektionismus die falschen Wege sind.“ Die Schüler sollten sich darum, bemühen, die Demokratie zu erhalten und „wertvolle Mitglieder der Gesellschaft zu werden.“

In ihrer Schülerrede blickten Theresa Ladwig und Shahrnoush Malekzadeh auf die gemeinsamen Jahre zurück, in denen aus Unbekannten Freunde geworden sind. „Wir haben uns peu à peu zu dem entwickelt, was wir heute sind. Uns wurden unfassbare Rätsel gestellt. Wir haben viel gelernt und auch wieder vergessen“, brachten die Schülerinnen die Besucher zum Schmunzeln. Für die vergangenen Jahre sprachen sie ihren Lehrern und insbesondere auch ihren Eltern ihren Dank aus.

Schulleiterin zeichnet besondere Leistungen aus

Sechs Abiturienten wurden für besonders gute Leistungen ausgezeichnet: Die besten Abiturientinnen des Jahrgangs 2018 sind Julia Schenk (Note 1,6) und Milena Traumann (Note 1,1). Victoria Christoph und Jakob Boehnke erhielten eine Urkunde der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Boehnke erhielt sogar eine weitere Urkunde der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. Besonderes Engagement zeigte Theresa Ladwig als Jahrgangs- und Schülersprecherin. Zudem hatte Ladwig zahlreiche Aktionen initiiert. „Du wirst hier sehr fehlen“, lobte Kohl die Schulabgängerin.

Für die Bewältigung einer erschwerten Schullaufbahn zeichnete die Schulleiterin Kubiley Özdemir aus: Nach der vierten Klasse hatte er zunächst eine Hauptschulempfehlung, dennoch meldeten ihn seine Eltern für die Oberschule an. Nach der zehnten Klasse wechselte Özdemir ins Gymnasium. Am Freitag bestand er das Abitur, ohne eine Klasse wiederholen zu müssen.

Von Daniel Junker

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