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Laatzen Biber legen in der Masch Bäume flach
Aus der Region Region Hannover Laatzen Biber legen in der Masch Bäume flach
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11:15 07.12.2018
Jagdpächter Siegfried-Karl Guder hat eine von Bibern bearbeitete Weide an der Alten Leine entdeckt. Quelle: Stephanie Zerm
Alt-Laatzen

Sie haben Biss und sorgen für Sperrholz: Eine Biberfamilie leistet in der Leinemasch zurzeit ganze Arbeit. Gleich an mehreren Stelle kann man die von ihnen gefällten oder angenagten Bäume sehen. „Sie schaffen sich so ihren Lebensraum“, erklärt der Laatzener Jagdpächter und Feld- und Forsthüter Siegfried-Karl Guder und zeigt auf einen rundum abgenagten Baumstamm auf einer Weide gegenüber des Badeteichs am Bemeroder Bleek, der so aussieht, als würde er den nächsten Windstoß nicht mehr überstehen.

Die Weide haben die Biber so bearbeitet, dass sie den nächsten Windstoß nicht zu überstehen scheint. Quelle: Stephanie Zerm

„Weitere kleine Bäume haben die Biber in der Nähe des Wasserwerks gefällt“, berichtet Guder. Die frischen Blätter und Triebe der gefällten Bäume dienen den Tieren als Nahrung, den Rest verwenden sie meist für ihre Biberburg. Und momentan scheinen die Langzähne wieder neue Bauprojekte im Schilde zu führen: In der Alten Leine hinter dem Wiesendachhaus haben die pelzigen Holzfäller bereits drei hintereinander liegende Dämme errichtet. „Ein Damm ist schon älter, zwei haben sie im vergangenen Jahr neu angelegt“, sagt Guder

Während die Biber in Hemmingen und Pattensen für Probleme sorgen, da sie durch den Bau ihrer Dämme immer wieder Ackerflächen unter Wasser setzen, sind die Tiere in Laatzen willkommen. „Ihre Aktivitäten stören hier nicht“, glaubt Laatzens Feld- und Forsthüter, der froh ist, dass sich ein Biberpaar vor rund zehn Jahren wieder in Laatzen angesiedelt hat. Die Tiere sind streng geschützt und stehen unter Naturschutz. „In diesem Jahr haben die Biber drei Junge bekommen.“ Diese blieben in der Regel zwei Jahre bei ihren Eltern, bevor sie in ein eigenes Revier abwanderten. „Die Tiere richten hier keinen großen Schaden an“, sagt der Jagdpächter. „Die wenigen Bäume, die sie fällen, machen kaum etwas aus.“

Hinter dem Wiesendachhaus hat die Biberfamilie drei Dämme errichtet - und die Bauarbeiten gehen offenbar noch weiter. Quelle: Stephanie Zerm

Auch Nutrias bereiten in der Masch keine Probleme

Auch die kleineren Nutrias, die dem Biber zum Verwechseln ähnlich sehen, seien in der Leinemasch kein Problem. Während das Land sie stärker bejagen lassen will und eine Änderung des Jagdgesetzes plant, nach dem dann auch Elterntiere abgeschossen werden dürfen, sieht Guder in der Laatzener Masch keinen Handlungsbedarf. Die aus Südamerika stammenden Nutrias gelten allgemein als Schädlinge, weil sie Deiche und Dämme untergraben und so den Hochwasserschutz gefährden sollen. Außerdem wachse die Population der Tiere in Niedersachsen ständig an.

In der Masch gibt es laut Guder allerdings nur ein Pärchen mit vier Jungen. „Ich sehe die Tiere manchmal auf der Wiese fressen“, sagt er. Einen Grund sie abzuschießen, sieht der Jagdpächter in Laatzen nicht. „Sie richten hier keinen Schaden an.“ Auch davon, die Elterntiere zu töten, hält er nichts. „Das lehne ich ab, da die Jungen dann qualvoll im Bau verhungern würden.“

Weitaus größere Schäden als Biber und Nutrias richteten aus Sicht des Jagdpächters Bisamratten und Waschbären an. Letztere fräßen die Gelege von Vögeln, so dass es in diesem Jahr kaum noch junge Gänse, Enten, Haubentaucher, Teich- und Blesshühner gegeben habe.

Von Stephanie Zerm

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