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Laatzen Gemeindemitglied findet Modell von St. Mathilde
Aus der Region Region Hannover Laatzen Gemeindemitglied findet Modell von St. Mathilde
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00:32 07.06.2018
Das langjährige Gemeindemitglied Gaby Schlüter hält das Modell der Kirche St. Mathilde in der Hand, das vermutlich vor mehr als 80 Jahren vom Architekten der Kirche gebaut und jetzt auf dem Dachboden des Gotteshauses wiedergefunden wurde. Quelle: Daniel Junker
Alt-Laatzen

Ein Mitglied der katholischen St.-Oliver-Kirchengemeinde hat ein vermutlich mehr als 80 Jahre altes Modell der Alt-Laatzener Kirche St. Mathilde gefunden. Jahrelang lag die etwa 50 mal 50 Zentimeter große Miniaturversion der Kirche auf dem Dachboden über dem Pfarrsaal. Entdeckt wurde das Modell vom Alt-Laatzener Peter Braun: Zusammen mit einem Elektriker war er vor einigen Wochen auf den Dachboden gestiegen, um Leitungen zu überprüfen. Dabei kam die Miniatur ans Licht.

Was es mit dem Modell auf sich hat, ist nicht eindeutig geklärt. Die Gemeindemitglieder vermuten, dass es von Heinrich Stübe, dem damaligen Architekten der Kirche, entworfen wurde. „Das Modell sieht ganz ähnlich aus wie eine Zeichnung aus dem Jahr 1937“, sagt das langjährige Gemeindemitglied Gaby Schlüter. „Und wer sollte das sonst gebaut haben?“ Vermutlich sollte die Miniatur zur Vorstellung der Pläne für den Kirchenbau dienen. „Genau wird man das aber wohl nicht mehr herausfinden“, glaubt Schlüter. „Aus dieser Zeit gibt es hier heute niemanden mehr.“

Die 72-Jährige könne sich daran erinnern, dass sie das Modell als Kind schon einmal gesehen hat. Sie sei früher einmal mit anderen Kindern auf dem Dachboden gewesen. „Eventuell hat es mir auch der damalige Pastor gezeigt.“ Genau könne sie sich nicht mehr daran erinnern. „Ich hatte aber schon vor zehn Jahren zum 70-jährigen Bestehen der Kirche gesagt, dass irgendwo noch so ein Modell existieren muss. Wir haben aber nicht weiter danach gesucht.“ Als Peter Braun dann vor einigen Wochen vom Dachboden herunter stieg, brachte er das mit Putz und Farbe beschichtete Modell mit herab. Mit den Worten „guckt mal, was ich gefunden habe“, habe er es den Gemeindemitgliedern gezeigt. Danach habe Braun das Modell der „alten Dame“ vorsichtig gesäubert. Derzeit steht die Miniaturkirche im Gemeindesaal. „Das soll hier erst einmal stehen bleiben, das ist schon ein Schatz“, sagt Schlüter.

Beim Betrachten des Modells kommen bei vielen Gemeindemitgliedern alte Erinnerungen hoch –schließlich ist erkennbar, was sich an der Kirche über die Jahre alles geändert hat. Im Modell führt noch eine Treppe hoch zum Eingang der Kirche, heute ist das Gelände ebenerdig. Eine kleinere Treppe führte vom heutigen Hof des Kindergartens in die Sakristei. Auch diese ist nicht mehr vorhanden. Zudem ist das Grundstück bei der modellierten Version mit einer Mauer umgrenzt. Ob es diese wirklich einmal gegeben hat kann Schlüter nicht sagen. „Ich kann mich daran auf jeden Fall nicht mehr erinnern.“

Von Daniel Junker

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