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Laatzen In der Leinemasch grasen jetzt Wasserbüffel
Aus der Region Region Hannover Laatzen In der Leinemasch grasen jetzt Wasserbüffel
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00:17 01.11.2018
Vier Wasserbüffel übernehmen seit Mittwoch die Biotoppflege in der Alt-Laatzener Leinemasch. Quelle: Daniel Junker
Alt-Laatzen

 Es gibt es eine neue Attraktion für Naturliebhaber in der Leinemasch: Seit Mitte vergangener Woche weiden vier Wasserbüffel am Neuen Bleek nahe der Leine bei Alt-Laatzen. Die Tiere sollen dafür sorgen, das dortige Biotop offen zu halten.

„Die Region Hannover hat die Beweidung durch die Wasserbüffel beauftragt“, sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann auf Anfrage. Die Tiere würden zur Landschaftspflege eingesetzt: Sie sollen damit zur strukturellen Vielfalt in der Leinemasch beitragen und dafür sorgen, dass die Landschaft offen bleibt und nicht zu einem Wald wird. „Der Bereich wurde früher immer gemäht. Nun wird ausprobiert, ob die Tiere diese Aufgabe übernehmen können.“

Die Tiere stammen aus Ronnenberg. Schon seit 2012 grast eine Büffelherde des Linderter Landwirts Fritz Baumgarte im Landschaftsschutzgebiet Ihmeniederung zwischen Evestorf und Ihme-Roloven, um dort vereinzelte Grünlandflächen zu erhalten. Insgesamt hält Baumgarte dort zwölf Muttertiere, einen Zuchtbullen und 15 Jungtiere. Vier davon wurden jetzt nach Laatzen verfrachtet – 15 Monate alte Jungbullen, wie Baumgarte erläutert.

Für Spaziergänger sind die Wasserbüffel ungefährlich, versichert der Landwirt. „Die Tiere sind nicht angriffslustig. Wenn man in ihren Bereich kommt, kann es aber sein, dass sie einen wegscheuchen.“ Die Fläche am Neuen Bleek sei mit einem Elektrodraht eingezäunt.

Die Region hat bereits Erfahrungen mit der Naturpflege durch die Tiere gemacht: Bereits 2003 habe die untere Naturschutzbehörde das erste Wasserbüffel-Projekt im Naturschutzgebiet Meerbruchwiesen am Westufer des Steinhuder Meers gestartet, erläutert Regionssprecher Klaus Abelmann. „Mittlerweile pflegen hier circa 70 Wasserbüffel etwa 50 Hektar Nass- und Feuchtwiesen.“ 2012 kam dann die Fläche bei Ihme-Roloven hinzu. Ziel der Beweidung sei es, mit dem Offenhalten von Kleingewässern Lebensraum für Amphibien, Wasserinsekten und zahlreiche Vogelarten zu schaffen, aber auch die Pflanzenvielfalt zu fördern.

Die Nähe zum Wasser suchten die Tiere wegen ihrer dicken, schwarzen Haut und einer wesentlich geringeren Anzahl an Schweißdrüsen als beim Rind, ergänzt Abelmann. „Entsprechende Abkühlungsmöglichkeiten müssen auf einer Wasserbüffelfläche vorhanden sein.“

Der Neue Bleek ist von Alt-Laatzen aus über die Talstraße zu erreichen. Wer sich dafür interessiert, muss hinter der Leinebrücke rechts auf den Nachtanger abbiegen und am Bootshaus vorbeigehen. Hinter der Linkskurve zweigt der Neue Bleek nach etwa 400 Metern nach rechts vom Hauptweg ab.

Die Tiere bleiben dort vorerst nur ein paar Wochen lang: „Wenn der Winter mit Eis und Schnee kommt, müssen wir sie abholen“, sagt Baumgarte. Das aktuelle Wetter könnten die Tiere bequem ertragen, bei anhaltender nasskalter Witterung mit Wind und viel Niederschlag benötigten die Tiere jedoch einen festen Unterstand. Laut Regionssprecher Abelmann ist zunächst eine Beweidung bis Ende November vorgesehen. Ob das Projekt im nächsten Jahr fortgesetzt wird, sei noch nicht entschieden.

Von Johannes Dorndorf und Daniel Junker

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