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Laatzen Frost birgt Gefahren für Landwirte
Aus der Region Region Hannover Laatzen Frost birgt Gefahren für Landwirte
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00:20 25.03.2018
Trotz der niedrigen Temperaturen befürchtet Bezirkslandwirt Heinrich Eicke keine Ernteeinbußen. Quelle: Carolin Müller
Oerie/Gleidingen

 Getreide- und Obstbauern in der Region blicken derzeit mit einiger Nervosität aufs Thermometer: Immer wieder sanken die Temperatur in den letzten Wochen unter null Grad und Schnee bedeckte Wiesen und Felder. Der Frost kann unter Umständen Einbußen bei der Ernte bedeuten. 

Die Getreidebauern können zum jetzigen Zeitpunkt nur Vermutungen abgeben, wie sich das Wetter auf die Ernte auswirken wird. „Im Moment lautet die Devise ‚Immer locker bleiben’“, sagt Heinrich Eicke, Bezirkslandwirt für Pattensen. „Es ist noch zu früh, um ein klares Fazit zu ziehen. Die Weizenbestände und auch der Raps sind in den warmen Tagen der vergangenen Wochen ergrünt, dieses Grün ist immer noch auf den Feldern sichtbar. Deshalb habe ich keine großen Bedenken, dass es zu Auswinterungsschäden kommt“, ergänzt er. 

Die Schneedecke hat die Rapspflanzen vor dem Frost geschützt. Quelle: Carolin Müller

Zwar habe der Frost die Vegetation der Pflanzen vorerst gestoppt, zugleich wurde sie von der Schneedecke geschützt. „2012 richteten die niedrigen Temperaturen einen großen Schaden an“, erinnert sich Eicke. „Damals sanken die Temperaturen allerdings auf minus 15 Grad. Davon sind wir im Moment noch weit entfernt.“ Ärgerlich sei im Moment vor allem, dass die Arbeiten gezwungenermaßen ruhen. „Der Boden muss erst einmal richtig auftauen und abtrocken, bevor wir ihn bearbeiten können“, sagt der 58-Jährige. „Es gab Jahre, da haben wir zu diesem Zeitpunkt schon einige Arbeiten erledigen können wie beispielsweise das Aussäen von Weizen und Erbsen.“ Daran sei im Moment nicht zu denken, man müsse eben Geduld haben.

Wie Eicke bauen auch die meisten anderen Landwirte in Pattensen vor allem Weizen an, dazu unter anderem Raps und Mais. Der Bezirkslandwirt gehe davon aus, dass auch bei seinen Kollegen keine Auswinterungsschäden in großem Maße zu befürchten sind. „Die geringen Schäden, die im Moment schon auf den Feldern sichtbar sind, sind dem feuchten Herbst 2017 geschuldet, nicht den aktuellen Temperaturen“, vermutet. Ob es letzendlich doch zu Schäden kommt und – falls ja – in welchen Umfang, sei frühestens nach Ostern eindeutig erkennbar.

Ebenfalls guter Dinge ist Hartmut Meyer vom Erdbeerhof in Gleidingen. „Es ist schwer abzuschätzen, ob der Frost Schäden verursacht hat. Wir haben unsere Pflanzen mit Vlies abgedeckt und ich befürchte im Moment keine größeren Einbußen.“ Aber eine definitive Aussage dazu könne auch er erst in den nächsten Wochen machen.

Ganz anders sieht es da bei Obstbauer Klaus Hahne aus Gleidingen aus. „Die niedrigen Temperaturen und der starke Ostwind haben 80 Prozent der Aprikosenknospen irreversibel zerstört“, sagt er. Die Pfirsiche seien etwas stabiler, da hoffe er noch auf eine normale Ernte. Himbeeren und Brombeeren würden im Moment von Vliesabdeckungen geschützt. „Im nächsten Jahr wollen wir bei den Aprikosen ein Gerüst anbringen, um auch dort den Frost abzuhalten“, kündigt Hahne an.

Von Carolin Müller

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