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Laatzen Pako feiert 20-jähriges Bestehen
Aus der Region Region Hannover Laatzen Pako feiert 20-jähriges Bestehen
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00:17 08.11.2018
Bürgermeister Claus Schacht dankt dem Partnerschaftskomitee bei der Feierstunde im Rathaus fürs Engagement. Quelle: Daniel Junker
Hemmingen-Westerfeld

Sportler und Feuerwehrleute aus Yvetot standen sich plötzlich auf dem Hemminger Sportplatz gegenüber: Keiner wusste von dem Besuch des Anderen. Diese Zeiten sind vorbei, denn das Partnerschaftskomitee (Pako) Hemmingen koordiniert und fördert den Austausch mit den Partnerstädten. Am Wochenende hat es sein 20-jähriges Bestehen im Foyer des Rathauses in Hemmingen-Westerfeld gefeiert – ein Einsatz auch für die Völkerverständigung.

„Wenn eine solche Interessengemeinschaft wie Pako 20 Jahre lang besteht, zeugt das von der Langlebigkeit und Nachhaltigkeit unserer Idee, ein länderübergreifende Verbindung zwischen unseren Partnerstädten in Frankreich, Schottland und Polen zu schaffen“, sagte die Vorsitzende Susanne Zimmermann.

Bürgermeister Claus Schacht erinnerte an die Bedenken, die es vor der Gründung des Bürgerzusammenschlusses in der damaligen Gemeinde gab. „Einige Vereine waren bereits aktiv und wollten sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen“, sagte der Bürgermeister, der ein Jahr vor der Pako-Gründung in sein Amt gewählt wurde. Da die Kontakte fortan über Pako laufen sollten, sei befürchtet worden, dass sich die Gründung negativ auf das eigene Handeln der Vereine auswirken könnte. Diese Befürchtungen hätten sich allerdings kaum bestätigt. Im Gegenteil: Die Interessengemeinschaft habe die Zusammenarbeit bündeln können.

Der Bürgermeister dankte den Mitglieder für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt und die über Jahre konstante Tätigkeit. „Pako hat eine extrem hohe Kontinuität.“ Schacht sprach von einer „sehr unspektakulären Nachfolgeregelung“ bei Wechseln der aktiven Mitglieder. „Sie haben das immer gut weitergetragen.“ Die Stadt benötige Beiträge des Pako, um die Partnerschaften auf Dauer aufrecht zu erhalten. Schacht machte aber auch deutlich, dass der Austausch mit den Partnerstädten insbesondere von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen weiter fortgesetzt werden müsse. „Jugendliche fahren heute eher nach Neuseeland als nach Murowana Goslina.“

Die Gründungsmitglieder Dietmar Berndt und Margot Henning blickten in ihrer Rede auf die Geschichte der Interessengemeinschaft zurück, die am 12. Oktober 1998 von 18 Bürgern gegründet wurde. Ziel des Zusammenschlusses sei es gewesen, die Aktivitäten und den Kontakt zu den Partnerstädten unter einem Dach zu bündeln. Zwar existierten die Verbindungen zu Yvetot in Frankreich sowie zum Clydesdale District in Schottland schon länger, „hinsichtlich des Austauschs gab es unter den Vereinen aber kaum Absprachen“, machte Berndt deutlich. Er erinnerte an eine Begebenheit, als sich Sportler und Mitglieder der Feuerwehr aus Yvetot plötzlich auf dem Hemminger Sportplatz gegenüberstanden – und nichts von der Fahrt der anderen wussten. Andere Vereine hätten hingegen nicht gewusst, wen sie ansprechen sollen, wenn nicht schon ein Kontakt bestand. „Da wurden Defizite festgestellt.“ Diese Defizite sollten mit der Gründung des Pako gelöst werden.

Die Höhepunkte der Arbeitkonnten die Besucher den Schautafeln mit Zeitungsartikeln aus den vergangenen 20 Jahren entnehmen. Berndt und Heninng erinnerten an die schönen Begebenheiten, die sich aus den Verbindungen zu den Partnerstädten ergeben hätten. So hätten Vertreter vom Clydesdale District zum Beispiel jahrelang gestrickte Schals an das erste im Jahr geborene Hemminger Kind überreicht. Im Jahr 2002 wurde diese Tradition durch die Übergabe eines Quaich – das ist ein metallener Freundschaftsbecher – abgelöst, allerdings nur kurzfristig. „Henry Schirmer erhielt den ersten und einzigen Freundschaftsbecher“, sagte Berndt.

Dass er als Baby den einzigen Quaich erhalten hatte, war auch für Schirmer eine Überraschung. „Ich wusste das gar nicht“, sagte der 16-Jährige, der am Sonnabend bei dem Empfang dabei war. Schirmer bewahre den Becher immer noch zusammen mit dem dazu erschienen Zeitungsartikel auf. Er sieht das Geschenk als Anreiz, vielleicht einmal nach Schottland zu reisen. „Ich war noch nie dort, aber einige Schulkollegen haben mir erzählt, dass Schottland sehr schön ist.“

Von Daniel Junker

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