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Laatzen Doppeldorf will bienenfreundlicher werden
Aus der Region Region Hannover Laatzen Doppeldorf will bienenfreundlicher werden
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17:03 04.02.2019
Die stillgelegte Kinderspielplatz am Michaelisweg könnte als kleine sogenannte Bienenweide eingerichtet und mit Schaukasten und Infotafeln zum Bienenschutz genutzt sowie vom benachbarten Kindergarten mit gepflegt werden. Quelle: Astrid Köhler (Archiv)
Ingeln-Oesselse

Das Doppeldorf Ingeln-Oesselse will bienenfreundlicher werden. Im Zuge der jüngsten Ortsratsdiskussion, an der auch ein Imker teilnahm und in der unter anderem die Umgestaltung des stillgelegten Kinderspielplatzes am Michaelisweg zur sogenannten Bienenweide diskutiert wurde, sind weitere Ideen und eine mögliche Wettbewerbsteilnahme bekannt geworden.

Als Landwirt sei er immer wieder aufgefordert, die Themen Insektensterben und Bienenschutz zu beachten, hatte Ortsbürgermeister Heinrich Hennies jüngst in der Sitzung betont. Zugleich gebe es ein großes öffentliches Interesse und viel Zuspruch für das Vorhaben, geeignete Flächen im Dorf für Bienen herzurichten. Neben dem bereits näher ins Auge gefassten früheren Spielplatz könnten dies Flächen an der St.-Nicolai-Kirche, am Dorfbrunnenplatz, am Friedhof sowie in Privatgärten und weitere Flächen sein, sagte Hennies.

Der Vertreter der Grünen, Thilo Böhm, hatte außerdem die städtische Streuobstwiese an der Ingelner Stiftstraße als Standort vorgeschlagen, um Wildblumen auszusäen. Zuletzt hätten auf der städtischen Fläche nur viele Brennesseln gestanden. „Wir sind noch bei der Platzfindung“, betonte Hennies. Konkrete Gestaltungspläne gibt es derzeit nur für den früheren Spielplatz am Michaelisweg. Für die Anlage einer Wildblumenwiesen hat die Stadt Geld in Höhe von 850 Euro eingeplant. Als Aussattermin nannte der Vertreter der Stadt, Baufachbereichsleiter Jürgen Pagels, im Ortsrat den Zeitraum „April bis Mitte Mai“.

Der alte Spielplatz am Michaelisweg allein sei viel zu klein und könne nicht die Vielfalt bieten, die ein Volk benötige, machte der örtliche Hobby-Imker Andreas Schäfer deutlich. Gleichwohl sei es ein Anfang und die Fläche – grob geschätzt 300 Quadratmetern – gut geeignet, um Wildblumen auszusäen, Sträucher anzupflanzen und allgemein Interesse an Bienen zu wecken. Neben den besseren Lebensbedingungen für Insekten ist dem Hobbyimker, der seit mehren Jahren das Bienenprojekt am Erich-Kästner-Schulzentrum betreut, die Aufklärung wichtig. Er könne sich vorstellen, Informationen und einen Schaukasten aufzustellen und mit einer Bienenkönigin samt Gefolge zu bestücken. Anders als bei großen Völkern, die rund 70.000 Bienen zählen, wären dies nur 3000 bis 5000 Tiere. Von den Bienen, das betonte Schäfer in der Sitzung, ginge keinesfalls einen Gefahr aus, sodass auch der benachbarte DRK-Kindergarten in die Pflege und Schulung mit einbezogen werden könnte.

Die Leiterin der DRK-Kita Heike Holstein zeigte sich spontan angetan von dem Vorschlag: „Das finde ich total gut und wollen wir unterstützten, zum Beispiel mit unseren ,Schulis’.“ Die anfängliche Sorge, dass Kinder gefährden sein könnten, habe sie nicht mehr. Sie wisse inzwischen, dass Bienen im Gegensatz zu Wespen harmlos sind. Wie genau das Projekt gestaltet wird und wer sich dabei noch wie einbringt, ist noch zu klären.

Ortsbürgermeister regt Wettbewerbsteilnahme an

Um die Kosten für die Pflege dieser und weiterer festzulegender Flächen in Ingeln-Oesselse gering zu halten, werben Stadtvertreter und Ortsbürgermeister allgemein für die Übernahme privater Patenschaften. Hennies wirbt darüber hinaus noch für die Teilnahme an dem von einer landwirtschaftlichen Fachzeitschrift ausgelobten Preis-Wettbewerb „Insektenfreund“, für den sich neben Bauern auch Kommunen bis Ende März mit bienenfreundlichen Maßnahmen bewerben können. Noch in dieser Woche wolle er darüber mit der Stadtverwaltung spreche, so Hennies: Vielleicht werde Ingeln-Oesselse ja als bienenfreundlichste Kommune ausgezeichnet.

Von Astrid Köhler

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