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Laatzen Stadt will nur eine der 3 neuen Kitas selbst betreiben
Aus der Region Region Hannover Laatzen Stadt will nur eine der 3 neuen Kitas selbst betreiben
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00:38 14.06.2018
Würzburger Straße: Die auf dem Abenteuerspielplatz geplante neue Kita mit dem Schwerpunktprofil „Sprache und Bewegung“ will die Stadt selbst betreiben. Quelle: Astrid Köhler
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Laatzen

Rund 1300 Kindergartenkinder besuchen derzeit eine von 19 Betreuungseinrichtung in Laatzen, wobei die Stadt die meisten von ihnen – genau: zwölf – selbst betreibt. Im Zuge des geplanten Neubaus dreier Kindertagesstätten (Kita) in Laatzen-Mitte und Gleidingen soll nun wie seit längerem von verschiedenen Seiten gewünscht der Anteil von Einrichtungen in freier Trägerschaft erhöht werden. Sowohl die künftige Kita im Gleidinger Neubaugebiet Am Erdbeerhof wie auch der am Kiefernweg vorgesehene Neubau wird vermutlich noch dieses Jahr in einem Auswahlverfahren an Freie Träger vergeben. Lediglich die auf dem Abenteuerspielplatz an der Würzburger Straße entstehende Kita will die Stadt mit dem pädagogischen Profil „Sprache und Bewegung“ selbst betreiben. So sieht es ein Vorschlag der Verwaltung vor, über den in dieser Woche Fachausschuss und Rat abstimmen.

Die zweite Kita in Gleidingen – die bestehende an der Schützenstraße ist in städtischer Trägerschaft –soll mit dem Schwerpunkt „Ästhetische Bildung“ betrieben werden, heißt es weiter in dem vom Fachbereichsleiter Soziales, Thomas Schrader, erläuterten Beschlussvorschlag. In der bis Anfang 2020 im Neubaugebiet zwischen Gleidingen und Rethen fertigzustellenden Einrichtung für bis zu 90 Jungen und Mädchen, darunter 15 Krippenkinder, sollte es verstärkt Angebote im musisch-kreativen Bereich für Tanz, Theater, Handwerkliches und Kreatives geben.

Westlich der Bundesstraße 6 und am Ortsrand von Gleidingen (hinten im Bild) sollen das Neubaugebiet Am Erdbeerhof und bis Anfang 2020 eine neue Kita in freier Trägeschaft entstehen. Quelle: Dorndorf (Archiv)

Die am Kiefernweg auf dem Beach-Volleyballfeld der Albert-Einstein-Schule (AES) geplante neue Einrichtung mit zwei Krippen-, zwei Kindergarten- und einer Hortgruppe (insgesamt 100 Kinder) wiederum soll laut Verwaltung das Profil Forscher-Kita erhalten – „bei Bedarf mit zusätzlichem Schwerpunkt Sprache“. Angepeilter Termin für die Fertigstellung und Inbetriebnahme dort ist im Dezember 2019.

Auf dem Beach-Volleyballfeld der AES bis Ende 2019 eine Kita entstehen, die von einem Freien Träger betrieben wird. Quelle: Astrid Köhler

Dem Beschlussvorschlag lägen sowohl grundsätzliche Überlegungen zur inhaltliche Ausrichtung der künftigen Kitas wie auch standortbezogene Kriterien zugrunde, betonte der Fachbereichsleiter in seinem Schreiben an die Gremien. Zusätzlich zur Betrachtung der bereits vorhandenen Schwerpunkte seien auch die Leiter der bestehenden Einrichtungen mit einbezogen worden.

Für die als kommunale Kita vorgesehene Einrichtung auf dem Abenteuerspielplatz an der Würzburger Straße schlägt die Verwaltung den Schwerpunkt Sprache und Bewegung vor. „Da in Laatzen-Mitte viele Kinder erst mit Eintritt in die Kita Deutsch als Zweitsprache erlernen, steht dieser Bereich klar im Fokus des pädagogischen Handelns“, betonte Schrader. Da sich Spracherwerb wiederum gut mit Bewegungsangeboten kombinieren lasse, biete sich das Profil umso mehr an.

„Die Schwerpunkten dient der Profilbildung der Kitas und bieten Eltern Orientierung“, so Schrader weiter, der betonte, dass es lediglich um die Intensivierung bestimmter Arbeitsbereichen gehe, der Bildungsauftrag ansonsten gleichermaßen für alle Kitas gelte und auch gesetzlich geregelte sei.

Trägerauswahl und Zeitplan

Ebenfalls wie vom Rat gewünscht Gedanken gemacht hat sich die Verwaltung zur Art der Trägerauswahl und dem Zeitplan. So hat sie eine sieben Kategorien umfassende Bewertungsmatrix erarbeitet, in der Bewerber jeweils bis zu fünf Punkte erhalten können: vom pädagogischen Konzept und Querschnittsaufgaben wie Inklusion und Sprachbildung über „Sozialraumorientierung“ bis zur Qualitätssicherung und dem Finanzplan.

Im Zuge der Berichterstattung über die geplanten neuen Kitas hätten sich bereits erste Interessenten bei der Stadt gemeldet, erklärte Schrader. Die entsprechende Beschlüsse vorausgesetzt, sollen die nötigen Unterlagen bis Ende Juni auf der Homepage der Stadt Laatzen sowie auf der Auschreibungsplattform www.dtvp.de veröffentlicht werden. Als Bewerbungsschluss peilt die Verwaltung den 24. Juli an, um rechtzeitig eine Vorauswahl auf Basis der Bewertungsmatrix zu treffen. Die jeweils punktbesten Bewerber sollen ihr Konzept dann bei den ab September geplanten gemeinsamen Sitzungen des Fachausschusses mit den jeweiligen Ortsräten in Gleidingen und Laatzen vorstellen.

Zwei Gremiensitzungen in dieser Woche

Der Kinder- und Jugendhilfeausschuss beschäftigt sich am Dienstag, 12. Juni, mit der künftigen Trägerschaft der drei neue Kindertagesstätten in Laatzen-Mitte und Gleidingen. Die gemeinsame Sitzung mit dem Ortsrat laatzen beginnt um 18 Uhr im Forum der Grundschule Pestalozzistraße. Der Rat der Stadt wiederum stimmt dann am Donnerstag, 14. Juni, über den Beschlussvorschlag der Verwaltung und mögliche Änderungswünsche seitens des Fachausschusses zu dem Thema ab. Die Ratsitzung im AES-Forum, Wülferorder Straße 46, beginnt ebenfalls um 18 Uhr.

Von Astrid Köhler

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