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Laatzen In Ingeln-Oesselse entstehen drei „Bienenweiden“
Aus der Region Region Hannover Laatzen In Ingeln-Oesselse entstehen drei „Bienenweiden“
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11:24 15.03.2019
Die etwa 350 Quadratmeter große frühere Spielplatzfläche am Michaelisweg soll in diesem Jahr als sogenannte Bienenweide umgestaltet werden. Im Ort werden außerdem noch auf zwei weiteren Flächen insektenfreundliche Blumensamen ausgebracht: westlich des Friedhofs und nördlich der Steuobstwiese am Höhnebach in Ingeln. Quelle: Astrid Köhler (Archiv)
Ingeln-Oesselse

Maßnahmen gegen das Bienen- und Insektensterben werden vielerorts gefordert, doch in Ingeln-Oesselse folgen den Worten jetzt auch Taten. Im Auftrag des Ortsrates haben Ortsbürgermeister Heinrich Hennies und Vertretern der Stadtverwaltung dort drei Flächen mit einer Gesamtfläche von rund 2500 Quadratmetern ausgewählt, auf denen Mitte April für Insekten geeignete Blumen- und Kräutersamen ausgebracht werden sollen. Darüber hinaus werden Bürger gesucht, die die vom Ortsrat ausgehende Initiative „Ingeln-Oesselse wird bienenfreundlicher“ unterstützen. Für Dienstagabend, 19. März, laden Ortsbürgermeister Hennies sowie der Hobbyimker Andreas Schäfer zu einem Informationsabend ein.

Der Hobbyimker Andreas Schäfer - hier bei der Ortsratssitzung Ende Januar - unterstützt das Projekt "Bienenfreundliches Ingeln-Oesslelse" und ist bei dem Infoabend am Dienstag, 19. März, mit dabei um Fragen zu beantworten. Quelle: Astrid Köhler

Schon nach der jüngsten Ankündigung im Ortsrat, die ehemalige Spielplatzfläche am Michaelisweg bienenfreundlich gestalten, Schaukästen aufstellen und Projekte mit der benachbarten DRK-Kita initiieren zu wollen habe es viele positive Rückmeldungen gegeben, berichtet Hennies. Zusätzlich zu dem 350 Quadratmeter großen Rasenstück sollen nun noch zwei weitere, größere Bereiche bearbeitet und geeignetes Saatgut ausgebracht werden: auf einer landwirtschaftlichen Fläche westlich des Friedhofs (rund 1200 Quadratmeter) sowie nördlich der Streuobstwiese am Ingelner Höhnebach (etwa 1000 Quadratmeter).

Die beiden städtischen Flächen würden von einem Dienstleister der Stadt vorbereitet, den privaten, schmalen Ackerstreifen am Friedhof hingegen bearbeite er selbst, sagte der Ortsbürgermeister und Landwirt Hennies: „Das werden wir etwa acht Tage vor Ostern tun“. Das mit Laatzener Haushaltsmitteln beschaffte Saatgut reiche für 10.000 Quadratmeter und werde nur auf den städtischen Flächen ausgebracht, betont Hennies. Die insektenfreundlichen Kräuter- und Blumensamen für seine Ackerfläche beschaffe die Familie Hennies auf eigene Kosten.

Die Arbeit ist damit aber noch längst nicht getan. Damit die drei Bienenweiden wie gewünscht gedeihen können, werden noch Freiwillige im Ort gesucht. Bei längerer Trockenheit könnten diese Beispielsweise bei der –mechanisch unterstützten – Bewässerung helfen, so Hennies. „Man muss wissen, dass dieses Projekt immer jährlich bewertet wird und im nächsten Jahr Veränderungen möglich sind.“ Nichts sei also ,in Stein gemeißelt’, vielmehr gehe es darum, überhaupt anzufangen und etwas gegen das Bienen- und Insektensterben zu tun.

Imker: „Haselnuss sollte jeder im Garten haben“

Gerade auch die Bürger könnten ihren Beitrag dazu leisten und ihren eigenen Grundstücke insektenfreundlicher gestalten. „Einen Haselnussstrauch sollte eigentlich jeder im Garten haben“, sagt der Hobbyimker Schäfer, der unter anderem die Bienen AG im Erich-Kästner-Schulzentrum betreut. Der Frühblüher sei ein wichtiger Pollen und Eiweißlieferant für die Bienen, die nach dem Winter ihre Brut aufziehen und das Volk aufbauen. Ebenso gut werde die auch Bienenbaum genannte Duftesche von Bienen angeflogen. Darüber hinaus gehören Obstbäume, Löwenzahn, Felsenbirnen, Heide, Korn- und Ringelblumen, Klatschmohn sowie Kräuter zu den bienenfreundlichen Pflanzen.

Beim Infoabend am Dienstag ab 19 Uhr im Restaurant Alt-Oesselse an der Dorfbrunnenstraße 5 soll zunächst ein 10-Minuten-Film des Deutschen Imkerbundes gezeigt werden: „Stadtwildnis – Zeit dass uns was blüht. Danach wollen der Ortsbürgermeister und der Hobbyimker die ausgewählten Flächen und die dort aufzubringen Saatmischung vorstellen sowie alle weiteren Fragen zu Bienen und dem Projekt klären. „Wir hoffen auf ein großes Interesse“, so Hennies.

Von Astrid Köhler

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