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Laatzen Retter ohne Chefallüren: VHS verabschiedet Gerold Brockmann
Aus der Region Region Hannover Laatzen Retter ohne Chefallüren: VHS verabschiedet Gerold Brockmann
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00:23 01.05.2018
Gerold Brockmann (von links) erklimmt symbolisch die Karriereleiter - humorvoll kommentiert von Rainer Wesemann und Bettina Heller. Quelle: Dorndorf
Laatzen

 Dieser Abschied geht vielen ans Herz: Gerold Brockmann, seit fast 31 Jahren Mitarbeiter und zuletzt Geschäftsführer der Leine-Volkshochschule, wechselt in den Ruhestand. Am Freitag feierte der 65-Jährige mit mehr als 60 Kollegen, Vertretern anderer Volkshochschulen, der Trägerkommunen und Partner der VHS, seinen Abschied. Es war beileibe kein gewöhnlicher.

Denn ob es die Leine-VHS ohne Gerold Brockmann heute noch geben würde, ist ungewiss, darauf wiesen fast alle Festredner hin. Als er am 1. Januar 2012 die Leitung der Einrichtung übernahm, war deren Insolvenz gerade erst abgewendet worden. Zuvor hatte sich Brockmann als Betriebsratsvorsitzender mit dem damaligen Geschäftsführer auseinandergesetzt und bei Politikern Alarm geschlagen, um auf bedrohliche Finanzlage und das fehlende Controlling hinzuweisen. „Der Betriebsrat war ein wirksames Kontrollorgan, während der Aufsichtsrat die Aufgabe damals nicht wahrgenommen hat“, erinnerte der heutige Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Immelmann an die Zustände 2010 und 2011. Als Geschäftsführer sei Brockmann dann jemand geblieben, „bei dem man gut und gerne arbeiten kann“: immer kollegial und „ohne Chefallüren“. „Dafür danke ich Dir.“

„Ein Berufsleben für die Erwachsenenbildung“ – so überschrieb Laatzens Bürgermeister und VHS-Aufsichtsratschef Jürgen Köhne seine Würdigung Brockmann, der eine Entwicklung „vom Retter zum Gestalter des Unternehmens“ genommen habe. Brockmann habe sich als „stets verlässlicher, ruhiger und besonnener Gesprächspartner, der seine Ziele nie aus den Augen verliert“ erwiesen.

Der neue VHS-Geschäftsführer Jürgen Beckstette sprach von „großen Fußstapfen“, die Brockmann hinterlasse – dies sei einer der ersten Eindrücke gewesen, die er in den ersten Wochen gewonnen habe. Brockmann habe nicht nur den ungewöhnlichen Übergang vom Betriebsratsvorsitzenden zum Geschäftsführer vollzogen, sondern sei „in der Lage gewesen, das Vertrauen der Belegschaft und der Gesellschafter zu erreichen“. Die VHS wird von den Städten Laatzen, Hemmingen und Pattensen gemeinsam getragen.

Nun nimmt Brockmann seinen Hut – oder in diesem speziellen Fall seine Malermütze, die ihm seine Kollegen aufsetzten und seinen Werdegang anhand einer symbolischen Karriereleiter nachzeichneten:  Angefangen hatte der der studierte Deutsch- und Politiklehrer Brockmann im Juni 1987 als ABM-Kraft für das sogenannte Sperrmüllprojekt in Laatzen. Brockmann galt als idealer Bewerber – brachte er doch nicht nur ein pädagogisches Studium, sondern auch eine Ausbildung als Malergeselle mit. Ingesamt 26 (!) befristete Verträge habe Brockmann in seiner Zeit bei der VHS erhalten. In dieser Zeit stieg er zum Leiter des Zentrums für Arbeit und Qualifizierung (ZAQ) und später dann zum Geschäftsführer auf. 

Zuletzt bemühte sich Brockmann intensiv um neue Räume für das ZAQ und das Sozialkaufhaus – und hat womöglich Erfolg: Der 65-Jährige deutete an, dass ein Ersatz für die zum Jahresende gekündigten Räume an der Karlsruher Straße in Aussicht sei. Laut Beckstette werde der Aufsichtsrat im Mai darüber entscheiden, ob die neuen Räume angemietet werden können. Eine Entwicklung, die für Köhne einmal mehr für Brockmann spricht: „Er hat sich dem Thema nicht durch Pensionierung entzogen, sondern bis zum letzten Tag nach einer Lösung gesucht.“

Von Johannes Dorndorf

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