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Laatzen Wasser für Klinik läuft noch durch Schlauch
Aus der Region Region Hannover Laatzen Wasser für Klinik läuft noch durch Schlauch
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00:15 02.11.2018
Provisorische Wasserversorgung: Mehr als vier Wochen nach dem Bruch in der Hauptleitung nahe dem Wasserwerk ist das Regionsklinikum Agnes Karll noch über Schläuche entlang dem Fußweg der Hildesheim Straße mit dem Wassernetz verbunden. Quelle: Astrid Köhler
Grasdorf

Der Rohrbruch am letzten Donnerstag im September nahe dem Wasserwerk hat maßgeblich eine Adresse getroffen: das Klinikum Agnes Karll. Erst in jener Nacht wurde offenbar bekannt, dass das Regionskrankenhaus (RKH) nicht in Gänze über einen für derartige Notfälle erforderlichen alternativen Anschluss an das Trinkwassernetz verfügt. Seit nunmehr viereinhalb Wochen wird der Neubau mit einer 150 Meter langen, oberirdischen Schlauchleitung entlang dem Gehweg der Hildesheimer Straße provisorisch mit Wasser versorgt.

Während es für Außenstehende seltsam anmuten mag, dass eine sensible Einrichtung wie ein Krankenhaus über eine für Jedermann zugänglich Schlauchleitung mit Wasser versorgt wird, sehen die Verantwortlichen keinen Grund zur Besorgnis.

Mit der provisorischen Versorgungsleitung sei die KRH-Anforderungen an die Wasserversorgung erfüllt worden, so KRH-Sprecher Bernhard Koch: „Wir stehen regelmäßig in Kontakt mit den Wasserversorgern unserer Standorte, um für mögliche Notfälle gerüstet zu sein.“ Konkret nach Konsequenzen aus dem Rohrbruch und der Situation in Grasdorf gefragt sagte er: Der Fall werde ernst genommen und nachbesprochen. Das Klinikum stehe im Kontakt mit dem Versorger. Konkrete Maßnahmen seien laut Koch derzeit aber nicht geplant: „Die Tatsache, dass wir den Betrieb seit dem Rohrbruch sicherstellen können, spricht dafür, dass die Leitung ausreichend dimensioniert ist und das Provisorium seinen Zweck erfüllt.“

Auch die Region, deren Gesundheitsamt für die Überwachung der Trinkwasserqualität zuständig ist, sieht keinen besonderen Handlungsbedarf. „Grundsätzlich gibt es keine Einwände gegen (temporäre) oberirdische Trinkwasserleitungen, wenn diese wie hier den technischen Regeln entsprechend ausgeführt sind“, sagt Regionssprecherin Sonja Wendt, die weiter erklärt: „Das Ende der notwendigen Reparaturmaßnahmen sowie die Ergebnisse der abschließenden Qualitätskontrolle des Trinkwassers stehen unmittelbar bevor.“

Der Rohrbruch am Abend des 27. September verlief auch deshalb so glimpflich, weil er sich gegen 21.15 Uhr und damit außerhalb von geplanten sowie auch von sonstigen Operationen und ärztlichen Eingriffen ereignete. Die anschließende Reparatur dauert länger als zunächst angenommen.

Arbeiten dauern länger

Zwar hat der Wasserversorger Enercity den Ende September auf einer Länge von etwa vier Metern geborstenen Abschnitt der Graugussleitung zügig ausgetauscht. Was jedoch Zeit kostete, war und ist die Reinigung und Desinfektion der Strecke.Bei derartigen Baumaßnahme komme auch immer Dreck in die Leitung, so Enercity-Sprecher Carlo Kallen. Erst wenn dieser restlos ausgespült sei und die regelmäßig entnommenen Proben im Labor die für Trinkwasser und das Krankenhaus erforderlichen Werte erreichten, könne die Leitung frei gegeben werden. Dies kann mehrere Tage – oder auch länger als eine Woche – dauern.  Das Problem in Grasdorf: Erst Mitte Oktober, nach dem Austausch des defekten Rohrabschnittes und der erfolgreichen Spülung stellte sich heraus, dass sich die alten Schieber nicht mehr öffnen ließen. So waren zwei weitere Baumaßnahmen erforderlich – und der Reinigungsvorgang begann von Neuem.

Nach Informationen von KRH-Sprecher Bernhard Koch soll die finale Spülung der Leitung kurz vor dem Abschluss stehen. Geplant sei, dass der Wechsel zurück auf die reguläre, unterirdische Trinkwasserversorgung zum 30. Oktober erfolgen könne.

Von Astrid Köhler

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