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Laatzen Wildunfälle sind keine Seltenheit
Aus der Region Region Hannover Laatzen Wildunfälle sind keine Seltenheit
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15:41 08.02.2019
Auf der Suche nach Nahrung nähert sich das Wild auch bebauten Flächen. Quelle: Torsten Lippelt
Pattensen/Laatzen/Hemmingen

Dass Autofahrer in Unfälle mit Reh oder Wildschwein verwickelt sind, ist im Bereich von Pattensen, Laatzen und Hemmingen keine Seltenheit. Nicht in allen Polizeidienststellen werden Wildunfälle gesonders erfasst, kleinere Unfälle werden offenbar auch häufig gar nicht gemeldet. Es gilt aber, gerade in der Nähe von Acker- und Waldflächen, auf plötzlich auftauchende Wildtiere gefasst zu sein.

Wer im Winter unterwegs ist, bemerkt es durch die abgeernteten Felder und zumeist laublosen Bäume und Sträucher schneller als zu anderen Jahreszeiten: Da stehen Rehe auf dem Acker, da läuft ein Hase, – und da ist ein Fuchs. Auch in der kalten Jahreszeit heißt es aufmerksam zu sein, wenn man mit einem Fahrzeug auf Landes- und Bundesstraßen in der Natur unterwegs ist.

Im gesamten Bereich der Polizeiinspektion (PI) Hannover-Süd, zu der auch das Laatzener Stadtgebiet gehört, gab es vom 28. Januar 2015 bis zum 9. Oktober 2016 insgesamt 35 polizeilich erfasste Wildunfälle – wahrscheinlich waren es mehr, weil kleinere Unfälle oft nicht gemeldet werden.

„2017 sind keine Verkehrsunfälle verzeichnet, da ab diesem Jahr nur die qualifiziert aufgenommenen Verkehrsunfälle polizeilich erfasst wurden“, erläutert auf Anfrage Hans-Peter Schütte, Verkehrssicherheitsberater vom Polizei-Präventionsteam der PI Süd. Eine Auswertung der im vereinfachten Verfahren aufgenommenen Verkehrsunfälle mit Wild könne deshalb nicht erhoben werden. „Die Zahlen für 2018 stehen voraussichtlich ab April 2019 zur Verfügung“, sagte Schütte.

Wildunfälle – im Bild ein toter Dachs – sind im Leinetal keine Seltenheit. Quelle: Torsten Lippelt

Konkreter ist da Laatzens stellvertretender Ortsbürgermeister Siegfried-Karl Guder. „2018 habe ich in Laatzen fünf Verkehrsunfälle mit Wildschweinen gezählt, zwei mit Rehen und einen mit einem Fuchs“, sagt Guder, der auch als Feld- und Forsthüter aktiv ist.

Der Laatzener Naturfreund Hans-Heinrich Pyka zählt vor allem die Hemminger Brückstraße und die so genannte Wilkenburger Spinne zu den Tierunfall-Schwerpunkten, mit zuletzt acht Rehen und zwei Wildschweinen. „Entweder die Tiere sind im Juli/August in der Brunft abgelenkt von den Gefahren des Straßenverkehrs oder werden oft leider von frei laufenden Hunden von Spaziergängern aufgeschreckt und rennen vor das Auto“, beobachtet Pyka.

„Bei uns werden jährlich wohl drei bis vier Rehe angefahren“, ergänzt der Koldinger Landwirt und Ortsbrandmeister Hans-Heinrich Schnehage die Liste örtlicher Wildunfälle. Den letzten größeren Unfall gab es im Januar, als ein Wildschwein nahe der Leinebrücke in Koldingen beim Überqueren der Bundesstraße 443 mit einem Auto zusammenstieß und dann aber in den Büschen verschwand.

Von Torsten Lippelt

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