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Laatzen Stadt ahndet Fehlnutzung mit bis zu 5000 Euro
Aus der Region Region Hannover Laatzen Stadt ahndet Fehlnutzung mit bis zu 5000 Euro
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00:18 01.07.2018
Wer sich auf Spielplätzen wie dem an der Stückenfeldstraße daneben benimmt, muss künftig bis zu 5000 Euro Bußgeld zahlen. Quelle: Zerm
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Laatzen

Der Zustand mancher Laatzener Spielplätze lässt immer wieder zu wünschen übrig: Regelmäßig müssen die Mitarbeiter der Stadt Flächen von Unrat und umherliegenden Glasscherben reinigen – und auch die Fehlnutzung durch Heranwachsende nervt manche Anwohner. Die Stadt will jetzt mit einer Spielplatzsatzung Abhilfe schaffen.

Der jetzt vom Rat der Stadt beschlossene Fassung sieht unter anderem einen Verbotskatalog mit acht Punkten vor. Untersagt sind demnach unter anderem die Verunreinigung der Anlagen durch Müll außerhalb der Papierkörbe sowie Alkohol und Rauchen. Hunde und andere Tiere dürfen auf Spielplätzen nicht mitgeführt werden – mit Ausnahme von Therapiehunden und Begleithunden für Blinde. Der Katalog sieht sogar einige Punkte vor, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, es aber offenbar nicht sind: So sind Waffen, gefährliche Gegenstände und gesundheitsschädliche Stoffe genauso untersagt wie Drogen und das Zerstören oder Beschädigen der Spielgeräte. Auch offene Feuer, Grillen und Motorradfahren finden sich auf der Liste, Fahrräder sind lediglich auf speziell ausgewiesenen Bike-Anlagen erlaubt.

Auf die geltenden Regeln weisen bislang nur Schilder an den öffentlichen Spielplätzen hin. Ein erweiterter Verbotskatalog ist jetzt per Satzung beschlossen worden. Quelle: Zerm

Auch der Benutzerkreis ist festgelegt: So dürfen sich nur Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Aufsichtspersonen auf Spielplätzen aufhalten. Ausgenommen sind Bolzplätze, Ballspielanlagen, Skateranlagen und Mehrgenerationenaktivplätze, die auch von Älteren genutzt werden dürfen. Erlaubt ist das Spielen auf den Anlagen täglich von 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit, spätestens aber bis 20 Uhr, auf Bolzplätzen bis 22 Uhr.

Die Regeln sind größtenteils nicht neu, wurden aber bisher nur auf Schildern am Eingang der Spielflächen bekannt gemacht. Mit der formalen Satzung wollen Stadtverwaltung und Polizei mehr Möglichkeiten haben, ungebetene Besuche und Fehlverhalten auf den Spielplätzen unterbinden zu können. „Die Fehlnutzungen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Ohne eine Satzung sind zum Beispiel Ahndungen von Ordnungswidrigkeiten schwer möglich“, heißt es in einer Verwaltungsdrucksache zu dem Antrag, der jetzt den Rat passiert hat. Die Satzung, die am 1. Juli in Kraft treten soll, sieht Geldbußen von bis zu 5000 Euro vor.

Die Ratsgremien hatten mehr als ein Jahr lang über die neuen Spielplatzregeln beraten. Kritisiert worden war unter anderem die kleinteilige Auflistung von Verboten in der Ursprungsfassung und eine zu enge Einschränkung des Nutzerkreises: Anfangs waren beispielsweise Skateranlagen nur für Minderjährige offen. Die Satzung wurde daraufhin zumindest leicht gestrafft und die Altersbeschränkung für Ballspielanlagen und Skaterplätze aufgehoben.

Die Stadt Laatzen ist nicht die einzige Kommune, die eine eigene Satzung für ihre Spielplätze beschließt. Vorbilder sind die Regelungen in Hannover, Garbsen, Seelze und Barsinghausen.

Von Johannes Dorndorf

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