Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Laatzen Umkleiden sind fertig – und fast doppelt so teuer
Aus der Region Region Hannover Laatzen Umkleiden sind fertig – und fast doppelt so teuer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 29.06.2018
Eröffnungsfeier am Sportpark Rethen: Nach jahrelanger Diskussion über eine Sanierung der bestehenden Räume oder einen Nebau sowie nach etwa elfmonatiger Bauzeit sind die Umkleide- und Sanitärräume fertig. Die Baukosten jedoch haben sich nach Angaben von Bürgermeister Jürgen Köhne wegen eines Fehlers bei der Kostenberechnung sowie verschiedenen Nachbesserungen fast verdoppelt. Quelle: Astrid Köhler
Anzeige
Rethen

Jahrelang wurde diskutiert und geplant – nun sind sie fertig: Die lang ersehnten neuen Umkleide- und Sanitärräume am Rethener Sportplatz sind am Dienstag eröffnet worden. Elf Monate nach dem symbolischen ersten Spatenstich hat Bürgermeister Jürgen Köhne im Beisein von Vertretern der Vereine, der Laatzener Politik sowie der Grundschule Rethen den daran befestigten neuen Namenszug „Sportpark Rethen“ enthüllt. Gedämpft wurde die Freude über die neuen Räume mit dem Bekanntwerden der neuesten Kostenschätzung. Mit 965.000 Euro ist der Bau fast doppelt so teuer wie noch vor einem Jahr angenommen.

Zu Baubeginn war noch davon ausgegangen worden, dass 560.000 Euro für die sechs Umkleideräume - fünf davon sind elf Quadratmeter und einer 20 Quadratmeter groß – sowie die Sanitäranlagen in dem rot-schwarz verklinkerten Massivbau reichen, auf dessen Dach eine Solaranlage zur Aufbereitung von Warmwasser installiert ist.

Drei Faktoren führen zur Kostensteigerung

Für die Kostensteigerung gibt es nach Angaben der Stadt drei Gründe: Zum einen sei das Ausschreibungsergebnis schlechter ausgefallen, da weniger Angebote eingingen und diese auch teurer waren als angenommen. Die Stadt hatte für ihre Berechnungen versehentlich einen veralteten Baukostenindex aus dem Jahr 2013 verwendet. Damit nicht genug, habe es noch Gesetzesänderungen bei den Energievorschriften für Neubauten gegeben, sodass teurere Geräte verbaut werden mussten. Beide Faktoren führten zu Mehrkosten von jeweils rund 150.000 Euro, teilte Stadtsprecher Matthias Brinkmann auf Nachfrage mit. Außerdem sei während der Planungsphase noch entschieden worden, eine Einbruchmeldeanlage zu installieren. Die Verbesserung der Gebäudeausstattung schlägt mit weiteren knapp 90.000 Euro zu Buche.

Er sei „not amused“ über die deutlich höheren Baukosten, sagte Köhne, der sich auch selbstkritisch gab: „Wir müssen sicherlich auch Selbstanalyse betreiben.“ Gleichwohl freute sich der Bürgermeister über den unfallfreien Bau und die nun pünktliche Eröffnung. „Der Neubau bietet dem Sportbetrieb bessere Rahmenbedingungen.“

Erleichterung, aber auch kritische Stimmen

Vertreter von Vereinen, Politik und Schule äußerten sich überwiegend positiv. „Ich bin glücklich, dass der Neubau fertig ist“, sagte Helga Büschking. Die Ortsbürgermeisterin hat seit 2004 die Diskussion über das Für und Wider einer Sanierung der alten Umkleiden im früheren Sporthotel Erbenholz sowie verschiedentliche Ideen für Neubauten miterlebt. Die TSV-Vorsitzende Hannelore Flebbe, die auch für die CDU im Rethener Ortsrat und Rat der Stadt sitzt, zeigte sich ebenfalls erleichtert. Mit Blick auf die Kostensteigerung sprach sie sich für eine Lockerung der ihrer Meinung „zu eng gefassten“ Bauvorschriften aus.

Die Vertreter des FC Rethen äußerten sich einerseits erleichtert über die neuen Räume, hatten aber auch kritische Anmerkungen. Die direkt vor dem Gebäude gepflanzte Berberitzenhecke sei äußerst ungünstig, da die Dornen schnell die neuen, mit PU-Material gefertigten Fußbälle beschädigen könnte. „Und ein Ball kostet 139 Euro“, sagt FC-Vorstand Martin Schulze. Die Hecke werde versetzt, hieß es daraufhin vonseiten der Stadt. Auch sollten zeitnah die noch fehlende Stiefelwaschanlage auf der Südseite des Gebäudes sowie Fahrradständer auf der Nordseite in Richtung Eingang installiert werden. Der FC selbst plant in Eigeninitiative noch den Bau eines etwa 50 Quadratmeter großen Versammlungsraumes als Ersatz für den voraussichtlich schon bald nicht mehr verfügbaren Jugendraum im Altbau.

Stadt will Räume im Altbau verkaufen

Ihre inzwischen mehr als 50 Jahre alten Umkleideräume im Untergeschoss des benachbarten Hotels will die Stadt nur noch bis Ende Juli offen halten und nutzen. Die Verwaltung verhandelt mit dem Eigentümer des Hotels über den Verkauf dieser restlichen Räume.

Das erste Mal im großen Stil genutzt werden die neuen Umkleide- und Sanitärräume am Wochenende 14. und 15. Juli. Dann erwarten die Rethener Petanque-Spieler 400 Sportler zum europaweiten „Lion-Rouge“-Turnier.

Von Astrid Köhler

Programm „Demokratie leben“: Oesselser Drittklässler treffen auf Senioren, erarbeiten gemeinsam die Geschichte ihres Ortes und schreiben einen eigenen Rap-Song. Dabei hilft ein Promi: Rapper Spax.

26.06.2018
Laatzen „Falscher Polizist“ in Gleidingen - Als Betrüger anruft, legt 82-Jährige einfach auf

Mit der Masche, sich am Telefon gegenüber Senioren als Polizisten auszugeben, haben Betrüger schon zigtausend Euro ergaunert. Bei einer Gleidingerin scheiterten sie nun aber. Die 82-Jährige legte auf.

26.06.2018

Der Kinder- und Jugendtreff ,Buchte’ musste im April dem Feuerwehrneubau weichen. Zum neuen Schuljahr richtet die Stadt einen „Offene Tür“-Treff im Schulaltbau ein – allerdings nur für bis 13-Jährige.

25.06.2018
Anzeige