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Laatzen Das TfN bietet mehrere letzte Vorstellungen an
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00:20 14.06.2018
Die letzte Vorstellung von "Ab in den Wald (Into the Woods)" ist am Freitag, 15. Juni, zu sehen Quelle: Jochen Quast
Hildesheim

Die aktuelle Spielzeit des Theaters für Niedersachen (TfN) neigt sich dem Ende entgegen. Kurz vor Beginn der Sommerpause sind in den nächsten Tagen deshalb gleich mehrere Stücke zum letzten Mal am Stadttheater in Hildesheim zu sehen.

„An in den Wald“: Ein Stelldichein der Märchenfiguren

Das Musical-Märchen Ab in den Wald (Into the Woods) ist am Freitag, 15. Juni, letztmals beim TfN zu sehen. Für das Stück haben der Komponist Stephen Sondheim sowie der Theaterregisseur James Lapine mehrere Märchen miteinander verschachtelt und zu einem neuen Werk zusammengefügt. Die Produktion ist ein Sammelsurium unterschiedlicher Quellen, die von den Autoren zu einer neuen Einheit zusammengefügt wurden. Sämtliche Figuren stammen aus Märchen, hauptsächlich aus denen der Brüder Grimm. Neben Rotkäppchen, Großmutter und Wolf spielen Aschenputtel mit Stief-Familie, Hans mit Mutter und Kuh, eine Hexe mit Rapunzel und eine rauchende Riesin mit ihrem Riesenmann in der Geschichte mit. Beginn der Märchen-Musical-Mixtur für Erwachsene ist um 19.30 Uhr im Großen Haus des Stadttheaters Hildesheim. Karten kosten 12 bis 36 Euro (ermäßigt ab 9 Euro).

Couchpotato „Erwin Kannes“ weckt Leidenschaft

Im Fantasieort Letterland spielt das deutsche Musical Erwin Kannes – Trost der Frauen, das auf klassischem Shakespeare-Stoff beruht. Die beiden Autoren Peter Lund und Thomas Zaufke haben diesen zu einem Stück mit komödiantischer Note umgeschrieben. Letztmals ist die Geschichte um den schmerbäuchigen Erwin Kannes am Donnerstag, 14. Juni, um 19.30 Uhr im Großen Haus zu erleben. Die Titelfigur Kannes ist ordinär und ein sogenannter Couchpotato – und schreibt frivole Briefe an die Nachbarinnen. Alle finden ihn eklig. Trotzdem gelingt es dem Mann, die Leidenschaft der Haus- und Ehefrauen Melanie, Kimberley und Marie-Louise zu wecken. Allerdings stellen sich schnell Streitigkeiten ein – zwischen den Ehepaaren, den Hausfrauen untereinander und auch deren Kindern. Karten gibt es zum Preis von 12 bis 36 Euro, ermäßigt ab 9 Euro.

„Phantom“ macht Vorurteile deutlich

Phantom (Ein Spiel) lautet der Titel des Schauspiels von Sarah Nemitz und Lutz Hübner, das am Sonnabend, 16. Juni, zum letzten Mal auf dem TfN-Spielplan steht. Das Stück thematisiert (deutsche) Vorurteile in Bezug auf osteuropäische Arbeitsmigranten. Handlungsort ist ein Schnellrestaurant, in dem kurz vor Geschäftsschluss ein Baby gefunden wird. Wie ist es dort hingekommen? Die Mitarbeiter glauben, kurz vorher eine Roma-Frau im Laden gesehen zu haben. Sie sind sich sicher, dass sie das Kind zurückgelassen hat. Schon stehen Vorurteile im Raum: Die Frau ist die Ausgebeutete, das Opfer, die Schmarotzerin, die Tapfere, die Heldin. Sie ist … ein Phantom. Die Angestellten nennen sie Blanca und beginnen, ihre Geschichte zu erzählen. Es wird eine Geschichte über die Hoffnung auf ein besseres Leben und Überlebensstrategien von Menschen, die sich durchbeißen. Beginn der letzten Aufführung von Phantom (Ein Spiel) beim TfN ist am Sonnabend um 19.30 Uhr im Großen Haus. Karten sind in den Preiskateogrien von 9 bis 27 Euro (ermäßigt ab 7 Euro) zu haben.

Sozialdrama der Jahrhundertwende: „Die Ratten“

Am Sonntag, 17. Juni, ist zum letzten Mal Gerhard Hauptmanns Schauspiel Die Ratten beim TfN zu sehen. Das Stück spielt Ende des 19. Jahrhunderts in einem Berliner Mietshaus, auf dessen Dachboden der ehemalige Theaterdirektor Hassenreuter seinen Fundus eingerichtet hat. Weitere Hauptfiguren sind die Putzfrau Henriette John, sich sich nichts sehnlicher wünscht als ein Kind, sowie das Dienstmädchen Pauline Piperkarcka. Als Pauline eines Tages ein uneheliches Kind erwartet, ergreift Henriette die Chance: Sie kauft dem Dienstmädchen ihr ungewolltes Kind ab und präsentiert es als ihr eigenes. Doch irgendwann fordert Pauline ihr Kind zurück. Aus Verzweiflung vertauscht es Henriette schließlich mit dem todkranken Baby einer Nachbarin. Die komisch-satirischen Szenen, die sich um die Künstlerfamilie drehen, verbindet Hauptmann mit einem Sozialdrama, das sich einige Etagen tiefer im Erdgeschoss abspielt. Beginn der letzten Ratten-Vorstellung ist um 19 Uhr im Großen Haus. Der Eintritt kostet 9 bis 27 Euro (ermäßigt ab 7 Euro).

Sämtliche Tickets sind in der HAZ/NP-Geschäftsstelle an der Albert-Schweitzer-Straße 1 in Laatzen-Mitte, beim TfN-Servicecenter an der Theaterstraße 6 in Hildesheim, unter Telefon (05121) 1693-1693 sowie im Internet auf tfn-online.de erhältlich.

Von Daniel Junker

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