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Laatzen „Ein Kämpfer für die Natur“: Peter Saemann ist tot
Aus der Region Region Hannover Laatzen „Ein Kämpfer für die Natur“: Peter Saemann ist tot
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00:45 23.04.2018
Unterwegs in der Natur mit Fernglas und Kamera: So wie hier auf dem Bild vom Juli 2017, als er sich über die intakten Hecken am Rande der Wirtschaftswege in der Grasdorfer Leinemasch freute, bleibt Peter Saemann vielen Laatzenern in Erinnerung. Quelle: Stephanie Zerm (Archiv)
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Laatzen

 Hemd, Kniebundhosen, Wanderstiefel und um den Hals gehängt das Fernglas und seine Kamera. So ist Peter Saemann, Gründungsmitglied des Nabu-Laatzen und langjähriger Aktive, vielen von unzähligen Leinemasch-Excoursionen in Erinnerungen. Seit Jahrzehnten schon setzte er sich für die Natur ein und brachte er Menschen Flora und Fauna näher – nicht nur bei seinen legendären Vogelführungen morgens um 4.30 Uhr. Am Montag nun ist der gebürtige Magedeburger im  Alter von 79 Jahren überraschend gestorben.

Schon als Berufstrompeter im Polizei-Musikcorps zog es ihn in seiner Freizeit in die Natur. 1982 trat er dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) bei und begründete 1988 die Nabu-Ortsgruppe Laatzen mit. Deren spätere Vorsitzende Eick von Ruschkowski erinnert sich: „Peter Saemann war der erste, der mich als Elfjährigen im Jahr 1985 mit nach Draußen genommen hat. Er hat immer mit vollem Einsatz für die Natur  gekämpft.“ Nicht zuletzt dank Saemanns vielfältigen Einsatzes – vom Beobachten und Kartieren über Führungen und Sitzungsdienste bis zu Handwerkereinsätzen – konnten wertvolle Naturschutzprojekte realisiert werden: das Naturschutzgebiet Koldinger Seen, die Maria-Troll-Hütte und das Naturschutzzentrum „Alte Feuerwache“. 

Wie sein Fachwissen und seine körperliche Fitness war auch Saemanns Rhetorik bemerkenswert: Mit seiner fesselnden Erzählweise vermochte er seine Zuhörer auf Dinge aufmerksam zu machen, die häufig unbeachtet bleiben. Außer durch seine Excoursionen machte sich Saemann auch als Vortragsredner einen Namen. Im Winter 2016 drehte der NDR mit ihm eine Naturdokumentation über Wasservögel  am Großen Koldinger See und im Naturschutzgebiet „Alte Leine“.

Überhaupt, die Leinemasch. Sie verstand Saemann stets als „ein Juwel“. Doch so sehr wie ihn die vielfältige Vogelwelt mit ihren mehr als 250 Arten faszinierte, so sehr war der Träger der silbernen Nabu-Ehrennadel auch um deren Zukunft besorgt. „Durch die moderne Lebensweise des Menschen wird es immer schwieriger für die Vögel, bis sie irgendwann ganz wegbleiben“, klagte Saemann unlängst. 

„Wir verlieren mit Pitt ein aktives Mitglied und einen besonderen Menschen“,  schreibt der Vorsitzende Michael Klenke in dem Vereinsnachruf des Nabu-Laatzen. Saemann werde „immer als Kämpfer für die Natur und als Freund in Erinnerung behalten“. Der Laatzener Naturschützer folgt seiner Frau, die er bis zu deren Tod im Frühjahr 2016, jahrelang pflegte. 

Von Astrid Köhler

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