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Laatzen Flüchtlingsunterkunft wird saniert und umgebaut
Aus der Region Region Hannover Laatzen Flüchtlingsunterkunft wird saniert und umgebaut
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00:37 04.06.2018
Die Flüchtlingsunterkunft in dem früheren Gästehaus ist in die Jahre gekommen und soll nun seitens des Vermieters - innen wie außen - hergerichtet werden. Quelle: Astrid Köhler
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Ingeln-Oesselse

Fleckige, löchrige Wänden und Böden und insgesamt ein arg in die Jahre gekommenes Gebäude. Flüchtlingshelfer monieren seit Langem den Zustand des früheren Gästehauses an der Rotdornallee, das seit 2015 als städtische Flüchtlingsunterkunft in Ingeln-Oesselse dient. Doch nun tut sich etwas. Der Eigentümer will das Gebäude in den Sommermonate umfangreich sanieren. Die bevorstehenden Arbeiten waren Gegenstand der Vertragsverhandlungen mit der Stadt Laatzen und Voraussetzung für die Verlängerung des Mietverhältnisses bis 2026.

Wie die Verwaltung mitteilte, sollen in dem von der Stadt angemieteten früheren „Sleep in“ fünf abschließbare, jeweils 95 Quadratmeter große Wohneinheiten entstehen. Ziel: noch bessere Unterbringungsmöglichkeiten für Familien. Zwar wohnten schon mehreren Eltern und Kinder übergangsweise in dem Haus, doch hatte die 40-Plätze-Unterkunft mit ihren einzel abschließbaren Zimmern eher den Charakter einer offenen Gemeinschaftsunterkunft. Für die Umbauarbeiten müssten keine Wände versetzt werden, betonte Stadtsprecher Matthias Brinkmann: „Der Zuschnitt der Räume verändert sich nicht.“ Da sämtliche Familien die zwischenzeitlich fast voll besetzte Unterkunft bereits verlassen haben und aktuell nur noch fünf Einzelpersonen dort wohnen, soll der Umbau im laufenden Betrieb erfolgen.

Frischekur stehen bevor: Der Vermieter der städtischen Flüchtlingsunterkunft will nicht nur innen umfangreiche Maßnahmen durchführen sondern auch die Außenfassade renovieren, die Briefkasten- und Klingelanlage erneuern, einen überdachten Fahrradständer errichten sowie im Garten eine Sitzgelegenheit schaffen. Quelle: Astrid Köhler

In der Flüchtlingshilfe Engagierte aus Ingeln-Oessele hatten seit Langem öffentlich und in internen Gesprächen mit der Stadt Verbesserungen am und im Gebäude gefordert. Erst im Herbst sagte Helferin Christine Rupp, sie schäme sich manchmal, wenn neue Menschen aufgenommen würden. Zur Freude auch der Ehrenamtlichen wird sich nun einiges ändern:

Sämtliche Wohn- und Gemeinschaftsräume sowie den Flure erhalten einen neuen Fußboden, alle Wände einen frischen Anstrich. Die einzelnen Wohneinheiten werden mit modernen Küchen in „einer für die beabsichtigte Nutzung geeigneten und funktionellen Qualität“ ausgestattet sowie die Bäder entsprechend renoviert. Außen sind ebenfalls Verbesserungen geplant: So werde die Fassade renoviert, eine Sitzgelegenheit im Garten sowie ein überdachter Fahrradabstellplatz errichtet.

Die Baumaßnahmen sind Bestandteil des von Juni an für acht Jahre geltenden neuen Mietvertrags. Die Kosten trage ausschließlich der Vermieter, betonte Brinkmann am Freitag. Die Arbeiten würden „voraussichtlich in der nächsten Woche“ beginnen und bis Ende August abgeschlossen sein.

Von Astrid Köhler

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