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Laatzen Nicht überall wird am Sonntag gewählt
Aus der Region Region Hannover Laatzen Nicht überall wird am Sonntag gewählt
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16:53 09.11.2018
Dies ist eines der Motive, mit der für die Wahlen zum Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand geworben wird. Quelle: Bistum Hildesheim
Hemmingen/Laatzen/Pattensen/Sarstedt

Von Cuxhaven bis Hann. Münden: Die Katholiken im Bistum Hildesheim wählen am Sonntag, 11. November, ihre neuen Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände – nicht aber unter anderem in Hemmingen, Laatzen und Pattensen. Das hängt mit dem neuen Pastoralbereich Hannover-Süd zusammen, in dem mehrere Pfarreien gebündelt sind, um der sinkenden Zahl von Priestern und weiteren hauptamtlichen Mitarbeitern zu begegnen. Er wurde im September 2017 offiziell aus der Taufe gehoben und umfasst insgesamt 23.000 Katholiken an zehn Kirchorten.

„Ich habe die Mitglieder der Gremien gebeten ihre Amtszeit um ein Jahr zu verlängern“, erläutert Pfarrer Thomas Berkefeld. Diözesanadministrator und Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger habe daraufhin die Neuwahlen um ein Jahr verschoben. „Damit haben wir etwas mehr Zeit, uns aneinander und an die neue Situation zu gewöhnen“, schreibt Berkefeld im Pfarrbrief. Einen Termin für die Wahl 2019 gebe es noch nicht. „Ich bin voller Hoffnung, dass wir auf diese Weise eine gute Möglichkeit bekommen haben, vertrauter miteinander zu werden.“ In dieser Zeit sollen auch „neue Gesichter für ein Engagement“ beispielsweise in St. Augustinus gewonnen werden. Zur St.-Augustinus-Gemeinde gehören Ricklingen, Hemmingen mit St. Johannes Bosco und Pattensen mit St. Maria. Auch die Pfarrei St. Bernward in Döhren, die ebenfalls zum Pastoralbereich Hannover-Süd gehört, hat um einen Aufschub geben.

Nur im Pfarrheim Zu den heiligen Engeln in Kirchrode wird am Sonntag von 10 bis 13 Uhr gewählt. Pfarrvikar und Pfarrer Christoph Harmening erklärt: „Die Pfarrei will im üblichen Turnus bleiben.“ Einige der Mitglieder in den bestehenden Gremien wollen jetzt ausscheiden und nicht noch ein Jahr dranhängen. Hinzu komme, dass es genügend Bewerber gebe. Wird es nicht kompliziert, wenn es im Pastoralbereich Pfarreien mit unterschiedlichen Amtsperioden gibt? „Die Kooperation klappt auch so“, sagt Harmening. Ein Pastoralbereich sei keine „Übergemeinde“, sondern die Pfarrgemeinden seien selbstständig. In Kirchrode werden zehn Mitglieder für den Kirchenvorstand und elf Mitglieder für den Pfarrgemeinderat gewählt.

Es gibt noch eine weitere Besonderheit: Schulenburg gehört zwar zu Pattensen, aber nicht zum Pastoralbereich Hannover-Süd, sondern seit 2009 zur Heilig-Geist-Gemeinde mit Sarstedt, Nordstemmen und Ruthe. Deswegen wählen die Katholiken aus Schulenburg, die restlichen im Pattenser Stadtgebiet aber nicht, und auch nicht in Schulenburg, sondern vor und nach den Gottesdiensten, die in Ruthe am Sonnabend um 17 Uhr beginnen, am Sonntag um 9 Uhr in Nordstemmen und am Sonntag um 10 Uhr in Sarstedt.

Pfarrgemeinderäte kümmern sich um die Entwicklung des Gemeindelebens von der Jugendarbeit bis zur Öffentlichkeitsarbeit. Der Kirchenvorstand hingegen befasst sich mit den Themen Finanzen, Immobilien und Personal. Die Gremien sind in der Regel vier Jahre im Amt. Die neuen Pfarrgemeinderäte haben im Januar 2019 ihre konstituierende Sitzung und die Kirchenvorstände im Februar 2019. Das Motto der Wahl am 11. November lautet „Ich glaub. Ich wähl.“.

Von Andreas Zimmer

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