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Laatzen Wegen Vandalismus: EKS-Gremien fordern Videoüberwachung des Schulgeländes
Aus der Region Region Hannover Laatzen Wegen Vandalismus: EKS-Gremien fordern Videoüberwachung des Schulgeländes
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00:18 09.11.2018
Plätze mit wiederholten Fällen von Vanalismus am Erich-Kästner-Schulzentrum. Quelle: Quelle: Googlemaps, EKS
Laatzen-Mitte

Zerschlagene Flaschen, liegen gelassener Müll, beschmierte Wände und abgefackelte Papierkörbe sind ein allgemein verbreitetes Problem, doch die Intensität, in der das Gelände des Erich-Kästner-Schulzentrums zuletzt von Vandalismus betroffen war, hat die Schulvertreter handeln lassen. Wie am Rande der jüngsten Schulausschusssitzung bekannt wurde, haben sich sowohl die Gremien des Gymnasiums als auch das der Oberschule einhellig für eine Videoüberwachung des Geländes ausgesprochen und einen entsprechenden Antrag eingereicht.

„Die Videoüberwachung ist die einzige Lösung“, betonte EKG-Schulleiterin Hella Kohl auf Nachfrage. Das Gelände sei öffentlich zugänglich, liege zentrumsnah und biete verschiedene von außen schlecht einsehbare Ecken. Wozu diese seit Jahren schon an Wochenende und Feiertagen genutzt werden, wüssten vor allem die Hausmeister, die Müll und Scherben vor Schulbeginn beseitigen müssten: „Am Montag ist es immense Arbeit für die Hausmeister.“ Die Überwachung solle auf die Abend- und Nachtstunden beschränkte sein. Sie biete als einziges die Möglichkeit, Taten zu verhindern oder ahnden zu können.

Hintergrund: Ein Großteils des EKS-Gelände ist über öffentliche Wege frei zugänglich und bei den mit Zäunen abgetrennten Bereichen der Sportanlage sowie dem dortigen Haupteingangstor registriert die Stadt immer wieder Beschädigungen von Unbefugten, die sich Zutritt verschaffen.

Schulausschuss spricht über Vandalismus

Die Videoüberwachung war am Montag zwar noch kein Thema im Schulausschuss, wohl aber der Vandalismus auf dem EKS-Gelände. Einem Antrag der Gruppe CDU/FDP nach sollte der Punkt nicht-öffentlichen besprochen werden, um möglichst offen vorgetragene Berichte hören und umfassend informiert werden zu können, wie Gerhard Klaus (FDP) erläuterte. Die von der Gruppe erbetenen Sachstandsberichte von Verwaltung, Schule und Polizei gab es am Montag aber noch nicht. „Das ist kein Antrag für den nicht-öffentlichen Teil“, erklärte die Stadtvertreterin und Justiziarin Melanie Reimer. Der Ausschuss müsse zudem erst über den Antrag abstimmen. Er könne das Thema in der nächsten Sitzung behandeln.

Klaus reagierte mit Unmut auf die Verschiebung. Seiner Schilderung nach sollte das Thema schon vor vier Monaten im Ausschuss besprochen werden, sei dann aber auf die nächste Sitzung verschoben worden. „Wir hätten schon vor vier Monaten beschließen und heute die Berichte hören können.“

Stadt arbeitet an Schulhofsatzung

Die Verwaltung arbeite zurzeit an einer Schulhofsatzung, die bei der nächsten Schulausschussitzung eingebracht werden solle, erklärte die ständige Vertreterin des Bürgermeisters weiter. Ähnlich wie die jüngst verabschiedete Spielplatzsatzung sei diese seitens der Polizei nötig, um eine rechtliche Handhabe gegen Personen auf dem Schulgelände zu haben. Die Spielplatzsatzung definiert neben Gebots- und Verbotsregeln eine zeitliche Beschränkung des Aufenthalts.

Vertreter der Ratsmehrheit wollte das Vandalismusproblem nicht allein auf die Schule beschränken. „An der neuen Haltestelle, bei der Rentenversicherung, ist auch schon wieder Glas kaputt“, gab Matthias Krüger (Grüne). Der Kreis mit Sachbeschädigungen sei größer.

Auch Petra Herrmann (SPD) sprach sich gegen eine „Engführung auf das Erich“ aus. Es gehe um schlechtes Verhalte im öffentlichen Raum und das werde an verschiedenen Stellen in Laatzen deutlich. „Wir müssen über die Aufenthaltsqualität an öffentlichen Orten nachdenken“, so Herrmann, die neben zusätzlichen Sitzmöglichkeiten (“im Sommer gab es nicht eine freie Bank“) auch einen festen Lagerfeuerfläche beim Jugendzentrum für denkbar hält. Maßnahmen müssten gebündelt werden, so Herrmann, die auf Hannovers Stadtteil Sahlkamp und dessen gute Erfahrungen mit Bürgerbetreuuern verweist: „Das sind keine Hilfssheriffs, aber Menschen die den öffentlichen Raum so ,betüddeln’, dass Treffen nicht mit Scherben enden.“

Der Schulausschuss kommt das nächste Mal am Donnerstag, 22. November, zusammen. Dann sollen Hausmeister, Schulsozialarbeiter, Schulleitung und Polizei gehört werden und womöglich auch über die geplante Schulhofsatzung sowie den Antrag des EKS auf Videoüberwachung diskutuiert werden.

Von Astrid Köhler

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