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Langenhagen 35 Akkordeonisten stehen auf der Bühne
Aus der Region Region Hannover Langenhagen 35 Akkordeonisten stehen auf der Bühne
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08:34 06.11.2018
Die Ensembles des Akkordeonclubs zeigen den Facettenreichtum ihres Instruments auf. Quelle: Konstantin Klenke
Langenhagen

Das Akkordeon gehört in der Musik gleichsam zu den außergewöhnlichen Instrumenten wie zu den unterschätzten: Abseits von Shanty-Ensembles passt es nur auf Geburtstagsfeiern oder in die Musikstunden von Grundschulklassen – könnte man meinen. Der Langenhagener Akkordeon-Club belehrt sein Publikum seit 44 Jahren eines Besseren – so auch bei seinem Jahreskonzert am Sonntag in der Aula des Schulzentrums. Unter dem Titel „Classic Goes Pop“ bietet das Erste Orchester – Jugend- und Fun-Orchester sollten später folgen – prompt einen fetzigen Einstand: Klassikfans erkennen im temporeichen Medley Werke Mozarts, etwa den „Türkischen Marsch“, wieder. Weitere Höhepunkte liefert das Orchester etwa mit der Interpretation zur Filmmusik „La Storia“ von Jacob de Haan oder zu Catschaturjans „Messertanz“.

Kürzestes Stück ist fünf Sekunden lang

Indes präsentiert das Jugendorchester die „Crazy Animals“ – zu Deutsch „Verrückte Tiere“ – von Ralph Schwarzien: Die „Faultiere“, die von den jugendlichen Akkordeonisten klanglautlich zum Leben erweckt werden, verbreiten in der eher offiziellen Örtlichkeit für eine Weile ein Gefühl großer Gemütlichkeit. Garkein Gefühl stellt sich hingegen während der „Eintagsfliege“ ein – kann es auch nicht, ist das Stück doch nur etwa fünf Sekunden lang. Auch das Fun-Orchester, in dem sich Neueinsteiger tummeln, beweist den gut 150 Zuschauern mit drei Stücken, darunter einer schmissigen Darbietung von Dizzy Stratfords „Asia Rock“, sein Können.

Das Jugendorchester des Akkordeonclubs bietet eine originelle Darbietung. Quelle: Konstantin Klenke

Einen großen Anteil am Gelingen des Konzerts hat auch Dirigent Nemanja Lukic, der relativ spontan gleich alle drei Orchester leitet: Bevor er den Ensembles ihren Einsatz gibt, lässt er sich jeweils ein wenig Zeit, stimmt die Musiker noch einmal mimisch auf das nächste Stück ein und wartet, bis jeder Akkordeonist vollends darauf fokussiert ist. Besondere Akzente setzt zudem Marvin Bublitz am Schlagzeug. „Akkordeonspielen klingt schön, wenn man alle falschen Töne weglässt“, meint Moderator Jan Hülsmann im Laufe des knapp zweistündigen Konzerts salopp. Die 35 Musiker des Akkordeon-Clubs lassen jedoch nicht nur alle falschen Töne weg, sondern spielen auch noch alle richtigen. Das klingt gleich noch ein bisschen schöner – und stellt das Facettenreichtum dieses Musikinstruments einmal mehr unter Beweis.

Info: Sein nächstes Konzert gibt der Akkordeonclub am Sonntag, 13. Januar, ab 16 Uhr in der Bissendorfer St.-Michaelis-Kirche, Am Markt 2.

Die Ensembles des Akkordeonclubs zeigen den Facettenreichtum ihres Instruments auf. Quelle: Konstantin Klenke

Von Konstantin Klenke

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