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Langenhagen Feuerwehr stimmt für gemeinsamen Standort
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00:20 10.12.2018
Der Kauf der Fläche soll noch im Dezember beurkundet werden. Quelle: Sven Warnecke
Krähenwinkel/Kaltenweide

Nach der Ortsfeuerwehr Kaltenweide haben sich nun auch die Kollegen aus dem benachbarten Krähenwinkel für eine gemeinsame Feuerwache auf der sogenannten Dreiecksfläche zwischen Walsroder und Wagenzeller Straße ausgesprochen. Und zwar mit deutlichem Ergebnis: Votierten die Feuerwehrleute in Kaltenweide noch mit einer Mehrheit von vier Stimmen für einen Umzug, waren es in Krähenwinkel nahezu alle. Damit könnte eine lange Suche nach einem geeigneten Feuerwehrstandort zu Ende gehen.

„Alle 46 stimmberechtigten Mitglieder haben sich beteiligt. Von ihnen stimmten 45 für den Standortwechsel“, berichtet Krähenwinkels Ortsbrandmeister Kai Jüttner jetzt. Er hatte gemeinsam mit dem Ortskommando die Feuerwehrleute an die Urne gebeten, um ein tragfähiges Votum für die zukunftsweisende Standortfrage zu erhalten. Eine Woche lang hatten Ehrenamtlichen Zeit, das Für und Wider abzuwägen.

„Ich freue mich über das klare Ergebnis“, kommentierte das nun Bürgermeister Mirko Heuer. „Es bietet uns die Möglichkeit, für den Bau eines Doppelhauses für die zwei Ortsfeuerwehren die erforderlichen, vorbereitenden Schritte einzuleiten. Das Ergebnis bestätigt zudem, wie wichtig offene Gespräche sind, um eventuelle Missverständnisse auszuräumen.“

DLRG soll mit der Feuerwehr umziehen

Heuer war zusammen mit Stadtbrandmeister Arne Boy und Boris Ehrhardt, Leiter der Langenhagener Abteilung Sicherheit, Ordnung und Umwelt, bei der Mitgliederversammlung in Krähenwinkel zu Gast. Dort stellten sie unter anderem ein bereits erarbeitetes Raumkonzept vor. Und damit erzielten sie offenbar Pluspunkte. Zumal auch die DLRG-Ortsgruppe mit an den neuen Standort ziehen soll. Denn in Sachen Wasserrettung gibt es seit Jahren eine enge Zusammenarbeit.

„Mit ihren Erläuterungen gaben sie den Mitgliedern ein gutes Grundgerüst, wie eine neue Feuerwache auf der Dreiecksfläche aussehen könnte“, sagt Jüttner und ergänzt: „Das jetzige Votum für den neuen Standort fiel auf Basis dieser Vorstellung, auch wenn uns klar ist, dass weder Bürgermeister Heuer noch Stadtbrandmeister Boy die dafür erforderlichen Mittel alleine zur Verfügung stellen können. Investitionen in dieser Höhe muss der Rat der Stadt Langenhagen beschließen.“

Grundstückskauf soll noch im Dezember abgewickelt werden

Nach Auskunft von Langenhagens Wirtschaftsförderer Jens Monsen soll nun noch im Dezember der im Vormonat vom Rat beschlossene Kauf der gut 11.000 Quadratmeter großen Fläche beurkundet werden. Denn zwischenzeitlich konnte noch ein weiteres wichtiges Detail geklärt werden: Ein Gebäude entsprechend dem erarbeiteten Raumkonzept für die beiden Ortsfeuerwehren passt auf die Dreiecksfläche, die nur etwa zur Hälfte bebaut werden darf. Doch darüber muss nun noch die Politik befinden.

Kaltenweides Ortsbürgermeister Reinhard Grabowsky hatte jüngst die Hoffnung geäußert, dass bereits im nächsten Jahr am neuen Feuerwehrhaus gebaut werden könnte. Doch bislang gibt es für einen Baustart noch keinen Termin. Zumal auch im Langenhagener Feuerwehrbedarfsplan der Neubau des Gerätehauses in Godshorn weiter oben steht.

Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss für eine gemeinsame Feuerwache will die Stadtverwaltung spätestens Anfang 2019 vorstellen. Ein entsprechender Kostenrahmen wird derzeit im Rathaus entwickelt. Für Kaltenweide galt bisher das im Juni 2017 entwickelte Raumprogramm des Fachplanungsbüros K-Plan mit auf 3,8 Millionen Euro gedeckelten Kosten. Das ist natürlich nun nicht mehr zu halten. Nicht nur wegen des größeren Raumbedarfs, sondern auch angesichts der gestiegenen Baukosten.

Mit dem Kauf des Grundstücks auf Vorrat reagiert die Stadtverwaltung auch auf politischen Druck. Denn es sollte für die Kaltenweider Feuerwehr ein neuer Standort gefunden werden, um den überfüllten Schulstandort Zellerie zu entlasten, lautete die Forderung. Allerdings zu einem relativ hohen Preis. „Die Grundstückspreise haben sich exorbitant erhöht“, berichtet Monsen. Ursprünglich wollte seinen Angaben zufolge die Verwaltung das Areal – das bis heute im Bebauungsplan Gewerbe vorsieht – bereits im Jahr 2002 kaufen. Doch das habe die Politik seinerzeit abgelehnt, sagt er. Dafür muss die Stadt nun tief in die Tasche greifen. Dem Vernehmen nach bewegt sich der Kaufpreis inzwischen im niedrigen siebenstelligen Bereich. 

Von Sven Warnecke

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