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Langenhagen Das große Krabbeln beginnt am Wochenende
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00:17 25.03.2018
Das muss Liebe sein: Bei der Wanderung nehmen Erdkröten-Weibchen die Männchen auf dem Rücken mit. Quelle: Ricky Stankewitz (Nabu)
Langenhagen

 Im Frühjahr wandern Kröten und andere Amphibien zu ihren Laichgewässern. Dabei sind die Tiere in heutiger Zeit auf menschliche Unterstützung angewiesen. Denn auf ihrem Weg aus den Winterquartieren zu eben den Gewässern müssen sie auch die für sie gefährliche Straßen überqueren. Dort lauert eine Todesfalle. „Daher sind wir auf die Rücksicht der Autofahrer und auf freiwillige Helfer angewiesen“, wirbt Ricky Stankewitz. Langenhagens Chef des örtlichen Naturschutzbundes (Nabu) rechnet damit, dass die Amphibienwanderung am Wochenende – also um den 24. März – beginnen dürfte.

„So spät wie in diesem Jahr sind die Amphibien unter meiner Betreuung noch nie gewandert“, erklärt Stankewitz. „Bei entsprechenden Wetterbedingungen werden die Amphibien in den nächsten drei Wochen massiv auf dem Weg zu ihren Laichgewässern sein.“ Der Nabu-Vorsitzende kündigt an, dass in den bekannten Wandergebieten wieder von der Langenhagener Stadtverwaltung entsprechende Verkehrsschilder „Achtung Krötenwanderung“ aufgestellt werden. Zudem, wie in den vergangenen Jahren bereits gängige Praxis, wird die Straße An der Neuen Bult zwischen 19 und 6 Uhr für die nächste Zeit gesperrt. Eine Durchfahrt sei nur den Mitarbeitern des Betriebshofes und der Kläranlage gestattet. 

Wanderwege werden zum Teil gesperrt

„In dieser Wanderzone kümmern sich Naturfreunde aus der Kernstadt und Anwohner des Stadtwaldes um die wandernden Amphibien“, berichtet Stankewitz. Anders sieht es indes im Bereich am Stucken-Mühlen-Weg in Höhe des Krähenwinkler Waldsees aus. Dort sucht der Nabu noch freiwillige Helfer, die dann die Tiere über die Straße tragen. Innerhalb der Wanderzone gebe es zudem ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern, sagt er. Im Weiherfeld an der Straße Ortleuth befinde sich der Wanderbereich an einer Strecke, die für den normalen Durchgangsverkehr grundsätzlich gesperrt sei. „Da dies aber immer wieder missachtet wird, ist die Straße während der Wanderzeiten mit Querbaken gesperrt, um das Leben der hier wandernden Amphibien zu retten“, weiß Stankewitz.

Fangeimer an Schutzzäunen müssen täglich geleert werden

Im Bereich Evershorst wird wieder ein Amphibienschutzzaun aufgestellt. Während der Wanderzeit müssen jeden Morgen bis 8.30 Uhr und bei optimalem Wetter  – also bei Temperaturen von mehr als acht Grad Celsius und Regen - auch jeden Abend bis gegen 23 Uhr die eingegrabenen Eimer entlang des Zaunes kontrolliert werden, erläutert der Nabu-Chef. Befinden sich Tiere in den Eimern, werden sie auf die jeweils gegenüberliegende Straßenseite gebracht und dort hinter den Zaun gesetzt.

Nabu bittet um langsame Fahrt

Die Wirtschaftswege nördlich des Flughafens sind als Wanderzonen für Amphibien ebenfalls bekannt und deshalb ganzjährig nur für Anlieger freigegeben. Während der Wanderzeit sind Wohldamm und Woldtrift indes aber mit Querbarken komplett von 18 bis 6 Uhr gesperrt. An der Kananoher Straße in Höhe des Parkplatzes Hasenheide queren ebenfalls Amphibien die Straße in der S-Kurve auf einer Länge von ungefähr 500 Metern. „Diese Straße kann für den Durchgangsverkehr nicht gesperrt werden“, bedauert Stankewitz. Zum Schutz der Amphibien werde dort aber ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern erlassen. 

Wer den Nabu während der Amphibienwanderung nicht aktiv unterstützen kann, hat dennoch die Möglichkeit zu helfen: Indem sich etwa Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzungen an den Wanderrouten halten. Denn unter dem Auto entstehe ab 30 Stundenkilometern ein Unterdruck, der den sicheren Tod der Tiere bedeute, erläutert Stankewitz. Aktive Helfer können sich per E-Mail an den Nabu-Chef unter ricky.stankewitz@nabu-langenhagen.de oder telefonisch unter (0511) 27082019 wenden.

Von Sven Warnecke

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