Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Langenhagen IGS Süd: Lehrer haben unterschiedlich viele Stunden
Aus der Region Region Hannover Langenhagen IGS Süd: Lehrer haben unterschiedlich viele Stunden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 03.02.2019
Mascha Brandt, Leiterin der IGS Süd, diskutiert aktuelle Probleme mit Ministerpräsident Stephan Weil. Quelle: Nancy Heusel
Langenhagen

Wie viele Wochenstunden ein Lehrer an der IGS Süd unterricht, hängt davon ab, ob er mehr in der Grundschule oder in der Sekundarstufe I unterrichtet. „Die Grundschule gehört zu uns, aber doch irgendwie nicht“, sagte Schulleiterin Mascha Brandt bei einem Gespräch mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil in der einstigen Brinker Schule an der Angerstraße.

Derzeit müssten die Kollegen der Grundschule 28 Stunden unterrichten, alle anderen Lehrer haben 24,5 Stunden. Dies ruft nach Aussage von Brandt im Lehrerzimmer Unmut hervor. Es sei ein abschreckender Aspekt, dass die IGS nicht eine Schule sei. „Die Überprüfung des rechtlichen Konstrukts wäre wichtig“, sagte sie an den Ministerpräsidenten gewandt. Sie kenne die IGS Roderbruch – dort laufe es anders. Weil versprach, diesen Wunsch an die zuständigen Stellen weiterzuleiten.

Ein weiteres Thema lag Brandt und ihren Kollegen aus der Schulleitung am Herzen: die Inklusion. Zehn Prozent der Schüler sind Inklusionskinder – sie werden doppelt gezählt. „Das ist eine hohe Zahl“, sagte Brandt. „Von Anfang an haben wir aber gesagt: Wir möchten niemanden ablehnen.“ In der Klasse, in der Weil zuvor die Zeugnisse überreicht hat, wird der gemeinsame Unterricht bereits gelebt. „Die Inklusion funktioniert in vielen Bereichen bereits gut“, sagte Brandt.

Inklusion: Schule wünscht sich weitere Funktionsstelle

Sie kennt aber auch die Probleme: Für die meisten Kinder gebe es erst in der fünften Klasse ein Gutachten, das einen Inklusionsbedarf bescheinigt. Doch die Klassen seien häufig mit 30 Schülern schon voll – bekommt dann ein Kind den Inklusionsbedarf attestiert, ist die Klasse eigentlich überfüllt. „Es ist deshalb sinnvoll einen Puffer einzubauen“, sagte Brandt. Dann sei eine Klasse nach 28 Schülern schon voll. Um die Belange der Inklusion zu bearbeiten, wünscht sich die Schule zudem eine weitere Funktionsstelle. Ein weiterer Wunsch der Schulleitung ist zudem, die Versorgung in der Grundschule zu erhöhen, um in den Klassen eins bis vier mehr Gutachten erstellen zu können. Diese Forderung kann Weil nachvollziehen – gleichwohl scheitert die Lösung des Problems nicht an den Finanzen, sondern am nicht vorhandenen Personal. „Darüber zerbrechen wir uns den Kopf“, sagte er.

Schulleitung: Modul zur Gesamtschule an Uni

Zwei weitere Wünsche der Schulleitung nahm der Ministerpräsident aus der IGS Süd mit nach Hannover: Derzeit gibt es keine Gesamtschulausbildung für Lehrer. Die Schulleitung hatte deshalb die Bitte, ein Modul in der Uni zu integrieren, was sich damit befasst. „Die Gesamtschule hat ein eigenes System“, sagte Brandt. „Wenn dies nicht im Studium vorkommt, dann ist der Schritt an eine Gesamtschule sehr groß.“ Der Didaktische Leiter, Stefan Fleer, sprach zudem das Kompetenzfeststellungsverfahren im achten Jahrgang an. Bisher lief dieses Berufsorientierungsprogramm mit externen Partnern – bei zehn Werkstatttagen konnten die Schüler für sich selbst feststellen, welche Interessen sie haben und was sie können. Doch dies ändere sich jetzt – die Lehrer sollen die Kompetenzen der Schüler ermitteln. „Es ist ein wichtiger Aspekt, dass die Schüler rausgehen“, sagte Fleer und fragte: „Kann man nicht die Finanzierung des Programms sicherstellen?“ „Das leuchtet mir ein“, sagte Weil. „Das Thema ist bei zurückgehenden Ausbildungszahlen wichtig.“

Von Julia Polley

Auf den Texten der Langenhagener Stadtverwaltung wird es kein Gender-Sternchen geben. Man bemühe sich auf anderem Wege, alle Menschen in Langenhagen gleichermaßen anzusprechen.

03.02.2019

Im Frühsommer soll der Skaterplatz ohnehin umgestaltet werden. Jetzt jedoch musste die Feuerwehr dorthin ausrücken, um brennendes „Gerümpel“ zu löschen. Am Abend zuvor waren Böller gezündet worden.

31.01.2019

Die Lebensberatungsstelle in Langenhagen bietet eine neue Trauergruppe an. Das Angebot richtet sich an Menschen, die vom Verlust des Partners oder eines anderen geliebten Menschen betroffen sind.

31.01.2019