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Langenhagen Entschärfung der Flakgranate sorgt für kurze A2-Sperrung
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Entschärfung der Flakgranate sorgt für kurze A2-Sperrung
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17:29 06.03.2019
Bei Bodenuntersuchungen ist in Langenhagen eine Flakgranate gefunden worden. Quelle: Christian Elsner
Langenhagen

Eine Flakgranate aus dem Zweiten Weltkrieg haben Arbeiter am Mittwochvormittag auf dem Vereinsgelände vom Segelclub Passat in Langenforth gefunden – gegen 13 Uhr gab die Verwaltung den brisanten Fund bekannt, keine zwei Stunden später hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst den Blindgänger gegen 15 Uhr unschädlich gemacht.

Auf dem Gelände an der Emil-Berliner-Straße wollen die Segler ein neues Vereinsheim errichten, derzeit laufen die Bodenarbeiten, bei denen die Flakgranate dann entdeckt wurde. Kurz nach der Bekanntgabe des Fundes, gegen 13.30 Uhr, begann die Evakuierung. In enger Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst, der Polizei und der Freiwilligen Feuerwehr habe die Stadt Langenhagen die Einrichtung eines 300 Meter großen Sperrradius um den Fundort eingerichtet, sagte Stadtsprecherin Juliane Stahl. Dann flog der Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera an Bord über das Gebiet geflogen und gab sehr schnell grünes Licht für die Entschärfung. Denn in dem Radius befanden sich lediglich drei Wohnhäuser. „Ihre Bewohner sowie die dort ansässigen Gewerbebetriebe informierte die Stadt über die bevorstehende Evakuierung“, teilte die Stadtsprecherin mit.

Granaten-Fund in Langenhagen: Evakuierungsradius Quelle: Stadt Langenhagen

In dem Evakuierungsgebiet befand sich auch die Autobahn 2. Diese musste bis zum Ende der Sperrung zwischen den Abfahrten Langenhagen und Hannover-Bothfeld von 14.30 Uhr für etwa 30 Minuten in beide Richtungen für den Verkehr gesperrt werden. Die Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) Niedersachsen riet auf ihrer Internetseite Autofahrern die Umleitungen U17, U30 und U32 zu fahren. Auch die Polizei Hannover informierte Verkehrsteilnehmer auf Twitter über die Sperrung und bat Autofahrer den Bereich weiträumig zu umfahren.

Betroffen von der Evakuierung war zudem ein Abschnitt der Emil-Berliner-Straße, der östliche Teil der Klusriede und der südliche Abschnitt der Kurt-Schumacher-Allee von der Emil-Berliner-Straße bis zur Straße In den Kolkwiesen. An neuralgischen Punkten kontrollierte die Polizei die Zufahrt. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr überprüften nach Angaben der Stadtsprecherin im Waldgebiet südlich des Silbersees die Wege und sperrten diese an neuralgischen Punkten. Für gut 90 Minuten fuhren wegen der Entschärfung auch die Busse der Linie 616 fuhren nicht mehr, wie Stahl sagte. „Ihre reguläre Strecke führt durch das Evakuierungsgebiet.“ Fahrgäste der Üstra-Buslinie 122 mussten wegen der Entschärfung und der daraus folgenden Sperrung der Autobahn mit erheblichen Verspätungen rechnen.

Die bevorstehende Evakuierung sorgte in benachbarten Unternehmen an der Klusriede für wenig Unruhe. „Wir haben davon noch nichts mitbekommen und wissen auch gar nicht, ob wir betroffen sind“, sagte eine Mitarbeiterin des Umweltdruckhauses und schob hinterher: „Hoffentlich bleiben wir verschont.“ Oliver Jung, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma für Sanitär und Heizung, hatte am Morgen noch Bauarbeiten auf dem Gelände des Tennisvereins und des Segelclubs beobachtet. Er vermutete zu Recht einen Zusammenhang – und seine Mitarbeiterin atmete nach einem Blick auf den Sperrradius auf: Die Firma war nicht betroffen, sie konnte weiterarbeiten.

Die Granate ist bei Bauarbeiten für das neue Vereinshaus vom Segelclub Passat entdeckt worden. Quelle: Christian Elsner

Alle Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Langenhagen finden Sie im Polizeiticker.

Checkliste: Daran müssen Sie bei der Evakuierung denken

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Von Julia Polley und Antje Bismark

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