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Langenhagen Gutachter empfiehlt nachts Tempo 30
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Gutachter empfiehlt nachts Tempo 30
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00:15 01.06.2017
Von Rebekka Neander
Zwischen Pferderennbahn und Reuterdamm gilt auf der Theodor-Heuss-Straße bereits nachts die Tempo-30-Regelung. Vergleichbare Regelungen könnten nun auch in Schulenburg und auf der Godshorner Straße in Langenhagen gelten. Quelle: Hartung
Langenhagen

Basis für das Gutachten des Büros Bonk-Maire-Hoppmann sind Verkehrserhebungen der Stadt Langenhagen aus 2016 für drei Straßenabschnitte: die Godshorner Straße zwischen Langenforther und Straßburger Platz, die Langenhagener Straße im Bereich Schulenburg sowie die Hannoversche Straße in Schulenburg zwischen Höhe Weidenstraße und Berliner Allee. Gemein ist allen Abschnitten eine auch nachts hohe Belastung durch Schwerlastverkehr in enger Nachbarschaft zur Wohnbebauung.

Nachdem die Stadt ein nächtliches Tempo-Limit bereits für die Walsroder Straße im nördlichen Stadtkern sowie die Theodor-Heuss-Straße zwischen Rennbahn und Reuterdamm eingerichtet hatte, sollte die Verwaltung auf Bitten der Politik eine entsprechende Regelung auch für die nun in Rede stehenden Abschnitte prüfen lassen. Nur wenn die Anwohner durch ein Tempo-Limit nachweisbar entlastet werden, darf eine Stadt ein solches aussprechen.

An der Langenhagener Straße in Schulenburg rechneten die Gutachter tagsüber eine Lärmbelastung von 66 bis 72 dB(A) am Tage sowie 61 bis 67 dB(A) in der Nacht aus. Der maßgebende Richtwert der Lärmschutz-Richtlinien-Straßenverkehr wird in der Nacht um bis zu 6,5 dB(A) überschritten. An der Hannoverschen Straße in Schulenburg liegen die Tag-Werte zwischen 65 und 70 dB(A) und die Nacht-Werte zwischen 58 und 63 dB(A). Der Nacht-Richtwert wird damit um bis zu 3 dB(A) überschritten. An der Godshorner Straße liegen die Nacht-Werte um bis zu 6 dB(A) zu hoch: Dort liegt der Verkehr tagsüber zwischen 69 und 76 dB(A) sowie nachts zwischen 59 und 66 dB(A).

Die Lärmschutz-Richtlinien erlauben ein Tempo-Limit in der Nacht, wenn dadurch der Regelwert "wesentlich", also um rund 3 dB(A) reduziert werden kann. Dies, so das Gutachter-Büro, sei für alle betrachteten Straßenabschnitte gegeben. Mehr noch: Das Gutachten kommt in seinem letzten Satz zu einer sehr eindeutigen Aussage. "Nicht zuletzt aufgrund des hohen Lkw-Anteils in der Nachtzeit ist eine derartige Maßnahme unter schalltechnischen Gesichtspunkten zu empfehlen."

Im Verkehrsausschuss ist das Gutachten am Dienstag lediglich als Informationsdrucksache auf der Tagesordnung. Zwar dürfte die Straßenverkehrsbehörde der Stadt vergleichbare Anordnungen auch ohne politischen Beschluss aussprechen. Weil diese Beschränkungen jedoch zum politisch beschlossenen Lärmaktionsplan gehören, so Verkehrsplanerin Anette Mecke auf Nachfrage dieser Zeitung, ist für eine Umsetzung eines Tempo-30-Limits in diesem Fall ein Antrag der Politik Voraussetzung. Beginn der Sitzung ist um 17.45 Uhr im Ratssaal. Zu Beginn und am Ende können Langenhagener Fragen an Politik und Verwaltung stellen.

Wieviel Verkehr vertragen die Gewerbegebiete am Flughafen?

Auf der Tagesordnung des Ausschusses steht am Dienstag ein zweites, spannendes Gutachten. Für dieses wurde untersucht, wieviel Verkehr welcher Art derzeit in den Gewerbegebieten rund um den Flughafen unterwegs ist und wieviel davon zudem dort noch Platz hat. Hintergrund dieser Untersuchung, die von Flughafen und Stadt gemeinsam bei der Ingenieurgemeinschaft Schubert in Auftrag gegeben worden ist, sind die Pläne des Flughafens zur Entwicklung von Gewerbeflächen. Dazu zählen  Änderungswünsche für bestehende Bebauungspläne an der Münchner Straße sowie die erstmalige Erschließung jener Flächen, auf der einst die Splittersiedlung Schulenburg-Nord zu finden war. Dieses Areal, so erste Planungen, könnte in zwei Schritten entwickelt werden. Für den ersten Teil zwischen Flughafen-Feuerwehr und der Straße Schulenburg-Nord sind laut Gutachten keine baulichen Veränderungen im Straßennetz erforderlich.

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