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Langenhagen Firmenmesse an der IGS Langenhagen
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13:38 07.12.2018
Lina (von links), Ann-Kathrin, Lehrerin Anne Sophie Hahne, Ketsia und Fida freuen sich über die Verkaufszahlen. Quelle: Leonie Oldhafer
Langenhagen

In der IGS Langenhagen geht es geschäftig vor: Die Schüler des 10. Jahrgangs veranstalten eine Firmenmesse. Jede Klasse gründete ihre eigene Firma und produzierte ihr eigenes Produkt. Nun durften diese in den Verkauf gehen.

Bereits im August hatten die sechs Klassen des Jahrgangs im Fach Arbeit,Wirtschaft, Technik jeweils eine eigene Firma gegründet. Und dies mit allem, was dazu gehört: Die Schüler mussten sich auf Stellen in der Firma bewerben. Sie suchten Mitrbeiter für das Rechnungswesen sowie für den Ein- und Verkauf. Sie wählten einen Vorstand und einen Betriebsrat. Dann ging es zur Produktfindung. Zuerst fertigten die Zehntklässler einen Prototypen ihres Produkts an, um daran die Material- und Produktionkosten zu ermitteln.

Natürlich bekommen alle Mitarbeiter in der eigenen Schüler-Firma ein Gehalt. „Das Gehalt liegt natürlich nur im Cent-Bereich“, sagte Fachbereichsleiterin Anke Kaiser jetzt bei der Präsentation der Schülerfirmen. 250 Euro Startkapital haben die Jugendlichen anfangs erwirtschaftet, indem sie 100 Aktien an Leher, Eltern und Schüler verkauften. Innerhalb von zwei Tagen stellten sie anschließend die Produkte her. „Der Produktionstag wird wie ein richtiger Arbeitstag simuliert. Mit acht Stunden Arbeitszeit und nur einer Pause. Mache Klassen haben sich dann Pizza bestellt. Das war für sie wohl das Highlight“, erzählt die Fachbereichsleiterin lachend. Und weiter: „Wir versuchen es so realistisch wie möglich hinzubekommen.“

Kollegin Anne Sophie Hahne bereitete in ihrer Klasse 10.3 Gruppentische vor. „Die stellen dann die verschiedenen Büros dar“, erklärt sie. „Im Grunde lernen die Schüler in dem Projekt, Verantwortung zu übernehmen. Außerdem müssen sie viel organisieren. Dabei begleiten und beraten wir sie. Am Ende zählen Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit“, sagte Hahne. Aber auch um die Einnahmen geht es bei der Firmenmesse erklärte Kaiser: „Nach dem Verkauf wird bei der Gewinnausschüttung und nach Abzug der Gehälter, Produktions- und Materialkosten geschaut, wie viel Gewinn gemacht wurde. Manche Klassen zahlen das übrige Geld an die Aktieninhaber, andere spenden das Restgeld oder organisieren Klassenfeiern.“

Verkaufstag ist Höhepunkt des Projektes

Der Höhepunkt des Projekts sei aber der Verkaufstag. Letztendlich stehen an diesem Tag dann Armbänder, Turnbeutel, Kerzen, Badekugeln, Kreidetafeln, Schlüsselanhänger, Körnerkissen, Dekorationen aus Beton sowie Taschen aus Verpackungsmaterialien zum Verkauf. Eine Klasse hat zusätzlich ein Glücksrad organisiert. „Auch auf dem Weihnachtsmarkt oder im CCL wollen einige Klassen ihre Produkte ausstellen“, erklärte Kaiser.

Stolz präsentierte Hahne jetzt den Stand ihrer Klasse. Die Beton-Dekoratonen und Körnerkissen sind schon so gut wie ausverkauft. „Es ist ja schon so viel weg. Das habt ihr richtig gut gemacht“, ruft die Lehrerin erfreut. Die Schüler an dem Stand mit Kreidetafeln und Schlüsselanhängern hatten sich bereits vorbereitet. „Wir sind schon letzte Woche durch die Klassen gegangen und haben gefragt, wie die Anhänger beschriftet werden sollen. Das Geld für die Vorbestellungen haben wir dann auch gleich schon bekommen“, sagte die 16-Jährige Jasmina. Zainab und Bente aus der Klasse 10.4 verkauften an ihrem Stand selbst genähte Taschen aus Verpackungsmüll – unter dem Motto: Upcycling. Die Süßigkeiten in den Verpackungen mussten natürlich vorher gegessen werden. „Da hat sich dann die ganze Klasse für geopfert“, sagte Bente lachend.

Im Januar werden Schülerfirmen aufgelöst

Noch bis Januar werden die Firmen bestehen. Dann werden die Schüler sich gegenseitig bewerten. Gegenseitig sollen sich Mitarbeiter und Vorstand beurteilen. „Das macht 50 Prozent der Note aus. Die Lehrer bewerten dann noch die einzelnen Leistungen“, erklärte Kaiser. „Die Erfahrungen, die die Schüler hier lernen, sind aber eigentlich das wichtigste“, ergänzte Hahne.

Von Leonie Oldhafer

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