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Langenhagen KSG baut soziale Arbeit in Wiesenau aus
Aus der Region Region Hannover Langenhagen KSG baut soziale Arbeit in Wiesenau aus
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00:20 29.10.2018
Wollen von Langenhagen aus die soziale Arbeit ausbauen: Siegfried Volker (von links), Karl Heinz Range, Claudia Koch und Ulrich Schmersow. Die KSG-Mitarbeiter stehen dem Verein Wohnen in der Nachbarschaft Win vor. Quelle: Zottl (Archiv)
Langenhagen

Der Quartierstreff in Wiesenau bekommt Verstärkung. „Wir sind derzeit im Auswahlverfahren für eine zweite Sozialarbeiterin“, kündigte KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range am Freitag auf Nachfrage an. Diese zusätzliche Kraft soll sich in der seit nunmehr vier Jahren bestehenden Anlaufstelle an der Freiligrathstraße vermehrt um die Alltagsarbeit und dabei auch um den Verein Wohnen in der Nachbarschaft (Win) kümmern. Die dort bereits etablierte Quartiersmanagerin Claudia Koch werde sich von Langenhagen aus in den kommenden Jahren überdies um Aufbauarbeit vergleichbarer Strukturen in anderen Kommunen einsetzen. Wie dies im Detail aussehen werde, sei indes noch offen.

Kochs Pionierarbeit hat in Wiesenau offenkundig Schule gemacht. „Frau Koch hat bewiesen, dass sie Strukturarbeit in dieser Weise leisten kann“, ergänzte Range. Dieses Wissen wolle das Wohnungsbauunternehmen deshalb auch an anderer Stelle einsetzen. So will die KSG als nächstes einen Quartierstreff im „Wilhelm-Hubeck-Haus“ in Empelde etablieren, einem größeren Quartiersprojekt der KSG. Einziehen wird dort auch die „Sozialberatungszentrale“ der Stadt Ronnenberg mit drei eigenen Mitarbeitern. Die KSG suche nun auch für Empelde eine eigene Sozialarbeiterin, berichtete Range am Freitag.

KSG und Stadt beginnen Gespräche im November

Auch in Wiesenau besteht seit vier Jahren im Quartierstreff eine Kooperation mit der Stadt Langenhagen. Diese finanziert derzeit die Hälfte der Personalkosten für die dortige Quartiersmanagerin, die KSG stellt die Räumlichkeiten sowie alle laufenden Kosten für den dortigen Betrieb. Diese Zusammenarbeit läuft vertragsgemäß im Juni 2019 aus. Wie es dann weitergeht, wollen KSG und Stadt nun klären. „Ein erstes Gespräch mit der Stadt wird am 2. November sein.“ Teilnehmen werden daran nach Ranges Worten von städtischer Seite Doris Lange, Leiterin der Abteilung Soziales, sowie Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch.

„Für die KSG stehen zwei Dinge fest“, sagte Range, „dass der Quartierstreff an der Freiligrathstraße weiterhin besteht und dass Frau Koch bei uns angestellt bleibt.“ Gleichwohl will Range die Stadt Langenhagen nicht ohne weiteres aus der Zusammenarbeit entlassen wissen. „Aus den zurückliegenden vier Jahren lässt sich sicherlich der eigentliche Wert der dortigen Arbeit erkennen“, umschreibt es Range, ohne dabei den innerstädtischen oder politischen Beratungen vorgreifen zu wollen. „Wir werden jetzt in Ruhe darüber Gespräche führen. Die Stadt hat uns dazu überdies bereits eingeladen, unsere Arbeit im Sozialausschuss am 3. Dezember vorzustellen.“ Ausgangsintention der Kooperation vor vier Jahren war ein finanzieller Anschub, der nach fünf Jahren überprüft werden solle.

Politik wartet auf Zuschussantrag

Auf politischer Seite ist in Langenhagen noch kein eindeutiges Meinungsbild auszumachen. Einzig die SPD sagte auf Nachfrage dieser Zeitung eindeutig ihre Bereitschaft zu, bei Bedarf an der Mitfinanzierung der Stelle festhalten zu wollen. Während CDU, Unabhängige und Grüne auf einen bislang fehlenden Antrag auf Bezuschussung verwiesen, zeigen sich FDP und WAL bei Bedarf durchaus gesprächsbereit. WAL-Vertreter Andreas Eilers wünscht sich dazu eine aussagekräftige Evaluation des Projekts. Die AfD hat über die Frage noch nicht beraten. Von den übrigen Vertretern im Rat war keine Stellungnahme erhältlich.

Von Rebekka Neander

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