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Langenhagen KSG und DRK realisieren Wohnungsbauprojekt
Aus der Region Region Hannover Langenhagen KSG und DRK realisieren Wohnungsbauprojekt
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10:35 10.08.2018
Der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann (Mitte) und CDU-Stadtverbandsvorsitzende Jessica Golatka (rechts daneben) im Gespräch mit dem Geschäftsführer der DRK-Pflegedienste Hannover, Mario Damitz (Geschäftsführer der DRK-Pfliegedienste Hannover, zweiter von links), Sascha Vogel (KSG-Bereichsleiter für Projektentwicklung, dritter von links) und Architekt Steffen Grundke (vorne) sowie weiteren Vertretern von KSG und DRK. Quelle: Konstantin Klenke
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Langenhagen

 Noch sieht am und im Rohbau in der Freiligrathstraße im Stadtteil Wiesenau alles recht einfarbig und trist aus. Wenn es nach der KSG und dem DRK geht, soll der Lebensalltag der künftigen Mieter aber ein anderer werden: Die KSG errichtet in zwei Mehrfamilienhäusern 23 Wohnungen, wobei das DRK in einem der Gebäude eine Sozialstation mit Tagespflege betreiben wird. Die Wohnungen, die sich der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann jetzt bei seiner Sommertour mit der CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Jessica Golatka angesehen hat, stehen zunächst älteren Mietern sowie Menschen mit Behinderung zur Verfügung.

Wachsende Nachfrage im Tagespflegebereich

Diese können dann auf das Angebot der Tagespflege zurückgreifen. Lange habe es in der Pflege – entgegen politischer Vorhaben – noch den Trend stationär vor ambulant gegeben, sagt Mario Damitz, Geschäftsführer der DRK-Pflegedienste. Nun könne man für Pflegebedürftige immer besser „die richtige Versorgungsform finden“, sagt Damitz.

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen entschieden sich öfter für einen nicht-stationären Aufenthalt, beobachtet auch der KSG-Bereichsleiter für Projektentwicklung, Sascha Vogel: „Mit dem Projekt reagieren wir auf die wachsende Nachfrage im Tagespflegebereich“, sagt er. „Die Mieter leben hier einerseits sehr selbstbestimmt in der eigenen Wohnung und haben mit dem DRK-Angebot im Umfeld andererseits viel Sicherheit“, meint Vogel. Auch die CDU befürworte den Trend zu mehr ambulanten und weniger stationären Pflegeangeboten, sagt die Stadtverbandsvorsitzende.

Sozialstation kann 18 Gäste am Tag aufnehmen

Die Sozialstation mit Tagespflege des DRK befindet sich künftig im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses und ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16.30 Uhr geöffnet. Die Tagespflege, bislang in der Kastanienallee stationiert, bietet nun Platz für 18 statt bisher zwölf Gäste gleichzeitig, berichtet die Bereichsleiterin der DRK-Pflegedienste, Irene Banmann-Meyer. Neben dem Gemeinschaftsbereich werden die Räumlichkeiten ein Zimmer mit Kino, eine Küche sowie einen Therapie- und zwei Ruheräume enthalten, so Banmann-Meyer.

Bei Besuchern mit Pflegegrad zwei übernehme die Pflegeversicherung beispielsweise die Kosten für zwei Tage in der Woche, jedoch ohne Unterkunft und Verpflegung. Die Zusammensetzung in den Tagespflegeeinrichtungen sei erfahrungsgemäß sehr bunt: „Manche Gäste kommen nur einen Tag in der Woche, andere jeden“, sagt Banmann-Meyer. „Für die Angehörigen ist das eine große Entlastung“, weiß die gelernte Altenpflegerin.

Die Wohnungen, die in zwei Mehrfamilienhäusern in der Freiligrath-/Ecke August-Bebel-Straße, entstehen, werden bei zwei bis drei Zimmern zwischen 40 und 73 Quadratmetern groß sein. Sie sind barrierearm, zum Teil rollstuhlgerecht und über einen Fahrstuhl erreichbar. Bis Ende Februar 2019 soll der Bau abgeschlossen sein, Anfang April sollen die Wohnungen in die Vermietung gehen. Wenn Kapazitäten freiblieben, stünden diese auch Interessierten außerhalb der eigentlichen Zielgruppe zur Verfügung, kündigt die KSG an. Die Eingangsmiete liege bei 5,70 Euro pro Quadratmeter. Zugleich laufen bereits die Planungen für einen zweiten Bauabschnitt: Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sollen zwei weitere Mehrfamilienhäuser mit 34 Zweizimmerwohnungen entstehen.

Fredermann nimmt Themen für den Landtag mit

Rainer Fredermann und Jessica Golatka, die das Projekt bei der Sommertour des Landtagsabgeordneten besuchten, zeigten sich angetan von dem Projekt: Nach der Erhöhung der Hortplätze in diesem Jahr könne es nun womöglich für die CDU-Fraktion im Langenhagener Stadtrat interessant sein, „die Lebensqualität der älteren Generation zeitgemäß und langfristig zu fördern“, meint die Stadtverbandsvorsitzende. Auch Fredermann seien die „Sorgen und Nöte der Unternehmen vor Ort“ wichtig – er nehme nun konkrete Themen für den Landtag mit, sagt Golatka.

Von Konstantin Klenke

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