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Langenhagen Debatte um muslimische Kita geht weiter
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Debatte um muslimische Kita geht weiter
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00:51 23.04.2018
Darf die türkisch-islamische Gemeinde in Langenhagen eine Kindertagesstätte aufbauen? Langenhagens Kommunalpolitiker haben dazu noch viele Fragen. Quelle: picture alliance / Peter Kneffel
Langenhagen

 Lässt die Stadt die türkische Gemeinde Selimiye Camii als freien Träger der Jugendhilfe zu – und ebnet damit den Weg, dass an der neuen Moschee eine Kita unter der Trägerschaft der Gemeinde entsteht? Über diese Frage diskutierte der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am Donnerstagabend noch ergebnisoffen. Denn aus Sicht der Politiker konnten Gemeindevertreterin Esma Yatakci und ihre Begleiter Emine Oguz und Faruk Sahin nicht alle Bedenken ausräumen.

Diese, das zeigte die Debatte mehrfach, richten sich vor allem an die Anbindung der Langenhagener Gemeinde an die Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB). „Ich habe überhaupt nichts gegen eine muslimische Kita“, sagte unter anderem Grünen-Ratsfrau Maren Rietschel, „aber ich tue mich schwer, wenn DITIB im Hintergrund agiert.“ 

Wie auch CDU-Fraktionschefin Jessica Golatka empfahl Rietschel den Referenten, einen Trägerverein zu gründen. Diesen Weg hatte nach Aussage von Sahin die muslimische Gemeinde in Mannheim gewählt. Dort besteht bereits seit vier Jahren eine muslimische Kita, die inzwischen evaluiert wurde. „Und von uns wurden die ersten Kinder jetzt eingeschult, dabei haben die Überprüfungen gezeigt, dass unser Konzept gut funktioniert“, sagte Sahin

Er wie auch Yatakci betonten, dass die Hauptsprache Deutsch ist: „Wir haben viele Kinder, die anfangs nur Arabisch sprechen.“ Die Erzieher griffen eine auf Arabisch gestellte Frage beispielsweise auf, wiederholten sie, gäben die Antwort auf Deutsch und anschließend auf Arabisch. Daraus ergebe sich neben einem großen Wortschatz auch eine gute Sprachkompetenz. Ähnlich der evangelischen und katholischen Kitas achte die muslimische Einrichtung darauf, muslimische Werte und Rituale sowie die Schöpfung durch Gott zu vermitteln. Allerdings, so Sahin, müssten die Erzieher bei der Einstellung kein Bekenntnis zum Islam abgeben. 

Angesichts der vielen offenen Punkte hatten vier Fraktionen der Langenhagener Gemeinde, die derzeit an der Karl-Kellner-Straße eine neue Moschee baut und dort auch die Kita andocken möchte, einen Katalog mit Fragen geschickt. Diesen wollen sie in den kommenden Wochen in den Fraktionen noch genauer diskutieren, deshalb geht die Debatte im nächsten Jugendhilfeausschuss weiter. Dabei ist das Signal der meisten Ausschusssmitglieder klar: Sie wünschen sich einen von der Gemeinde unabhängigen Förderverein für die Trägerschaft.

Von Antje Bismark

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