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Langenhagen 102-Jährige stirbt bei Wohnhausbrand
Aus der Region Region Hannover Langenhagen 102-Jährige stirbt bei Wohnhausbrand
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16:12 05.11.2018
Bei dem Feuer in einem Wohnhaus in Langenhagen-Krähenwinkel kam eine 102 Jahre alte Frau ums Leben. Quelle: Clemens Heidrich
Krähenwinkel

Beim Brand ihres Hauses am Birkenweg ist am Montagmorgen die 102 Jahre alte Bewohnerin verstorben, als Auslöser nennt die Polizei einen technischen Defekt. Zeugen setzten gegen 6 Uhr einen ersten Notruf ab, als sie nach Aussage von Feuerwehrsprecher Stephan Bommert einen Feuerschein im Wintergarten des Doppelhauses bemerkten. Nur wenige Minuten später wurde die Alarmstufe erhöht: Nachbarn hatten Hilferufe vernommen, außerdem stieg der Rauch nach Aussage eines Polizeisprechers sichtbar auf.

„Als die ersten Einsatzkräfte ankamen, bemerkten sie ein lokales Feuer im Anbau“, sagte Bommert. Seinen Angaben zufolge rückten die Freiwilligen Feuerwehren aus Langenhagen, Krähenwinkel und Kaltenweide mit insgesamt 60 Einsatzkräften und 13 Fahrzeugen aus. Sie kümmerten sich unter der Einsatzleitung von Katharina Warde vorrangig um die Rettung der Bewohnerin, konnten die 102-Jährige aber nur noch tot bergen – trotz schneller Rettungsmaßnahmen, wie der Polizeisprecher betonte.

Die Anwohner versorgen die Feuerwehrleute wie Christopher Klein am Morgen mit Kaffee und Brötchen. Quelle: Feuerwehr/Bommert

Nach Aussage Bommerts bekämpften die Feuerwehrleute unter Atemschutz die Flammen in dem Gebäude, dazu nutzten sie auch die Drehleiter. Wegen des geringen Platzes an der Anliegerstraße mussten andere Anwohner ihre Autos umparken, für alle anderen Fahrzeuge sperrte die Polizei den Birkenweg. Nach dem Ende der Löscharbeiten kontrollieren die Einsatzkräfte noch das ausgebrannte Haus mit einer Wärmebildkamera, um mögliche Glutnester zu finden. Gegen 9.45 Uhr beendeten die Feuerwehren ihren Einsatz.

Bommert dankte den Anliegern des Birkenwegs aus mehreren Gründen: Zum einen habe die Feuerwehr für den ersten Löschangriff gut durch die engen Straßen fahren können, zum anderen habe auch das Räumen der Straße gut funktioniert. Und nicht zuletzt hätten Anwohner die freiwilligen Retter trotz der frühen Stunde mit Kaffee und Brötchen versorgt.

Nach Aussage des Polizeisprechers untersuchten Brandermittler das Haus noch im Laufe des Montags. Nach Abschluss der Arbeit gehen die Fachleute davon aus, dass ein technischer Defekt an einer elektrischen Leitung oder an einem Elektrogerät den Brand im Wintergarten ausgelöst hat. Sie schätzen den Schaden auf 150.000 Euro.

Feuerwehr: Rauchmelder gehören in die Wohnung

Den aktuellen Brand zu Beginn der dunklen Jahreszeit nimmt Stephan Bommert, Sprercher der Freiwilligen Feuerwehr Langenhagen, zum Anlass, um noch einmal auf die Bedeutung von Rauchmeldern hinzuweisen: „In jeden Schlafraum, in jedes Kinderzimmer und in Bereiche, die als Rettungswege dienen können, gehören die Rauchmelder“, sagt Bommert. Dazu gehörten beispielsweise alle Flure.

Grundsätzlich sollten Rauchwarnmelder wegen des aufsteigenden Brandrauchs an Zimmerdecken angebracht werden, der sich unterhalb der Zimmerdecke sammelt. Dadurch lösten die Melder schneller aus als bei einer Wandmontage. Des Weiteren sollten für eine optimale Funktionsweise Rauchmelder waagerecht angebracht werden. Bei Dachschrägen erfolge die Montage circa 50 Zentimeter unterhalb der Dachspitze – wenn möglich waagerecht, wie Bommert erläutert. Je nach Raumgröße kann es sinnvoll sein, mehrere Melder anzubringen.

Wer seine Wohnung oder sein Haus besonders sichern wolle, könnte auch einen Warnmelder in der Küche installieren: „Die Geräte sind mit einem Wärmemelder ausgestattet, so dass sie nicht auf Wasserdampf reagieren.“ Nach Bommerts Angaben gibt es inzwischen Geräte mit einer eingebauten Batterie, die bis zu zehn Jahre hält. „Damit entfällt das Auswechseln, das bei älteren Geräten fast jährlich ansteht“, sagt Bommert und fügt hinzu, unabhängig vom Alter jeder Warnmelder über ein VSD-Prüfzeichen verfügen sollte.

Seit der Installation der Brandmelder in Wohnungen registriere die Feuerwehr nicht mehr Einsätze, sagt der Feurwehrsprecher, mit Blick auf Alarmierungen, die angebranntes Essen auslösen. „Wir führen keine Statistik über Küchenbrände, stellen aber sehr wohl fest, dass wir sehr viel früher als in vergangenen Jahren alarmiert werden, weil die Rauchwarnmelder auslösen.“ Deshalb ermuntere die Feuerwehr mögliche Zeugen auch, frühzeitig den Notruf zu wählen.

Von Antje Bismark

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