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Langenhagen Frühstück dreht sich um Praktikum in Firmen
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Frühstück dreht sich um Praktikum in Firmen
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16:44 21.06.2018
Talkrunde über die Auswahl passender Auszubildender: Ralph Sensing (von links), Dina de Haas von Kausa, der Servicestelle der Region Hannoer, Lisa Brüggen und Helmut Passenheim. Quelle: privat
Langenhagen

„Ohne Praktikum stelle ich niemanden ein“, sagt Ralph Sensing, Chef des gleichnamigen Malerbetriebes in Langenhagen. Er sprach beim Ausbilderfrühstück von pro regio am Donnerstagmorgen vor anderen Unternehmern und Lehrern darüber, wie er den passenden Nachwuchs für seine Firma findet – und welche Bedeutung dabei einem Praktikum zukommt. Denn um dieses Thema drehte sich das Frühstück.

Yvonne Salewski, Geschäftsführerin von pro regio, gab den gut 60 Teilnehmern einen kurzen Überblick über die unterschiedlichen Formen eines Praktikums, das von einem verpflichtenden während der Schulzeit über ein freiwilliges in den Ferien bis hin zu Einstiegsqualifikationen reicht. „Bei allen geht es darum zu entscheiden, ob ein Beruf oder ein Unternehmen zu dem Bewerber passen“, sagte Salewski. Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer betonte, Praktika seien gerade im Übergang von Schule zu Ausbildung unverzichtbar.

Diese Einschätzung teilte auch Anke Kaiser, Leiterin des Fachbereichs Arbeit-Wirtschaft-Technik an der IGS: „Gleichwohl stellen Schulpraktika für uns als Schule eine Herausforderung dar.“ Denn gerade Achtklässler seien in dem Alter mit vielen Dingen beschäftigt, aber nicht mit einem Praktikum: „Sie gilt es also zu motivieren“, sagte Kaiser und verwies darauf, dass viele Eltern die Zuständigkeit zunehmend an die Lehrer übertragen wollten.

Dabei sieht Kaiser ebenso wie Malermeister Sensing, zugleich Obermeister der Innung, die Mütter und Väter besonders in der Pflicht: „Sie sollten ihren Kindern einen Anreiz geben, auch während der Ferien mal ein freiwilliges Praktikum zu absolvieren“, sagte Sensing. Je mehr die Jugendlichen über einen Beruf und einen Betrieb wüssten, desto besser könnten sie für sich entscheiden. Deshalb biete er pro Jahr etwa zehn Stellen an: „Praktikanten sind unsere Zukunft, weil wir gerade in den handwerklichen Jobs nur schwer Nachwuchs finden.“ Umso mehr freut sich der Langenhagener, dass er mit drei Azubis im August starten könne – zwei von ihnen haben das Abitur bestanden und arbeiten schon jetzt im Unternehmen: als Praktikant.

Von Antje Bismark

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