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Langenhagen Mann hinterlässt Adresse in illegal entsorgtem Abfallberg
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Mann hinterlässt Adresse in illegal entsorgtem Abfallberg
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00:16 15.07.2018
Stadtbedienstete haben in diesem Müllberg die Adresse des mutmaßlichen Verursachers entdeckt. Quelle: Stadt Langenhagen
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Godshorn

Es sind Bilder, über die sich vermutlich viele maßlos ärgern: achtlos vor Altpapiercontainer gekippter Müll. Denn das verursacht nicht nur mehr Arbeit, sondern steigert auch die Abfallgebühren und belastet so jeden privaten Haushalt. Doch nun hat die Hartnäckigkeit der Langenhagener Parkranger dazu geführt, einen mutmaßlichen Umweltsünder zu ermitteln.

Nach Auskunft von Stadtsprecherin Juliane Stahl hatte eine Passantin am ehemaligen Godshorner Hallen-Freibad Godshorn an der Berliner Allee eine völlig vermüllte Wertstoff-Insel entdeckt und das der Verwaltung gemeldet. Bei einer Kontrolle durchstöberte Parkranger Markus Villwock die vor die Container geworfenen Folien, Papiersäcken und Kartons – und entdeckte unter anderem Verpackungen, auf denen Reste von Adressetiketten klebten. „Auf einigen waren noch Namen zu erkennen“, berichtet Stahl. Die anschließenden weiteren Recherchen verliefen ihren Angaben zufolge erfolgreich. Das Ergebnis leitete die Stadt an Aha weiter. „Als Betreiberin der Wertstoff-Inseln ist sie zuständig für das weitere Verfahren“, heißt es von der Rathaussprecherin weiter.

Stadtverwaltung legt Wert auf Sauberkeit

Stahl verweist zudem auf die Online-Plattform maengelmelder.langenhagen.de auf der städtischen Homepage. Über diesen könnten Bürger der Stadt jederzeit, auch außerhalb der Öffnungszeiten, Hinweise geben. „Die Nutzung der App auf dem Smartphone erlaubt es, mit dem Hinweis ein Foto zu senden und – bei entsprechender Einstellung – die GPS-Daten dazu zu übermitteln“, erläutert die Stadtsprecherin das Prozedere.

„Die Stadt tut sehr viel, um Langenhagen sauber zu halten. Wir sind dabei aber dringend auf die Unterstützung jeder Bürgerin und jedes Bürgers angewiesen“, sagt Langenhagen Bürgermeister Mirko Heuer. „Wenn jeder von uns verantwortungsvoll mit seinem Müll umgeht und wir uns alle gemeinsam für ein sauberes Langenhagen einsetzen, können wir auch effektiv gegen wilden Müll vorgehen.“

Für illegalen Müll muss jeder zahlen

Aha-Sprecher Stefan Altmeyer hebt auf Anfrage dieser Zeitung aber hervor, dass die Ermittlungen der Langenhagener Stadtverwaltung seinem Unternehmen nicht bekannt seien. Gleichwohl betont er, wie wichtig entsprechende Recherchen seien. Denn Aha müsste von den regionsweit 660 betriebenen sogenannten Wertstoffinseln jährlich etwa 1000 Tonnen illegal abgelagerten Müll abfahren, der dort nicht zu suchen hätte. Und das führe bei Aha zu „erheblichen Mehrkosten“, hebt der Firmensprecher auf Anfrage hervor. Und letztlich belastet das über höhere Gebühren die Allgemeinheit. Zu dem „wilden Müllaufkommen auf Wertstoffinseln, bezogen auf das Stadtgebiet von Langenhagen, haben wir leider keine konkreten Zahlen“, räumt er aber ein.

Umweltsünder müssten aber, „je nachdem, was dazu gestellt wird, mit Konsequenzen rechnen“, warnt Altmeyer. Grundlage dafür sei ein Bußgeldkatalog. Dieser reiche bei weggeworfenen Kleinigkeiten, sogenannten „Litterings“ von 15 Euro, über wilde Sperrmüllhaufen für Ersttäter von 75 Euro plus Entsorgungskosten bis hin zu Bußgeldbescheiden in Höhe von 5000 Euro. Und bei gefährlichen Stoffen könne das durchaus noch teurer werden. Und der Sprecher stellt auch klar, dass „das Vermüllen der Stadt und der Natur kein Kavaliersdelikt“ ist. „Wer Müll oder Wertstoffe, auch auf Straßen oder Wertstoffinseln liegen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit oder möglicherweise sogar eine Straftat.“ „Beides wird mit empfindlichen Geldbußen und in Extremfällen auch mit Haftstrafen geahndet.“

Altmeyer betont, dass sein Unternehmen auf Hinweise in Sache illegaler Müllentsorgung angewiesen ist. Dafür gebe es eine eigens eingerichtete Hotline unter der Rufnummer (0800) 9991199.

Von Sven Warnecke

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