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Langenhagen Segelclub Passat: Stadt fördert Neubau
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Segelclub Passat: Stadt fördert Neubau
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00:32 09.06.2018
Auf dem Grundstück an der Emil-Berliner-Straße möchte der Segelclub ein neues Vereinsheim und eine Bootshalle bauen sowie neue Stellplätze für die Boote der Mitglieder schaffen. Quelle: privat
Langenhagen

Kann es sich die Stadt leisten, den Segelclub Passat mit gut 80.000 Euro beim Bau eines Vereinsheims und einer Bootshalle zu unterstützen? Sie kann. Dies jedenfalls haben CDU, SPD und Linke am Montag im Rat mit ihrer Zustimmung zu dem seit Monaten diskutierten Zuschussantrag des Vereins unterstrichen. Heftige Gegenrede erhielten sie allerdings von den Grünen, der AfD sowie dem Einzelmitglied der Unabhängigen. Dies vor allem beim Blick auf den erst jüngst bekannt gewordenen Einbruch der Gewerbesteuer um 12 Millionen Euro.

„Das Hauptargument gegen den Zuschuss ist der Zeitpunkt des Antrages“, betonte Grünen-Fraktionschef Dirk Musfeldt. „Wir haben ein Defizit von 12 Millionen Euro und tun so, als ginge uns das alles nichts an.“ Der vom Vereinsvorsitzenden Bernd Röber befürchtete Verlust der Gemeinnützigkeit, sollte der Bau nicht bald voranschreiten, sei „ein vorgeschobenes Argument“. Die Stadt gebe mit der Bewilligung des Zuschusses einmal mehr das Signal an alle, „die mühselig und beladen sind“, zur Stadt zu kommen und sich ihre Wünsche bezahlen zu lassen.

Verlust der Gemeinnützigkeit „vorgeschoben“?

Musfeldt bezweifelt zudem, der Segelclub benötige für seine 100 Mitglieder tatsächlich 15 Stunden pro Woche für Schulungen. Dies war in der Vergangenheit eines der Argumente, warum der Verein für seine Aktionen nicht die Räume benachbarter Sportvereine nutzen könne. Überdies versteht Musfeldt nicht, warum auch Stellplätze für Privatboote der Mitglieder mitfinanziert werden sollten. Röber hatte dies zuletzt in der Sitzung des Sportausschusses damit legitimiert, dass diese Mitglieder denselben Monatsbeitrag wie alle anderen zahlten, obwohl sie die Ausrüstung des Vereins gar nicht nutzten.

CDU widerspricht Vorwürfen der Grünen

Musfeldts Anwürfe wollte vor allem CDU-Fraktionschef Reinhard Grabowsky nicht gelten lassen. Noch Mitte Mai hatte Jessica Golatka für die CDU im Sportausschuss trotz Röbers Bitte um eine baldige Entscheidung um eine weitere Vertagung der Beratung gebeten, um weitere Fragen auch zu einer möglichen Verkleinerung des Projektes klären zu können. Diese Aussprache hat inzwischen stattgefunden, wie Grabowsky am Montag im Rat berichtete: „Wir haben Herrn Röber in unsere Fraktion eingeladen und ihm wirklich viele Fragen gestellt.“ Auch und gerade im Hinblick auf die Notwendigkeit des Baus an der Emil-Berliner-Straße, an der ein Vereinsheim, eine Bootshalle sowie 15 Außenstellplätze für Jollen entstehen sollen.

Das Ergebnis der Sitzung sei letztlich eindeutig ausgefallen: „Wir bleiben bei unserer Unterstützung des Antrages.“ An den Baukosten von insgesamt knapp 260.000 Euro beteiligen sich der Verein selbst sowie der Landessportbund. Dieser jedoch nur unter der Bedingung, dass auch die Stadt ihren Teil der Drittelfinanzierung beisteuert.

Von Rebekka Neander

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