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Langenhagen Vereine warten auf eine halbe Million Euro
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Vereine warten auf eine halbe Million Euro
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12:36 19.12.2017
Zu den Antragstellern an die Stadt gehört auch der Tierschutzverein Krähenwinkel, der das Gelände erweitern möchte.  Quelle: Neander
Langenhagen

 Es geht unter dem Strich um knapp eine halbe Million Euro, die rund 30 Vereine und Institutionen in Langenhagen von der Stadt haben möchten. Darunter wiederkehrende Posten wie der Zuschuss für das Abenteuerland (3500 Euro), das Feuerwerk der DLRG am Silbersee (1700 Euro) oder die Museums-Initiative Gliem (3000 Euro). Aber es geht auch um Großprojekte: Knapp 100.000 Euro beantragt die Johanniter Unfallhilfe für ein „soziales Projekt“ der von ihr 2015 initiierten Kleiderkammer, beim Sportring stehen 15.000 Euro in Rede für die Instandhaltung der Sportanlagen durch die Vereine und der Segelclub Passat möchte gut 80.000 Euro haben für den Neubau von Bootshaus und Vereinsgebäude. Neu ist auch die Bitte des Kunstvereins, den Personalkostenzuschuss um 15.000 Euro pro Jahr zu erhöhen. Überdies möchte der Tierschutzverein 37.000 Euro für die Erweiterung des Tierheimgeländes haben. 

Kein „weiter so“

Eigentliche wollte die Politik Langenhagens noch im Dezember eine verbindliche Aussage treffen, wie der Haushalt für das kommende Jahr aussehen soll. Mit einer rechtsverbindlichen Genehmigung des Etats durch die Kommunalaufsicht hätte damit im Frühjahr gerechnet werden können. Doch daraus wird nun nichts. Frühestens für den Januar hat das von der CDU angeführte lose Mehrheitsbündnis mit den Grünen, der AfD, der BBL, FDP und den Unabhängigen seinen Haushaltsentwurf angekündigt, verbunden mit einer umfänglichen Streichliste. Die Summe der anstehenden Investitionen vor allem für den Schulbau sei so groß geworden, dass ein „weiter so“ des „Langenhagener Standards“ sich verbiete. 

Informationen zu spät erhalten

Ursache der Verzögerung, deren Dauer vom Verlauf der danach beginnenden politischen Debatte abhängt, benennt CDU-Fraktionsvorsitzender Reinhard Grabowsky mit noch ausstehenden Beratungen. „Die Liste der Zuschussanträge musste von der Verwaltung mehrfach ergänzt werden, und sie ist noch nicht vollständig“, betonte Grabowsky am Montag in der eigentlich geplanten Haushalts-Sitzung des Rates. Auch der Haushaltsbegleitantrag der SPD, ergänzte Grünen-Ratsherr Dirk Musfeldt in Richtung des früheren Koalitionspartners, habe für eine interne Fraktionssitzung nicht rechtzeitig vorgelegen. Ein Statement, dass von SPD-Fraktionschef Marc Köhler vehement bestritten wurde. 

Ehrenamtliche müssen vorfinanzieren

So oder so müssen sich nun alle gedulden. Dazu gehören auch die ehrenamtlichen Helfer im Arbeitskreis „Grünes Langenhagen“. Sie haben wie in den Jahren zuvor für Personal- und Sachkosten 4000 Euro beantragt, von denen unter anderem die Broschüren für die Aktion Offene Pforte bezahlt werden sollen. Weil diese Veranstaltungsreihe im April eines jeden Jahres beginnt, mussten die Initiatoren die Auslagen für die Programmhefte aus eigener Tasche vorfinanzieren. Durch die Kommunalwahl im November 2016 konnte der Rat den Haushalt 2017 erst sehr spät verabschieden. Die Ehrenamtlichen bekamen ihre Auslagen deshalb erst im Spätsommer erstattet, was zu großem Unmut geführt hatte. Sollte sich derlei wiederholen, hatte der damalige Organisator Heinz Jansen angekündigt, werde die Veranstaltungsreihe nicht fortgeführt. 

Von Rebekka Neander

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