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Langenhagen Markthalle: Kochschule wehrt sich
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Markthalle: Kochschule wehrt sich
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00:16 31.10.2018
Wie groß ist der Schädlingsbefall in der Markthalle? Darüber streiten ein Mieter sowie Vermieter und Region. Quelle: Archiv
Langenhagen

Sind die Mäuse gar nicht das Problem? Geht es vielmehr um einen Befall durch Schaben? Im Streit um die Existenz von Schädlingen in der frisch renovierten Markthalle Langenhagen legen die Betreiber einer jüngst ausgezogenen Kochschule nach. Kern ihrer Vorwürfe gegen die Betreiber der Markthalle, in der sie im Frühjahr Schulungsräume aufwendig eingerichtet hatten, sei vor allem der wiederholte Fund von Küchenschaben gewesen. Jan und Kirsten Sierakowski hatten nach dem unverschuldeten Verlust ihrer Schulungsräume in Hannover eigentlich auf einen Neustart ihrer renommierten Kochschule in Langenhagen gehofft, ihren Vertrag dann jedoch unmittelbar nach Start ihres Unternehmens den Vertrag über ihren Anwalt kündigen lassen. Sie werfen den Markthallenbetreibern „arglistige Täuschung“ vor, da man sie über das ihrer Ansicht nach wahre Ausmaß des Schädlingsbefalls nicht aufgeklärt habe. Und sie verwahren sich gegen Vorwürfe in den sozialen Medien, ihre Anwürfe seien vorgeschoben.

Boris Ebeling, Geschäftsführer der Alpha Immobilien Service GmbH, fungiert als Verwalter der Markthalle und weist nun auch die neuerlichen Vorwürfe zurück. In einer ersten Reaktion auf die Kündigung der Kochschule hatte Ebeling ausführlich über die Abwehrmaßnahmen gegen Mäuse berichtet. Doch auch den Vorwurf, man habe Sierakowskis nicht ausreichend über die Existenz von Küchenschaben informiert, weist Ebeling vehement zurück. Nach Auskunft des eingesetzten Unternehmens zur Schädlingsbekämpfung handele es sich um einen „leichten Befall“. Dieser werde durch fachkundiges Personal bekämpft.

Region sieht keinen Grund für eine Schließung

Auch die Region Hannover bewertet die Situation in der Markthalle aktuell weiterhin als hinnehmbar. Die Behörde bestätigt, dass „zu dem Schädlingsbefall in der Markthalle Langenhagen auch Schaben zählen“, wie es in einer schriftlichen Stellungnahme heißt, die dieser Zeitung vorliegt. „Aber auch dieser ist – wie bei den Mäusen – nicht so gravierend, dass eine Betriebsschließung gerechtfertigt wäre.“ Auch dort seien „Maßnahmen verhängt worden, die regelmäßig kontrolliert werden“. Grundsätzlich kämen Schaben durch Ritzen in die Gebäude, „besonders in Altbauten gibt es immer wieder Probleme mit Schaben, die sich allerdings überwiegend im Kellerbereich aufhalten.“

Kochschule zeigt Schaben-Befall auf Fotos und Videos

Wie stark ist der Befall der Markthalle durch Schaben? Ehemalige Mieter und Betreiber sind unterschiedlicher Auffassung. Quelle: privat

Sierakowskis ihrerseits haben dieser Zeitung einige Foto- und Video-Aufnahmen vorgelegt, die sie in ihren im Obergeschoss gelegenen Räumen gemacht hätten. Auf verschiedenen Fotos sind jeweils ein bis drei Tiere auf dem Fußboden zu sehen. Die Videos zeigen jeweils ein einzelnes Tier, das in der Spülmaschine oder auf dem Fußboden umher läuft. In einem Fall ist eine Schabe, die sich im Gegensatz zu Mäusen nicht durch die Gegenwart von Menschen verscheuchen lassen und auch tagaktiv auftreten, auf dem Tresen des für den Betrieb fertig präparierten Schulungsraums mit mehreren festlich gedeckten Tafeln zu sehen. Diese Situation unmittelbar vor Beginn einer Schulungsveranstaltung mit Kunden, so Kirsten Sierakowski, sei letztlich der Anlass gewesen, den Betrieb umgehend einzustellen. „Wir sind noch im vergangenen Jahr für unsere besondere Hygiene ausgezeichnet worden“, betont sie auf Nachfrage dieser Zeitung. „Und wir kämpfen jetzt um unseren Ruf“, sagt Kirsten Sierakowski. „Sie glauben doch wohl nicht, dass wir so wahnsinnig gewesen wären, bei Kenntnis der Sachlage dort einzuziehen?“

Von Rebekka Neander

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