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Langenhagen Das Thema Heimat bewegt viele Menschen
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10:54 05.11.2018
Dirk Heuwinkel und Annette von Stieglitz werben für die November-Reihe. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Die November-Reihe von Volkshochschule und dem Lieza-Treff der katholischen Liebfrauengemeinde mit Zwölf Apostel befasst sich in diesem Jahr mit dem Thema „Heimat“. Der erste der drei Vorträge unter dem Titel „Heimat – ein Phantomschmerz“ beginnt am Montag, 12. November, im Treffpunkt der VHS, Konrad-Adenauer-Straße. Alle drei Abende samt anschließender Diskussion sind kostenlos. Bei jeder der bislang drei Veranstaltungen hatten die Kooperationspartner ein aktuelles gesellschaftspolitisch relevantes Thema aufgegriffen. Zum Auftakt im Jahr 2016 hieß es „Die Flüchtlingswellen: Europas Werte auf dem Prüfstand“ und ein Jahr später „Zwischen Freiheit und Verantwortung: Warum unsere Demokratie kein Selbstläufer ist“.

Die nun anstehenden drei Abende –alle beginnen um 19 Uhr - behandeln in sich geschlossene, inhaltliche Einheiten. Deshalb können sie auch einzeln besucht werden, wirbt Langenhagens VHS-Leiterin Annette von Stieglitz. Nach dem Auftakt gehen die Abende am Mittwoch, 14. November, im Gemeindehaus der Liebfrauengemeinde an der Karl-Kellner-Straße 67 zum Thema „Beheimatung in Kirche und Gesellschaft – Chance oder Utopie“ mit Christian Hennecke weiter. Zum Abschluss thematisiert Professor Peter Dehne am Freitag, 16. November, im Gemeindesaal der Zwölf-Apostel-Kirche am Weserweg 3 „Heimat – Kampfbegriff der Politik oder Bedingung für ländliche Entwicklung“.

Wird Begriff Heimat politisch missbraucht?

Dirk Heuwinkel vom Lieza-Treff der katholischen Liebfrauengemeinde ist auf alle Fälle davon überzeugt, dass „jeder für sich selbst Heimat gestalten“ könne. Seinen Angaben zufolge seien aktuell auch viele Menschen auf der Suche nach Heimat. „Da kann die Kirche ganz viele Anknüpfungspunkte liefern“, ist er überzeugt.

Doch was ist eigentlich Heimat? Dieser Frage wird nun nachgegangen. Der Begriff „Heimat“ sei in der jüngsten Vergangenheit gerade wegen der Verwendung in der Politik heftig diskutiert worden – auch in Zusammenhang mit der Flüchtlingsdebatte, macht von Stieglitz deutlich. Für Heuwinkel ist die Instrumentalisierung des Begriffs der Anstoß für sein Engagement. „Denn das ist rückwärtsgewandt“, betont er. Vielmehr müsste der Begriff Heimat neu definiert und weiterentwickelt werden, fordert Heuwinkel.

Um dieses Ziel zu erreichen, soll das Thema unter unterschiedlichen Aspekten unter die Lupe genommen werden. Für die VHS-Leiterin trägt der „Begriff in einem dynamischen Prozess zur Identitätsbildung und zu einer eigenen Wahrnehmung im Kontext“ bei. Ein facettenreiches Spektrum, unterstreicht sie. Heimat stehe für Geborgenheit und Zugehörigkeit, stelle einen Gegenpol zu Tendenzen der Entfremdung und Vereinzelung dar. Doch dabei müsse sich jeder einzelne einbringen, um „zum Leben in der Stadt etwas beitragen zu können“.

Im ersten Teil „Heimat. Ein Phantomschmerz“ beschreibt Feuilletonist, Philosoph und Publizist Christian Schüle den Verlust des Vertrauten und den Mangel an Vertrauen. Beides bestimme die aktuelle Diskussion über den Begriff Heimat und schüre die Angst vor dem Unbekannten. Über „Beheimatung in Kirche und Gesellschaft – Chance oder Utopie“ spricht dann Christian Hennecke. Er begibt sich dabei auf eine theologische Spurensuche und will Impulse zum weiteren Nachdenken bieten. Im dritten Teil referiert Professor Peter Dehne über „Heimat – Kampfbegriff der Politik oder Bedingung für ländliche Entwicklung“. Dabei geht er der Frage nach, welche Rolle Heimat oder besser das Heimatgefühl für die Entscheidung spielt, zu gehen, zu bleiben oder sich in die örtliche Gesellschaft einzubringen. Welchen Anteil hat „Heimat“ in der örtlichen Lebensqualität und was macht Heimat tatsächlich aus?

Aus organisatorischen Gründen bitten die Veranstalter um telefonische Anmeldung unter (0511) 73079703, per E-Mail an info@vhs-langenhagen.de oder persönlich in den VHS-Geschäftsstellen im Eichenpark oder Treffpunkt.

Von Sven Warnecke

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