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Langenhagen Schicksals-Sitzung für Segelclub Passat?
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Schicksals-Sitzung für Segelclub Passat?
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00:22 06.06.2018
Sein 40-jähriges Bestehen feierte der Segelclub Passat vor drei Jahren noch in der Scheune in Godshorn. Doch diese ist als Vereinsgelände nicht länger nutzbar. Quelle: privat
Langenhagen

Wie oft Bernd Röber sein Anliegen bereits vorgetragen hat, vermag er kaum mehr zu zählen. Seit Oktober 2017 liegt Stadt und Sportring der Zuschuss-Antrag für exakt 80.502 Euro vor, mit deren Hilfe der Verein einen Ersatz für die seit 1977 in Godshorn genutzte Scheune bauen möchte. Ein Grundstück an der Emil-Berliner-Straße konnte der Club bereits in Erbpacht übernehmen. Gut 45.000 Euro hat der Verein in den vergangenen Jahren angespart, ein Darlehen über 60.000 Euro ist vereinbart und auch der Landessportbund wird knapp 72.500 Euro dazu geben – vorausgesetzt, auch die Stadt beteiligt sich an der Finanzierung. Eigentlich hätte der Rat bereits in den Haushaltsberatungen im Herbst 2017 über den Antrag beraten können. Doch durch eine Kommunikationslücke fiel der Antrag bei der seinerzeit vorübergehend formierten Mehrheitsgruppe durch.

Auf dem Grundstück an der Emil-Berliner-Straße möchte der Segelclub ein neues Vereinsheim und eine Bootshalle bauen sowie neue Stellplätze für die Boote der Mitglieder schaffen. Quelle: privat

Dass der Rat am Montag nun erneut darüber entscheiden wird, ist nicht nur Röbers unermüdlichem Protest zu verdanken. Auch Michaela Henjes, als Vorsitzende des Sportrings Langenhagen beratendes Mitglied im Fachausschuss für Sportangelegenheiten, sprang dem Segelclub zur Seite. Das Anliegen sei nach allen Regeln der Vereinsförderung zulässig; überdies leiste der Segelclub einen großen Beitrag für den Breitensport. Die Zeit wird nun knapp: Wenn die Stadt nicht schnellstmöglich den Zuschuss freigibt, ist der Segelclub gezwungen, sämtlich angespartes Geld an die Mitglieder zurückzuzahlen. Auch die Förderzusage des Landessportbundes, der auf eine Drittel-Finanzierung besteht, verfiele.

Vereinschef fürchtet um die Zukunft des Segelclubs

Röber macht keinen Hehl daraus, dass damit auch die Existenz des Segelclubs auf dem Spiel steht. „Das Finanzamt drängt bereits, dass wir die angesparte Summe investieren müssen“, sagte Röber auch in der jüngsten Sportausschusssitzung. Sparen Vereine zu lange zu viel Geld an, verlieren sie ihre Gemeinnützigkeit. An die Politik gerichtet ergänzte Röber: „Wenn wir das Geld zurückzahlen müssen, ist die Existenz des Vereins in Gefahr.“

Doch obwohl Röber während dieser Sitzung die Intention des Vereins bei der Nachwuchsförderung, vor allem aber die baulichen Probleme in Godshorn inklusive des mangelnden Einbruchschutzes eindringlich darlegen durfte, rang sich das Gremium nach langer Kontroverse und einer Sitzungsunterbrechung auf Wunsch der CDU nur dazu durch, den Antrag als „behandelt“ passieren zu lassen. Da halfen auch die Bitte der Sportringspräsidentin Michaela Henjes und der Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch nichts. Beide hatten vor allem in Richtung CDU und Grüne appelliert, den Antrag zu befürworten. Dies vor allem, um Finanzamt und Landessportbund zu beruhigen. CDU und Grüne hegen jedoch weiterhin Zweifel an der Notwendigkeit des beantragten Baus hinsichtlich der Größe und der Kosten. Durch den Verzicht des Gremiums auf erneute Beratung kann der Rat nun am Montag endgültig über die Zukunft des Segelclubs befinden. Die Sitzung beginnt am Montag um 18.30 Uhr im Ratssaal.

Von Rebekka Neander

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