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Langenhagen Stadt bremst Raser vor der Schule aus
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Stadt bremst Raser vor der Schule aus
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00:16 08.06.2018
Die Stadt entschleunigt den Verkehr: Betriebshofmitarbeiter Andreas Schilin (links) und Karsten Lüdtke bringen auf der Niedersachsenstraße einen Bodenschweller an. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Mithilfe einer gut 30 Millimeter hohen Bodenschwelle will die Langenhagener Stadtverwaltung den Kraftfahrzeugverkehr in der Nähe zur Hermann-Löns-Schule ausbremsen. Mitarbeiter des Betriebshofes haben das Hindernis am Montag auf der Niedersachsenstraße angebracht – zudem weisen neue Hinweisschilder auf die nunmehr „unebene Fahrbahn hin“, erläutert Karsten Lüdtke vom Betriebshof. Außerdem auch auf die jetzt um zehn Zentimeter gesunkene Durchfahrtshöhe der Gleisunterführung auf 3,60 Meter. Denn genau darunter ist das Hindernis aufgebaut worden. Insgesamt zwölf Hinweisschilder wurden jetzt in dem kompletten Bereich zwischen Walsroder und Westfalenstraße zusätzlich montiert.

Raser mit Tempo 90 geblitzt

Zusatzschilder weisen nun auf das Hindernis wie auch auf die um zehn Zentimeter reduzierte Durchfahrtshöhe der Bahnunterführung hin. Quelle: Sven Warnecke

Für einen sichereren Weg zur Hermann-Löns-Schule investiert die Stadtverwaltung etwa 2000 Euro, teilt dazu Rathaussprecherin Juliane Stahl auf Nachfrage dieser Zeitung mit. Um die Bodenschwelle einzubauen, musste der Arbeitsbereich für Lüdtke und seinen Kollegen Andreas Schilin aber nicht gesperrt werden. Autofahrer konnten den Tunnel wechselweise passieren, heißt es aus dem Rathaus. Um größere Behinderungen zu vermeiden.

Auf der gut 6,50 Meter breiten Fahrbahn wurde in der Mitte die circa 3,50 Meter lange Erhebung aufgebracht. Beiderseits zu den Bordsteinen hin bleibt aber ein etwa 1,50 Meter breiter Korridor, damit Fahrradfahrer – etwa auch mit Kinderanhänger – an der Bodenschwelle problemlos und ohne Hüpfen vorbeifahren können. Als Grund für die bauliche Veränderung nennt Stadtsprecherin Stahl die zahlreichen Tempoverstöße, die speziell auch im Bereich der Bahnunterführung bei Messungen registriert worden sind. Trauriger Spitzenreiter in der Tempo-30-Zone war ein Fahrer mit 90 Stundenkilometern, berichtet sie.

Starker Verkehr überrascht auch Betriebshofmitarbeiter

Mit der „Bodenschwelle wird der Verkehr entschleunigt“, ist Stahl zuversichtlich. „Wer mehr als 20 Stundenkilometer dort fährt, riskiert nun Schäden am Auto“, weiß auch Experte Lüdtke. Ihn und seinen Kollegen hat während ihrer Arbeiten aber der immense Autoverkehr in dem Abschnitt überrascht. „Damit hatten wir so nicht gerechnet“, sagt er. Zumal es sich nicht um Eltern von Schulkindern bei der Bring- oder Abholtour gehandelt habe, sondern vielmehr um Durchgangsverkehr, meint Lüdtke.

Gut 30 Millimeter nur hoch - aber wirksam: die neuen Bodenschweller. Quelle: Sven Warnecke

Um Raser im westlichen Teil der Niedersachsen Straße auszubremsen, hatte die Stadt vor einigen Jahren bereits drei sogenannte Betonsofas im Abschnitt Westfalenstraße und Bahndamm aufgestellt. „Diese waren jedoch so platziert, dass an den Engstellen zwei Autos aneinander vorbeifahren konnten“, berichtet die Rathaussprecherin. Um den Verkehr auch in diesem Abschnitt wirksam auszubremsen, hat die Stadt die Hindernisse nun weiter in die Fahrbahn gerückt, berichtet Stahl.

Von Sven Warnecke

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