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Langenhagen Stadt lehnt Zebrastreifen in Godshorn ab
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Stadt lehnt Zebrastreifen in Godshorn ab
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00:23 19.05.2018
In der Straße Alt Godshorn zeigt ein Display den Autofahrern an, wie schnell sie sind. Quelle: Thomas Böger
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Godshorn

 Die Langenhagener Stadtverwaltung lehnt es ab, in Godshorn einen zusätzlichen Zebrastreifen anzulegen. Stattdessen hat sie auf der Straße Alt Godshorn an der Einmündung der Kapellenstraße ein sogenanntes Geschwindigkeitsdisplay installiert, das den Autofahrern anzeigt, ob sie die dort vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde einhalten. Godshorner Kommunalpolitiker wollen sich damit jedoch nicht zufrieden geben.

Schon lange fordern Eltern von Schulkindern ebenso wie die Kirchengemeinde einen Überweg entweder auf der Straße Alt Godshorn oder der Kapellenstraße. Die einen wollen den Weg der Schulkinder zur Jugendscheune sichern, wo sie ein Mittagessen und Hausaufgabenhilfe bekommen. Die anderen wollen vor allem älteren Gottesdienstbesuchern einen ungefährdeten Weg zur Kirche ermöglichen. 

Stadt prüfte drei Alternativen für einen Überweg in Godshorn

Im Januar dieses Jahres hatte die Ortsratsfraktion der SPD einen erneuten Anlauf unternommen: Sie brachte einen Antrag ein, mit dem die Verwaltung aufgefordert werden sollte, einen Zebrastreifen anzulegen, „wenn das rechtlich möglich ist“.  Schließlich wurde die Verwaltung beauftragt, drei Alternativen zu prüfen: ein Überweg vor der Kirche oder in der Kapellenstraße oder ein Geschwindigkeitsdisplay.

Die zuständige Straßenverkehrsbehörde im Langenhagener Rathaus hatte mehrfach in der Straße Alt-Godshorn die Fahrzeuge gezählt und deren Tempo gemessen. Als Grundlage für ihre Entscheidung führt sie die einwöchige Zählung vom März 2017 an. Dabei waren pro Tag durchschnittlich gut 3400 Fahrzeuge – inklusive Zweiräder, auch unmotorisierte – erfasst worden. Maximal waren es rund 4750 Fahrzeuge, das entspricht 198 pro Stunde. Nach den „Richtlinien für die Anlage und Ausstattungen von Fußgängerüberwegen“ komme eine Anordnung aber erst ab 200 Kraftfahrzeugen pro Stunde in Betracht, erklärte Regine von der Haar als Vertreterin der Verwaltung in der jüngsten Godshorner Ortsratssitzung. Empfohlen werde sie erst ab 450 Fahrzeugen. Darüber hinaus weist die Verwaltung darauf hin, dass durch einen Überweg „mit dem Wegfall einer nicht unerheblichen Zahl von Parkplätzen einhergehen würde“.

Aus der Kapellenstraßen liegen keine Daten einer Verkehrszählung vor

In der Kapellenstraße  ist nicht gezählt worden, verlässliche Daten über die Zahl der Fußgänger gebe es ebenfalls nicht, teilt Stadtsprecherin Juliane Stahl mit. Aber die Straßenverkehrsbehörde sei der Bitte um Austellung eines Tempo-Displays nchgekommen, da  „weder die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung noch eine Richtlinie Auflagen vorgibt“.

„Was sollen wir machen?“ fragt Ortsbürgermeisterin Ute Biehlmann-Sprung (CDU). Ein Zebrastreifen sei offenbar rechtlich nicht möglich. Auf den Hinweis, das Niedersächsische Verkehrsministerium habe auf Nachfrage dieser Zeitung bereits im vergangenen Jahr erklärt, die Stadt könne trotz Verfehlung der in der Richtlinie genannten Zahlen einen Überweg – etwa zur Schulwegsicherung – anlegen, reagierte die Ortsbürgermeisterin mit der Ankündigung, noch einmal über das Thema nachdenken zu wollen. 

Zebrastreifen soll erneut in der Politik diskutiert werden

SPD-Ortsratsherr Tim Julian Wook will sich mit der Auskunft der Stadt auf keinen Fall zufrieden geben. Er habe sich seinerzeit ebenfalls vom Ministerium bestätigen lassen, dass die Stadt einen Zebrastreifen anlegen könnte – wenn sie denn wollte. Wook will deshalb noch einmal mit den Eltern von Schule und Kindergärten sprechen sowie das Thema in der SPD-Stadtratsfraktion auf die Tagesordnung bringen.

  

Von Thomas Böger

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