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Langenhagen Trotz Dürre sollen es EPL-Kunden warm haben
Aus der Region Region Hannover Langenhagen Trotz Dürre sollen es EPL-Kunden warm haben
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00:21 01.09.2018
Vielerorts sieht der Mais alles andere als gut aus. Wegen der Dürre ist mit einer geringeren Erntemenge zu rechnen. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Die Ernteausfälle in der Landwirtschaft sind bereits amtlich protokolliert – Bund und Länder haben für die in der Existenz betroffenen Bauern in der Folge millionenschwere Hilfspakete geschnürt. Doch wie sieht es eigentlich mit der Biogasanlage der Energie-Projektgesellschaft Langenhagen – kurz EPL – im Kaltenweider Weiherfeld aus? Schließlich werden von dort aus etwa 1500 Haushalte sowie weitere 500 im gesamten Langenhagener Stadtgebiet versorgt. Hinzu kommen zusätzlich 25 gewerbliche Liegenschaften wie das City-Center, die Elisabeth-Arkaden, das Klinikum oder auch kommunale Einrichtungen wie etwa Schulen, Kitas sowie auch das Rathaus. Droht ihnen im anstehenden Winter ein Engpass – müssen sie gar mit höheren Energiepreisen rechnen?

Der EPL-Geschäftsführer Manfred Schüle kann auf Anfrage dieser Zeitung für die Langenhagener Kunden Entwarnung geben. Der Biogasanlage Kaltenweide werden genügend Substrate, also Mais, Gras und Ganzpflanzensilage, sogenannte GPS, für die Produktion von Biogas zur Verfügung stehen, berichtet Schüle. Zudem sei dank der guten Ernte im vergangenen Herbst mehr Mais eingelagert worden, als tatsächlich benötigt wird, beruhigt er die Kunden.

Gleichwohl rechnet der EPL-Geschäftsführer damit, dass durch die sehr geringen Regenfälle bei der Ernte auf einigen Anbauflächen nur etwa 50 Prozent der geplanten Erträge zu ernten sein werden. „Es gibt aber auch Flächen, die beregnet wurden, so dass die Erntemenge insgesamt um circa 20 Prozent geringer ausfällt, als geplant“, kalkuliert er. „Das kann aber voraussichtlich durch die noch eingelagerten Mengen aus dem Vorjahr kompensiert werden.“ Allerdings kann er das erst dann genau sagen, wenn die in diesen Tagen angelaufene Maisernte beendet ist.

Neben Mais könnten in der Kaltenweider Biogasanlage der EPL – einer Tochtergesellschaft der Stadt Langenhagen und des Energieunternehmens Enercity – etwa auch Rüben vergärt werden. Schüle rechnet in naher Zukunft jedoch nicht damit. „Für Kaltenweide sind diese Substrate voraussichtlich nicht erforderlich.“

Seinen Angaben zufolge droht den „Wärmekunden im Weiherfeld kein Engpass und auch keine höheren Energiepreise“. Und weiter: „Die Substratversorgung der Biogasanlage hat keinen Einfluss auf die Wärmekosten der Kunden im Weiherfeld.“ Die Energieerzeugung in der Energiezentrale sei vielmehr so aufgebaut, dass auch bei „einem kompletten Ausfall der Biogasanlage die Wärmeversorgung für die Kunden der EPL im Weiherfeld über unsere Erdgaskessel gesichert ist“, betont der Geschäftsführer.

 

Technik soll dem Klimaschutz dienen

Die Energie-Projektgesellschaft Langenhagen (EPL) ist ein Energiedienstleister mit regionalem Schwerpunkt. Das Unternehmen wurde 1994 von der Stadt Langenhagen und den damaligen Stadtwerken Hannover – heute Enercity – gegründet. Hauptziele sind nach Firmenangaben eine wirtschaftliche, ressourcen- und klimaschonende Energieversorgung auf kommunaler Ebene. Zu den Geschäftsfeldern zählen Planung, Bau und Betrieb effizienter Strom- und Wärmeproduktionsanlagen sowie die Nahwärmeversorgung von Wohnhäusern und anderen Gebäuden durch den Einsatz von modernen Blockheizkraftwerken.

Zu den Lieferanten zählt seit Ende 2008 auch die Biogasanlage Kaltenweide. Betreiberin der Anlage ist die Biogasanlage Kaltenweide - kurz BiKa. Sie wurde am 13. Februar 2008 gegründet und hat das Biogasprojekt von der EPL übernommen. Die EPL hält 70,4 Prozent an der BiKa, die anderen 29,6 Prozent teilen sich sieben Landwirte aus der Region. Sie liefern auch einen Teil der Energieträger. In der Anlage entsteht durch Vergären der Silage Biogas. Getrocknet und entschwefelt fließen nach Unternehmensangaben dann rund 390 Kubikmeter pro Stunde durch die etwa eineinhalb Kilometer lange Leitung von der Anlage an der Autobahnabfahrt Kaltenweide zum Blockheizkraftwerk an der Maria-Montessori-Straße, um direkt in Strom und Wärme umgewandelt zu werden. „Der Einsatz von Biogas bietet ökologische Vorteile und ist dennoch wirtschaftlich: So arbeiten Biogasanlagen CO2-neutral“, heißt es auf der Homepage. Und weiter: „Denn bei der Verbrennung des Biomethans entsteht nur so viel Kohlendioxid, wie die Pflanzen während ihres Wachstums aufgenommen haben.“ Dank dieser Technik werde allein in Kaltenweide so der Ausstoß von 8600 Tonnen Kohlendioxid jährlich vermieden.

 

Von Sven Warnecke

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