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Lehrte Inhalt ist wichtiger als der Fachbegriff
Aus der Region Region Hannover Lehrte Inhalt ist wichtiger als der Fachbegriff
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15:41 28.10.2018
Jana Siemon (links) und Lea Höhne werfen die Feuerwehrschläuche aus. Quelle: Michael Schütz
Lehrte

Ein bisschen Ehrgeiz schadet nie im Leben. Nach dieser Devise geht offenbar auch Jana Siemon vor. Die 15-jährige Lehrterin hat am Sonntag die dritte Feuerwehrprüfung in diesem Jahr abgelegt. Am Sonntag stand an der Feuerwache in Lehrte die regionsweite Abnahme der sogenannten Jugendflamme, Stufe III, auf dem Programm. Die beiden Stufen davor hatte Jana, die aus der Familie des einstigen Lehrter Ortsbrandmeisters Axel Siemon stammt, bereits früher im Jahr gemacht. „Das war Zufall“, sagte sie. Die Prüfung zur zweiten Stufe sei außerplanmäßig in diesem Jahr gewesen, sodass die dichte Folge möglich gewesen sei. Trotz dieses Zufalls kann man der Nachwuchsfeuerwehrfrau den Ehrgeiz nicht absprechen, denn ihr Berufswunsch geht in eine eindeutige Richtung: „Ich will zur Berufsfeuerwehr nach Hannover.“

Dass aus der Jugendfeuerwehr jemand die dritte Stufe der Jugendflamme erreiche, sei selten, sagte René Derouaux. Der Lehrter fungierte bei den Prüfungen als Wertungsrichter. Die geringe Verbreitung liege allerdings nicht ausschließlich an hohen Anforderungen. „Die ersten beiden Stufen können die Ortsfeuerwehren selbst abnehmen.“ Bei Stufe III dagegen gebe es pro Jahr nur einen Termin von der Region. Und so kam es, dass am Sonntag 37 Bewerber aus der gesamten Region an die Schützenstraße gekommen waren – von insgesamt rund 2800 Jugendfeuerwehrmitgliedern in der gesamten Region Hannover.

Nicht weit hatte es Lea Höhne. Die Lehrterin stammt ebenfalls aus einer Feuerwehrfamilie: „Vater, Mutter und Bruder sind alle dabei.“ Besonders anspruchsvoll fand sie das Auswerfen und Einrollen der Schläuche auf Zeit. „43 Sekunden sind schon ziemlich knapp“, befand die 15-Jährige. Praktische und theoretische Aufgaben waren nicht die einzigen Hürden zur Flamme. Im Vorfeld mussten die Bewerber auch ein soziales Praktikum ablegen, um zur Prüfung zugelassen zu werden. „Ich habe im Altersheim gearbeitet“, erklärte Lea. Allerdings sei sie von den Kollegen eher als Laufbursche behandelt worden. Immerhin habe sie im Praktikum festgestellt, dass sie diesen Beruf nicht ausüben wolle, meinte sie.

Knoten gehören auch für Fiete Kophen (links) und Carlos Semanas zur Prüfung. Quelle: Michael Schütz

Während mit Fiete Kophen und Carlos Semanas noch zwei weitere Lehrter antraten, war mit dem Rethmarer Lennart Hüsich aus dem Sehnder Gebiet nur ein Bewerber dabei. Während der Prüfung habe er schon ein gutes Gefühl gehabt, sagte er. So hatte er keine Probleme, im theoretischen Teil die verschiedenen Arten von Feuerlöschern zu erklären.

René Derouaux (links) prüft Lennart Hüsichs Wissen über Feuerlöscher. Quelle: Michael Schütz

Die Leistungen nötigten Derouaux und seinen Wertungsrichterkollegen aus Hannover, Rethmar und Barsinghausen Respekt ab. „Das schüttelt man nicht so einfach aus dem Ärmel“, bewertete er die guten Vorbereitungen der Prüflinge. Er selbst achtete bei der Bewertung vor allem auf das Inhaltliche. „Wenn wir erkennen können, was gemeint ist, kommt es nicht so auf den Fachbegriff an.“

Und so kam es, dass am Ende alle 37 Teilnehmer aus 13 Ortswehren die Jugendflamme, Stufe III, verliehen bekamen.

Von Michael Schütz

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