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Lehrte Keine Blindgänger auf dem Ziegeleigelände
Aus der Region Region Hannover Lehrte Keine Blindgänger auf dem Ziegeleigelände
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00:19 13.08.2018
Die Firma Kampfmittel Bergung sucht auf dem Gelände der Keramischen Hütte nach einem Blindgänger, den es zum Glück aber gar nicht gibt. Quelle: Patricia Oswald-Kipper
Sehnde

Luftaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg haben eine umfangreiche Sondierungsaktion auf dem knapp 30.000 Quadratmeter großen Gelände der Keramischen Hütte an der Bundesstraße 65 ausgelöst. Die Kampfmittel Bergung (KMB) hat jetzt mehrere Tage lang den vorderen Teil des Geländes nach einem möglichen Blindgänger untersucht. Am Freitagmittag gab es Entwarnung. Es liegt keine Bombe auf dem alten Industriegelände, das demnächst zu einem Wohngebiet werden soll. „Die Fachleute haben nichts gefunden“, sagt Masoud Saadat, Geschäftsführer bei der Firma Europaplanprojekt. Die Firma ist Investor für den geplanten Wohnpark.

Die Experten der Firma Kampfmittel Bergung Hannover hatten am Donnerstagmittag schon 25 Bohrungen auf der verdächtigen Fläche abgeschlossen. Insgesamt 62 Bohrungen waren für die rund 500 Quadratmeter im vorderen Bereich der alten Kramischen Hütte veranschlagt. Mit einem Spezialbohrer musste dabei jedes Mal sechs Meter in die Tiefe gebohrt werden. Anschließend kontnen die Fachleute in der Tiefe mit einem Messgerät Magnetfelder aufspüren.

Die Firma Kampfmittel Bergung untersucht eine Verdachtsstelle auf dem Gelände der Keramischen Hütte nach einem Blindgänger. Quelle: Patricia Oswald-Kipper

ppp

Erst jetzt, da alle Bohrungen ohne Verdacht abgeschlossen seien und das Gelände freigegeben sei, könne man mit den Abrissarbeiten beginnen, sagt Saadat. Sie dauern voraussichtlich sechs bis acht Wochen. Der Architekt plant auf dem Gelände der ehemaligen Keramischen Hütte einen Wohnpark mit mehr als 100 Wohneinheiten. Auf der Fläche am Rande von Sehnde sollen Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen sowie Reihenhäuser entstehen.

Saadat ist überzeugt, dass die Vermarktung ein Erfolg wird. „Das ist ein schönes Gelände mit viel Grün drumherum“, sagt er. Die Nähe zum Sehnder Stadtkern und auch in die Landeshauptstadt Hannover machten die Fläche für Neubewohner attraktiv.„Wir wollen noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen“, hält Saadat an seinen Plänen fest. Für den Naturschutz – hinsichtlich der der auf dem Gelände beheimateten Fledermäuse – sieht er auch kein Problem: „Das ist jetzt alles geklärt“, sagt Saadat. Man werde beim Abriss vorsichtig und Schritt für Schritt vorgehen und etwa im Winter den Bereich mit den Sommerquartieren der Tiere abreißen, sagt der Investor.

Investor Masoud Saadat möchte auf dem ehemaligen Ziegeleigelände Mehrfamilien- und Reihenhäuser errichten. Quelle: Patricia Oswald-Kipper

Der Rat der Stadt Sehnde soll dann im Herbst über den Entwurf für den Wohnpark auf der ehemaligen Industriebrache entscheiden. „Wir sind da mit der Stadt in enger Absprache“, sagt Saadat. Er rechnet mit einem Beschluss der Politik nicht vor Oktober. „Ich habe da aber ein sehr gutes Gefühl“, sagt der Architekt. Zuletzt geriet das alte Ziegeleigelände am Rand der Stadt durch einen Brand in den Fokus. Brandermittlungen hatten im August schließlich ergeben, dass das Feuer, bei dem glücklicherweise niemand zu Schaden kam, vorsätzlich gelegt wurde. Die letzten Mieter der Hallen und Werkstätten waren schon vor längerer Zeit ausgezogen.

Von Patricia Oswald-Kipper

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